Aus dem Filter in den Garten

Tipp fürs Beet: Kaffeesatz als Dünger verwenden

Wenn Ihre Pflanzen plötzlich Blätter verlieren oder sich gelblich verfärben, deutet das meist auf einen Nährstoffmangel hin. Mit Kaffee wirken Sie hier gezielt entgegen. In unserem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Kaffeesatz als Dünger einsetzen.

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Kaffeesatz als Dünger verwenden

Kostenlos und umweltfreundlich: Aufgrund seines hohen Gehaltes an wichtigen Nährstoffen eignet sich Kaffeesatz als Dünger und macht müde Beete wieder munter.

Manche lesen in ihm die Zukunft, andere verwenden ihn als Handwaschpaste für groben Schmutz oder gar als Peeling für die Haut und wiederum andere trinken ihn traditionsgemäß ganz einfach mit – Kaffeesatz ist ein wahres Wundermittel und erweist sich auch im Garten als äußerst nützlich. Viele Hobbygärtner setzen den braunen Sud zum Pflanzenschutz oder als Düngemittel ein. Aber warum eignet sich Kaffeesatz als Dünger? Mit rund zwei Prozent Stickstoff, 0,7 Prozent Kalium und etwa 0,3 Prozent Phosphor beinhaltet das aufgebrühte Pulver wichtige Nährstoffe, die das Wachstum von Pflanzen anregen und Stoffwechselproblemen vorbeugen. Zudem macht das biologische Abfallprodukt den Boden sauer und verändert den pH-Wert auf natürliche Weise. Das kommt insbesondere den Pflanzen zugute, die auf sauren Böden am besten gedeihen.

Wann eignet sich Kaffeesud zum Düngen?

Ob im Freien oder im Wohnzimmer – Kaffee können Sie sowohl im Beet als auch im Topf zum Düngen verwenden. Vor allem Zitrusgewächse, Rosen, Hortensien, Geranien, Azaleen, Rhododendren und Petunien, aber auch Stauden-, klassische Blumenbeete und Fruchtgemüsesorten wie Tomaten, Gurken und Zucchini lieben die braune Masse. In die Erde oder den Komposthaufen eingearbeitet, zieht das koffeinhaltige Pulver nützliche Regenwürmer an, die den Boden auflockern. Ebenso eignet sich der Naturdünger auch ideal zum Mulchen von Zimmerpflanzen. Eine 0,5 Zentimeter dünne Schicht dient zur Schädlingsabwehr und verhindert, dass beispielsweise lästige Trauermücken ihre Eier in die Töpfe legen. Die schlüpfenden Larven könnten die Pflanze auf lange Sicht erheblich schädigen.
Kaffeesatz für Zimmerpflanzen

Auch im Topf erweist sich das braune Pulver als nützlich und kann beispielsweise dabei helfen, Zimmerpflanzen vor Schädlingen zu schützen.

So düngen Sie mit Kaffee

Bevor Sie den Kaffeesatz zum Düngen verwenden, sollten Sie die braune Brühe zunächst abkühlen lassen. Auf keinen Fall heiß auftragen! Außerdem ist es wichtig, dass der Kaffee möglichst trocken ist, denn feuchter Sud regt oft eine schnelle Schimmelbildung an. Am besten mischen Sie die Reste aus dem Filter mit etwas Blumenerde und arbeiten diese mit einer kleinen Harke in den Boden ein. Geringe Mengen können Sie auch mit reichlich Wasser verdünnen und anschließend über Ihre Pflanzen gießen. Wichtig: Niemals die Blätter, sondern ausschließlich den Stamm des Gewächses bewässern. Auch sollten Sie es mit dem Düngen nicht übertreiben und Zimmerpflanzen maximal einmal im Winter und einmal im Frühjahr eine nährstoffreiche Kur aus der Kaffeekanne verabreichen. Freilandgewächse können Sie auch ruhig quartalsweise viermal jährlich düngen. Im Prinzip können Sie den Boden mit Kaffeesatz nicht überdüngen, da die Wirkung im Vergleich zu anderen Düngemitteln eher schwach ist. Auch das enthaltene Koffein tritt in der Regel in so geringen Mengen auf, dass Ihr Boden keinen Schaden nimmt.
Im Großen und Ganzen stellt das Hausmittel eine gute Alternative zu teuren Produkten vom Fachmann dar. Um Ihre Bodenstruktur und das Wachstum im Garten auf lange Sicht nachhaltig zu verbessern, genügt es jedoch nicht, gelegentlich etwas Kaffee auszustreuen oder zu vergießen. Hier sollten Sie dann doch eher zu professionellen Mitteln greifen.

Galerie: Die 8 wichtigsten Düngemittel für den Garten

Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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