Die Harten für Ihren Garten

Kiesbeet anlegen: So schaffen Sie eine kleine Steinoase!

Sorgen Sie für Abwechslung in Ihrem Garten, indem Sie neben den klassischen Blumenbeeten ein Kiesbeet anlegen! Kiesbeete sehen nicht nur schick aus, sie sind auch pflegeleicht und unkrautsicher.

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Kiesbeet vor dem Haus

Auch vor dem Haus lässt sich ein Kiesbeet anlegen – ein echter Hingucker.

Schick angelegte Kiesbeete machen etwas her und werden in heimischen Gärten immer beliebter. Das liegt wohl auch daran, dass die Anlage relativ einfach von der Gärtnerhand geht. Sie brauchen lediglich Kies, ein Vlies gegen das Unkraut und passende Pflanzen.
Ob vor dem Haus im Eingangsbereich, an der Hauswand, im Garten neben den klassischen Blumenbeeten oder mitten auf der Wiese – ein Kiesbeet sorgt für Kontrast, Abwechslung und lockert das gesamte Gartenbild auf. Richtig angelegt sind Kiesbeete zudem extrem pflegeleicht und bieten Unkrautwuchs kaum eine Chance – ideal also für Gartenbesitzer, die nicht viel Zeit für die Gartenarbeit haben. eGarden zeigt, wie Sie so ein Kiesbeet anlegen.

Kiesbeet anlegen: So geht's

Bei der Gestaltung eines Kiesbeets können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Damit ein oder mehrere Kiesbeete nachher in das Gartengesamtbild passen, sollten Sie vorher jedoch einen Plan skizzieren. Machen Sie sich Gedanken über die Form: Wollen Sie das Beet großflächig anlegen, oder wollen Sie einzelne kleinere Kiesbereiche in bereits vorhandene Beete integrieren?
Eine weitere Möglichkeit: geometrische Formen, etwa parallel zueinander angeordnete Kiesstreifen in einem bereits vorhandenen Beet. Auch beliebt: ein Kiesbeet als Abgrenzung zur Terrasse. Weiter sollten Sie überlegen, ob das Kiesbeet eingefasst werden soll, etwa mit Randsteinen, oder ob es ohne Einfassung in den anderen Bereich übergehen soll.

Untergrund und Unkraut-Vlies

Idealerweise liegt unter dem Kies ein lehmhaltiger Boden. Der sorgt dafür, dass Regenwasser immer gut abläuft. Das ist aber kein Muss. Bei einem anderen Untergrund entfernen Sie einfach die oberste Erdschicht, etwa 10 bis 20 Zentimeter, und füllen später entsprechend mehr Kies auf. Ein Unkrautvlies zwischen Erde und Kies hingegen sollten Sie auf jeden Fall verlegen. Damit sperren Sie das Unkraut aus und erleichtern sich so die spätere Pflege des Beets.

Ohne Kies nichts los

In ein Kiesbeet gehört natürlich Kies. Den bekommen Sie im Baumarkt, im Gartencenter oder bei Amazon in den verschiedensten Formen, Größen und Farben. Hier können Sie sich richtig austoben. Wer es lieber schlicht und elegant mag, greift zu weißem oder grauem Kies. Für poppige Beete gibt es den Kies auch in verschiedenen Farben. Der Kies wird einfach auf dem Unkrautvlies verteilt und in Form gebracht.
Kraeuterspirale im Kiesbeet

Auch ein Hingucker: eine Kräuterspirale inmitten eines Kiesbeets.

Pflanzen, Dekoration und Licht

Theoretisch können Sie jede Pflanze ins Kiesbeet verfrachten. Gräser allerdings, etwa das Schillergras, sind die Klassiker und sollten in keinem Kiesbeet fehlen. Auch Stauden, etwa Lavendel, Eisenkraut oder Salbei passen hervorragend in ein Kiesbeet.
Die Auswahl hängt aber vor allen Dingen davon ab, welchen Akzent das Kiesbeet in Ihrem Garten eigentlich setzen soll. Soll es eher mediterran wirken, etwa mit Kräutern für die Küche, oder wollen Sie einen japanischen Zen-Touch erreichen, etwa mit Chinaschilf oder Bambus?
Für welche Pflanzen Sie sich auch entscheiden, das Einpflanzen ist sehr einfach und simpel. Räumen Sie an den entsprechenden Stellen den Kies beiseite. Schneiden Sie das Vlies am besten mit einem Kreuzschnitt ein, heben Sie die überschüssige Erde aus, bringen Sie die entsprechende Pflanze in den Boden und füllen Sie den Kies wieder auf – fertig.
Wer es verspielt mag, dekoriert das Beet noch mit zusätzlichen Utensilien, etwa mit größeren Ziersteinen, Tonkrügen oder Skulpturen. Ihrer Fantasie sind auch hier keine Grenzen gesetzt. Damit Ihr Kiesbeet auch im Dunklen eine gute Figur macht, helfen geschickt gesetzte Lampen und Strahler.

Pflege

Nach dem Pflanzen müssen Sie sich, vom regelmäßigen Gießen abgesehen, nicht großartig um die Kiesbeete kümmern. Je nach Lage des Beets und nach Steinfarbe verschmutzt der Kies unterschiedlich stark und schnell. Oft löst sich oberflächlicher Schmutz schon, wenn Sie die Steine ab und zu vorsichtig mit einem Rechen bewegen. Etwa nach drei Jahren können die Verschmutzungen so stark sein, dass Sie den Kies austauschen sollten.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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