Viefalt auf kleinem Raum

Kräuterschnecke bauen: So züchten Sie gesunde Würzpflanzen

Eine Kräuterspirale ist ein spezielles Beet mit verschiedenen Erdschichten, die unterschiedlichen Kräutern optimale Wachstumsbedingungen ermöglichen. eGarden sagt, wie Sie am besten selbst eine Kräuterschnecke bauen.

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Kräuterspirale im Garten

Ein Blickfang mit leckeren Kräutern: Wenn Sie eine Kräuterschnecke bauen, wählen Sie am besten einen sonnigen Standort.

Kräuterspiralen bieten ideale Voraussetzungen für die Aufzucht verschiedener Kräuter und sind zudem ein echter Hingucker in jedem Garten. Die Planung sollte wohlüberlegt sein, denn der Standort entscheidet, ob Sie Ihre Speisen schon bald mit eigenen Kräutern würzen können oder nicht. Worauf Sie sonst noch achten müssen, wenn Sie eine Kräuterschnecke bauen, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Den optimalen Standort finden

Damit Ihre Kräuter möglichst gut wachsen und gedeihen, benötigen die Pflanzen viel Sonne. Achten Sie bei der Standortwahl also darauf, dass Ihre Kräuterspirale ein sonniges Plätzchen abbekommt. Darüber hinaus sollte die Fläche in etwa eine Größe von 2 bis 4 Quadratmetern aufweisen. Haben Sie den idealen Standort gefunden, stecken Sie einen Pflock in den Boden, befestigen eine Schnur daran und zirkeln die Fläche mit dieser ab. Als Markierung für die Spiralform mit ein bis zwei Windungen ist einfacher Sand völlig ausreichend. Das äußere Ende sollte nach Süden ausgerichtet sein.
Verschiedene Feuchtigkeitszonen

Kräuterspiralen verfügen über drei unterschiedliche Feuchtigkeitszonen, die von mediterran bis feuchtigkeitsliebend alle Ansprüche verschiedener Kräuter erfüllen.

Eine Kräuterspirale richtig anlegen

Nun beginnt die eigentliche Arbeit: Heben Sie das Erdreich etwa 5 Zentimeter tief aus und legen am äußeren Rand mit den ersten unregelmäßig geformten Steinen das Fundament für Ihre Kräuterspirale. Hierzu verwenden Sie entweder Ziegelsteine, Naturstein oder die günstigere Alternative aus Beton. Die einzelnen Steine klopfen Sie vorsichtig mit einem Hammer fest.
Steht die erste Steinreihe, füllen Sie eine circa 10 Zentimeter hohe Drainageschicht aus Kies oder Schotter in das Beet. Diese verhindert, dass sich Wasser am Boden der Schnecke stauen kann. Als Nächstes bauen Sie die restlichen Steine sorgfältig spiralförmig fugenversetzt von außen nach innen auf. Damit Ihre Spirale möglichst stabil steht, sollte diese eine Höhe von einem Meter nicht übersteigen. Tipp: Schichten Sie die Steine immer mit einer leichten Neigung nach innen auf. Spezielle Bausätze mit Steinkörben können das Anlegen erleichtern. Bei Amazon bekommen Sie die Bauhilfen ab 83 Euro. Auf keinen Fall sollten Sie die Steine verdichten, da diese das Sonnenlicht speichern und so einen idealen Lebensraum für Pflanzen und Tiere bieten.
Im nächsten Schritt vermischen Sie Sand mit etwas Kompost, idealerweise in einer Schubkarre, und füllen das Gemisch in Ihre Schnecke ein, bis die Erde mit der obersten Steinreihe eben abschließt. Wichtig ist, dass der Boden nach oben hin immer dünner wird, also einen höheren Sandanteil aufweist als bei den unteren Erdschichten.

So bepflanzen Sie Ihre Kräuterschnecke

Nicht alle Kräuter haben dieselben Ansprüche an den Boden. Eine Kräuterspirale bietet unterschiedlichen Kräutern optimale Bedingungen, da sie sich aus drei verschiedenen Feuchtigkeitszonen zusammensetzt. Generell gilt: oben trocken, unten feucht. Während sich mediterrane Pflanzen wie Rosmarin, Thymian oder Salbei eher in den oberen Regionen der Spirale wohlfühlen, lieben Gewächse wie Bärlauch, Petersilie, Schnittlauch oder Liebstöckel einen feuchten, nährstoffreichen Boden und gedeihen am besten am Fuß der Schnecke, wo der Untergrund das Wasser staut. Sonnenempfindliche Pflanzen wie Pfefferminze bevorzugen die Schattenseite der Schnecke, Oregano oder Melisse eignen sich ideal für die mittlere Zone. Stark wuchernde Gewächse wie Minze oder auch Lavendel sollten Sie immer in die hinterste Reihe pflanzen. Tipp: Die Kräuter nicht zu dicht nebeneinander setzen, da viele Gewächse auch in die Breite wachsen und sich ansonsten gegenseitig in die Quere kommen könnten.
Jan-Christoph Öhlenschläger

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Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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