Knoblauch aus eigener Ernte

Knoblauch anbauen: So gelingt’s ganz einfach in 7 Schritten

Knoblauch im eigenen Garten selbst anbauen? Das geht ganz leicht! Mit unserer 7-Schritte-Anleitung ernten Sie Knoblauch satt!

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Knoblauch anbauen

Knoblauch anbauen ist ganz einfach: Mit der richtigen Pflege haben Sie schnell eine gute Ernte.

Lecker Knoblauch! Allium Sativum ist ein unverzichtbarer Bestandteil der guten Küche. Auch wenn die klassische Knoblauchfahne keiner so richtig will, schmeckt die Knolle doch immer wieder unverschämt gut. Wie so viele scharf-aromatische Gewächse ist Knoblauch mit seinen antibakteriellen und durchblutungsfördernden Eigenschaften auch noch gesund. Grund genug also, ein so wichtiges Lebensmittel im eigenen Garten anzubauen! Das ist verblüffend einfach und bei einer guten Ernte auch so ergiebig, dass Sie sich den Knoblauch aus dem Supermarkt völlig sparen. Ähnlich wie bei Ingwer und Ananas erfolgt auch beim Knoblauch die Anzucht ganz einfach aus der Pflanze selbst. Und keine Sorge, wenn erst die ganze Familie vom selbstgeernteten Knoblauch überzeugt ist, fällt die Knoblauchfahne gar nicht mehr auf. Außerdem lässt sich auch etwas gegen Knoblauchgeruch tun.

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Knoblauch anbauen – 7 Schritte zu einer erfolgreichen Knoblauch-Ernte

  1. Knoblauch auswählen: Die Anzucht erfolgt aus einer Mutterknolle. Allerdings greifen Sie für den Knoblauchanbau im eigenen Garten unbedingt zum echten Pflanzknoblauch. Dieser ist im Gegensatz zum Supermarkt-Knoblauch, der meist aus Ländern wie China oder Spanien kommt, gut an unsere klimatischen Bedingungen angepasst.
  2. Knoblauch einpflanzen: Entfernen Sie wie auch beim Kochen die äußerste Hülle (sofern vorhanden) und brechen Sie die einzelnen Knoblauchzehen aus der Knolle. Stecken Sie nun je eine Knoblauchzehe etwa 4 Zentimeter tief in den Boden. Die beste Pflanzzeit ist, wenn die Sommerhitze vorbei ist, also am besten Ende September.
  3. Knoblauchpflanzen düngen: Eine schöne Schicht Komposterde auf dem eingepflanzten Knoblauch reicht der genügsamen Pflanze vollkommen aus.
  4. Knoblauch wachsen lassen: Der Pflanzknoblauch kommt mit Kälte prima klar, so sehen Sie im Idealfall noch durch die Schneedecke (sofern vorhanden) die ersten grünen Triebe ab Februar. Im Frühjahr decken Sie das Knoblauchbeet mit Rindenmulch ab, so trocknet die Erde nicht aus und die Knollen reifen besser heran. Entfernen Sie eventuelle Blüten, damit sich das Wachstum auf die Knolle konzentriert.
  5. Knoblauch ernten: Pünktlich zum Sommer, wo mediterrane Gerichte und Salate geradezu nach frischem Knoblauch rufen, ernten Sie Ihren eigenen Knoblauch (Pobieren Sie doch mal Knoblauch-Ciabatta). Von Juli bis August holen Sie die Knollen einfach aus der Erde. Ein Indikator für die richtige Erntezeit ist, wenn die Blätter bereits vertrocknen.
  6. Knoblauch lagern und verwenden: Frisch geerntet ist der eigene Knoblauch natürlich schon essbar, aber aromatisch und haltbar wird er erst, wenn Sie den Knoblauch in der Sonne trocknen. Legen Sie die Ernte erst einmal ein paar Stunden in die Sonne und entfernen Sie dann die Blätter. Kühl und trocken im Keller gelagert, halten sich die Knoblauchknollen etwa bis zur nächsten Knoblauchernte. Halten Sie ein paar Zehen zurück, die Pflanzen Sie dann fürs nächste Jahr ein.
  7. Knoblauch aus eigenem Anbau genießen! Gegen die Knoblauchfahne hilft übrigens das Kauen von Blattpetersilie aus Ihrem Kräutergarten. Wenn es schnell gehen muss, greifen Sie im Notfall zu Chlorella-Tabletten. Auch diese gebieten dem Geruch Einhalt.

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