Gewürze selbst anbauen

Kräutergarten anlegen: Tipps für üppige Pflanzen

Kräuter, etwa Basilikum oder Dill, verfeinern jedes Essen. Wenn sie dann noch aus dem eigenen Kräutergarten stammen und frisch auf den Teller kommen, werden die Geschmacksknospen besonders verwöhnt.

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Kraeutergarten

Der eigene Kräutergarten ersetzt das Gewürzbord in der Küche und schont das Portemonnaie.

Im eigenen Garten ist eine Kräuterecke eigentlich schon Pflicht. Platzmangel kann meist keine Ausrede sein, denn ein Kräutergarten lässt sich schon in der kleinsten Ecke einrichten. Selbst auf der Terrasse oder auf dem Balkon sollte sich ein Plätzchen finden. Kräuter aus dem eigenen Beet sind immer knackig frisch und zudem preiswerter als Gewürze aus dem Supermarkt. Damit der eigene Kräutergarten auch wirklich nützlich ist, müssen Sie bei der Planung einige Dinge beachten. eGarden zeigt, wie Sie dabei am besten vorgehen.

Auswahl der Kräuter

Bevor Sie sich um die Standortfrage und die Bauart des Kräutergartens kümmern, sollten Sie zunächst entscheiden, welche Kräuter Sie anbauen wollen. Die meisten Kräuter lieben es zwar sonnig, sollten aber nicht der knalligen Mittagshitze ausgesetzt werden. Viele Kräuterarten fühlen sich an halbschattigen Plätzen am wohlsten, etwa Dill, Petersilie, Schnittlauch, Estragon, Kerbel, Majoran oder Minze. Andere Gewächse kommen mit großer Hitze und Trockenheit hingegen besser zurecht, etwa Rosmarin, Oregano, Thymian oder Lavendel.

Galerie: Diese 5 Kräuter hat nicht jeder im Garten

Standort und Beetform

Wenn Sie sich für die gewünschten Kräuter entschieden haben, fällt die Standortfrage schon ein wenig leichter. Damit Sie beim Kochen schnell an das würzige Grün gelangen, sollten Sie dabei auch bedenken, dass die Kräuter nicht zu weit von der Küche entfernt wachsen. Je nach Größe und Art Ihres Gartens bieten sich drei Beet-Formen an.
Das Beet am Boden: Wenn genug Platz vorhanden ist, bietet sich die klassische Beetform direkt auf dem Boden an. Hierbei ist zu beachten, dass das Beet von jeder Seite gut erreich- und begehbar ist. Eventuell ist es ratsamer, mehrere kleine Beete nebeneinander anzulegen als ein großes.
Die Kräuterspirale: Ein Hingucker für jeden Garten. Hierbei handelt es sich um eine Art dreidimensionales Beet, welches spiralförmig nach oben wächst. Die Seitenwände werden mit Steinen befestigt. Die verschiedenen Kräuter pflanzen Sie in vier Zonen an. Ganz unten liegt die Wasserzone, die feucht bis nass ist. Hier gedeihen etwa Brunnenkresse und Bachbunge am besten. Eine Stufe weiter oben liegt die Feuchtzone. Auf dem mit Komposterde angereicherten feuchten Boden wachsen Schnittlauch und Petersilie am besten. In der Normalzone ist es trocken und halbschattig. Besonders geeignet zum Beispiel für Zitronenmelisse. Ganz oben befindet sich die Mittelmeerzone für die Mittelmeerkräuter, etwa Salbei und Thymian.
Das Hochbeet: Besonders geeignet für kleinere Gärten. Sie sind nicht ebenerdig, sondern werden in die Höhe gebaut. Das hat auch den Vorteil, dass Sie rückenschonend darin arbeiten können. Außerdem isoliert ein Hochbeet die Pflanzen und erwärmt sich besser als herkömmliche Beete. Durch die Verrottung der organischen Bestandteile entsteht wertvoller Humus, der die Pflanzen auf natürliche Weise mit wichtigen Nährstoffen versorgt, sodass Sie so gut wie kein Düngemittel benötigen. Was Sie beim Bau von Hochbeeten beachten sollten, lesen Sie hier.

Vorgezogene Pflanzen oder Samen

Die meisten Kräuterarten bekommen Sie im Handel sowohl als vorgezogene Pflanzen als auch als Samen. Der Vorteil vorgezogener Pflanzen liegt auf der Hand – sie können nach dem Kauf sofort ins Beet und früher geerntet werden. Egal, ob Sie sich für die vorgezogenen Kräuter oder die Samen entscheiden, sollten Sie immer die Hinweise auf der Verpackung oder die vom Fachberater beachten. Das gilt vor allem für die zu benutzende Erde. Für die Samen etwa ist Blumenerde nicht geeignet – sie besitzt zu viel Stickstoff, Phosphor und Kalium. Hier ist spezielle Aussaaterde die bessere Wahl.

Kräuter pflanzen

Bevor Sie die Kräuter in die Erde bringen, sollten Sie abklären, ob sie sich vertragen. Wie bei einigen Gemüsesorten harmonieren auch nicht alle Kräuter in unmittelbarer Nähe miteinander. Das sind zum Beispiel: Thymian und Majoran, Kümmel und Fenchel, Kamille und Minze oder Basilikum und Melisse. Gut zusammen passen etwa Thymian mit Estragon und Koriander oder Dill mit Majoran und Schnittlauch. Auch Oregano und Bohnenkraut vertragen sich prächtig. Am besten, Sie teilen das Beet in Gruppen ein und pflanzen die nicht passenden Kräuter getrennt voneinander.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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