Die Wassersparer kommen

Der Kaktus: Sorten für drinnen und draußen

Generationsübergreifend immer mal wieder in: Kakteen, deren Plural immer wieder gerne mit Kaktusse verwechselt wird. Meist fristet der Kaktus drinnen auf der Fensterbank sein Dasein. Dabei gibt es Kakteen für drinnen und draußen.

Datum:
Kakteen-Blueten

Dieser Kaktus ist nicht nur grün und stachelig – er trägt zum Teil schicke bunte Blüten.

Der bekannteste unter den Kakteen ist wohl der 2008 in der Schweiz und in Österreich zum Kaktus des Jahres gewählte Echinocactus grusonii, der vom Volksmund wenig liebevoll auch Schwiegermuttersessel- oder Stuhl genannt wird. Warum er diesen Namen trägt, kann man nur erahnen. Fest steht, dass er bereits bei den Azteken erwähnt wird und dort große rituelle Bedeutung hatte – auf ihm wurden Menschenopfer dargebracht. Kakteen gibt es in den unterschiedlichsten Größen und Formen von Varianten mit nur einem Zentimeter Durchmesser bis hin zu 15 Meter hohen Exemplaren. Einige wachsen sehr schnell, etwa mehr als einen Meter pro Jahr und einige brauchen mehrere Jahre für ein paar Zentimeter. Dabei gilt häufig: langsam wachsende Kakteen werden meist älter – bis zu 200 Jahre. Schnell wachsende Kakteen werden oft nicht so alt. Es gibt Arten, die werden nicht älter als 15 Jahre. In der Regel kommen Kakteen mit sehr wenig Wasser aus. Dadurch, das sie statt Blättern Stacheln besitzen. So verdunstet kein Wasser. Und viele Kakteen blühen sogar. Für Haus und Garten sind Kakteen so beliebt, weil sie so pflegeleicht sind. In freier Natur überleben sie unter widrigsten Bedingungen. Nur im Winter bei niedrigen Temperaturen bekommt die Wüstenpflanze Probleme. Welche Kakteen für drinnen und draußen geeignet erklärt eGarden im Folgenden.
Schwiegermutterstuhl

Der Schwiegermutterstuhl wird auch Goldkugelkaktus genannt und zählt zu den bekanntesten Kakteen hierzulande.

Ein Kaktus für drinnen und draußen

Praktisch alle Kakteen müssen nicht das ganze Jahr im geschützten Zimmer eingesperrt werden. Sie können sehr wohl bis zum Winter draußen im Garten aufgestellt werden. Den Standort sollten Sie regengeschützt und hell auswählen. Kakteen machen sich positiv auf Ihrer nächsten Wasserabrechnung bemerkbar. Die Wüstengewächse sind sehr genügsam und verbrauchen kaum Wasser. Es genügt, wenn Sie die Kakteen einmal richtig gießen. Danach warten Sie mit der nächsten Wasserfuhre bis sich die Erde oder das Substrat ausgetrocknet anfühlt. Kleine Kakteen müssen öfter gegossen werden als große. Die kommen in der Regel sogar bis zu sechs Wochen ohne Wasser aus. Die kleinen stacheligen Exemplare hingegen sollten einmal pro Woche gewässert werden.
Im Sommer können Sie die Kakteen düngen. Verwenden Sie dazu speziellen Kakteen-Dünger. Den erhalten Sie zum Beispiel bei Amazon. Ab und zu brauchen die Kakteen ein größeres Zuhause. Beim Umtopfen sollten Sie Ihre Hände schützen, etwa mit Handschuhen. Die Stacheln der wehrhaften Pflanzen können nämlich ordentlich zustechen. Und abgebrochene Stacheln können leicht Entzündungen verursachen. Die meisten Kakteen sind nicht Winterfest. Sie können aber im Winter bei normaler Zimmertemperatur stehen bleiben. Allerdings sollte der Standort hell sein. Große Exemplare bekommen im November einen letzten und ordentlichen Wasserschub und brauchen dann erst wieder im Februar gegossen werden.
Bestimmte Arten brauchen eine Winterpause, etwa der Sternkaktus oder der Seeigelkaktus. Bei maximal 14 Grad Celsius sollten sie von November bis Februar/März ohne Wasser ruhen. Ohne Temperaturbegrenzung aber mit Gießpause sollten zum Beispiel der Schlangenkaktus, Parodia oder der Notocactus überwintern.

Winterharte Kakteen

Viele nordamerikanische Kakteen-Arten sind an Kälte gewöhnt und überleben auch unsere Winter. Die meisten der winterharten Pflanzen haben aber eine Abneigung gegen Staunässe. Ein überdachter Standort ist deshalb Pflicht. Zu den Frostfesten Kakteen-Arten gehören unter anderem der Igelsäulen-Kaktus mit dem Namen Echinocereus coccineus oder die Baumopuntie mit dem Namen Opuntia imbricata. Gießen müssen Sie im Garten theoretisch nicht. Nur bei extra langer Trockenheit sollten Sie nachhelfen. Tipp: Im ersten Winter sollten Sie die Kakteen zum Schutz mit Tannenreisig abdecken.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.