Für einen gesunden Garten

Kompost anlegen: So wird aus Abfall wertvoller Nährboden

Ein Komposthaufen kann ein wertvoller Verbündeter bei der Gartenarbeit sein. Doch worauf muss man achten, will man Kompost anlegen? eGarden verrät Ihnen die wichtigsten Tipps für selbstgemachte Erde.

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Kompost anlegen

Richtig kompostiert wird aus Gartenabfall schnell wertvolle Erde.

Nach dem Winter steht im Garten immer die meiste Arbeit an. Nach längerer Zeit ohne richtige Pflege benötigt mancher Garten eben besonders viel Aufmerksamkeit. Dabei fällt viel Abfall an. Abgestorbene Blätter, kleineres Geäst und abgestorbene Pflanzen wollen aus dem Garten entfernt werden. Doch anstatt alles in die Biomülltonne zu werfen, lohnt sich das Anlegen eines Komposthaufens. Mit etwas Geduld und Pflege bekommen Sie so eine wichtige Quelle für Humus, Erde und Dünger. Doch gilt es, ein paar Dinge zu beachten.

Was darf auf den Kompost?

Auch wenn ein Komposthaufen aussieht, als könne man alle Gartenabfälle in ihm entsorgen, ist dem noch lange nicht so. Guter Kompost besteht aus einer bestimmten Mischung verschiedenster Abfälle. So sollten sich zum Beispiel Grasreste und Laub die Waage halten. Zu viel gemähtes Gras kann Kompost beim Verrotten stark erhitzen und sämtliche wichtigen Bakterien und Kleinstlebewesen abtöten. Auch so manches Laub ist eher ungeeignet. Die Blätter von Eiche und Walnuss verrotten nur sehr langsam und sollten vor der Kompostierung zerkleinert werden, damit sie den Zersetzungsprozess nicht verlangsamen.
Apropos Gras: Frisch gemähter Rasen enthält sehr viel Feuchtigkeit. Sie sollten das Gras keinesfalls direkt dem Kompost zugeben. Durch die hohe Feuchtigkeit kann der Komposthaufen schnell anfangen zu faulen und zu stinken. Ein gesunder Komposthaufen stinkt nicht. Lassen Sie das Gras lieber einen Tag separat trocknen, bevor Sie es dem Kompost zuführen.
Auf dem Kompost gar nichts zu suchen haben Essens-, Fleisch- und Fischreste. Sie werden weder für die Bodenfauna noch für gesunde Erde benötigt und ziehen nur ungebetene Besucher wie Mäuse, Ratten oder Marder an. Auch Bananenschalen und Schalen von Zitrusfrüchten sollten nicht in zu großen Mengen beigefügt werden. Zum einen sind die Schalen oftmals gespritzt und schaden den Bakterien, zum anderen tut sich die heimische Bodenfauna schwer mit der Zersetzung dieser exotischen Früchte.

Die Mischung macht's

Ein guter Komposthaufen besteht aus vielen verschiedenen Komponenten. Nicht nur Laub und Gras sollten ihren Weg auf den Kompost finden, auch Holz und Küchenabfälle wie Kartoffel- und Karottenschalen oder Kohlstrünke sind eine Bereicherung. Auch hier gilt wie beim Laub: besser zerkleinern, um den Zersetzungsprozess zu beschleunigen. Möchten Sie einen neuen Komposthaufen anlegen, empfiehlt sich zudem, etwas fortgeschritteneren Kompost beizumischen, da hier schon die nötigen Bakterien vorhanden sind.
Auch andere Bestandteile wie Gesteinsmehl, Algenkalk und Hüttenkalk helfen Ihrem Komposthaufen bei der Zersetzung. Gesteinsmehl verhindert die Geruchsbildung, Algen- und Hüttenkalk binden organische Säuren und halten den pH-Wert im Gleichgewicht. Wie viel Sie Ihrem Kompost beimischen sollten, hängt von der Größe des Haufens ab. Bei einem Gewicht von 300 Kilogramm reichen schon drei Kilogramm Gesteinsmehl und sogar nur ein Kilogramm Algen- oder Hüttenkalk aus, um Ihren Kompost optimal zu unterstützen. Schauen Sie einfach in unsere Bildergalerie. Hier bekommen Sie einen Überblick über die wichtigsten Helfer für einen gesunden Komposthaufen.

Galerie: Die wichtigsten Helfer für Ihren Kompost

Schnellkomposter und Thermokomposter

Für den eigentlichen Verrottungsprozess müssen Sie Geduld mitbringen. Selbst bei einem ausgeglichenen Komposthaufen brauchen Bakterien und Pilze zwischen neun und zwölf Monaten, um aus altem Laub und Gartenabfällen wertvolle Erde zu machen. Ist die Belüftung unzureichend oder der Komposthaufen zu starker Sonne ausgesetzt, kann die Zersetzung auch bis zu zwei Jahre dauern. Allerdings gibt es auch dafür mittlerweile Abhilfe. Kompostbeschleuniger beispielsweise verkürzen die Zersetzung auf acht bis zwölf Wochen. Auch ein Thermokomposter leistet bei der Zersetzung wertvolle Dienste. Die meist aus Plastik gefertigten Kästen sorgen für eine ideale Belüftung und damit für eine konstante Temperatur und optimale Bakterienvermehrung. In unserem Artikel über Thermokomposter erfahren Sie alles rund um diese Zersetzungsturbos.

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