Die letzte Ruhestätte für Ihren Hund

Hund im Garten begraben - erlaubt?

Hunde begleiten uns oft über Jahre. Wenn der treue Vierbeiner dann stirbt, ist es nur verständlich, ihm einen würdevollen Abschied zu geben. Am besten in der Nähe im eigenen Garten. Aber ist es erlaubt Ihren Hund im Garten zu begraben?

Datum:
Hund im Garten

Hund im Garten begraben - erlaubt? Schön, wenn der geliebte Vierbeiner seine letzte Ruhe im eigenen Garten findet – vielleicht sogar an seinem Lieblingsplatz.

Je nach Rasse dauert ein Hundeleben ungefähr zwischen 10 und 17 Jahren. Meist endet das Leben des geliebten Vierbeiners dann durch eine Spritze beim Tierarzt. Was folgt, löst bei so manchem Hundebesitzer großes Unbehagen aus. Da ist dann die Rede von Tierkörperbeseitigung und Weiterverarbeitung zu Tiermehl. Verständlicherweise möchte man dieses Schicksal seinem einst treuen Begleiter ersparen. Den eigenen Hund im Garten begraben – erlaubt? Eine häufig gestellte Frage. eGarden erklärt, wann Sie Ihren Hund im Garten begraben dürfen und wann nicht.

Was ist erlaubt und was nicht?

In Deutschland gibt es das nüchtern klingende „Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz“, kurz TierNebG. Darin wir grundsätzlich geregelt, was erlaubt ist und was nicht. In der Regel dürfen Sie Ihren Hund und andere Haustiere in Deutschland im eigenen Garten ganz legal bestatten. Bei kleineren Tieren brauchen Sie dafür keine Genehmigung. Bei größeren Tieren hingegen brauchen Sie die Erlaubnis des zuständigen Veterinäramtes. Da das Gesetz in den verschiedenen Bundesländern teils unterschiedlich angewendet wird, empfiehlt es sich, beim zuständigen Veterinär- oder Ordnungsamt nachzufragen. In der Regel müssen Sie folgende Dinge beachten:
Sie benötigen ein eigenes Grundstück oder die Genehmigung des Vermieters oder Eigentümers. Auf keinen Fall dürfen Sie Ihren Hund in öffentlichen Parks oder Waldstücken beisetzen. Das wäre eine Ordnungswidrigkeit und würde Bußgelder nach sich ziehen. Das Tier darf nicht an einer meldepflichtigen Krankheit verstorben sein und Ihr Garten darf nicht zu einem Wasser- oder Naturschutzgebiet gehören. Das Grab muss ein bis zwei Meter entfernt von öffentlichen Wegen liegen. Das Tier muss mindestens einen halben Meter tief eingegraben und mit reichlich Erde bedeckt werden. Dadurch wird verhindert, dass andere Tiere den Kadaver aufspüren und ausgraben.
Tier-Ruhestaette im Garten

Mit einer liebevoll gestalteten Grabstätte im eigenen Garten schaffen Sie eine Gedenkstätte für Ihren Hund.

Rechtzeitige Vorbereitungen treffen

Wenn Sie sich zu einer Gartenbestattung entschieden haben, dann tun Sie sich selber einen Gefallen, wenn Sie die Bestattung rechtzeitig vorbereiten. Sobald Sie Gewissheit haben und der Termin beim Tierarzt feststeht, sollten Sie die Grabstätte vorbereiten, damit Sie nicht am Trauertag noch zum Spaten greifen müssen. Bevor Sie Ihren Hund begraben sollten Sie ihn in eine Decke oder ein Laken aus Baumwolle wickeln. Auf Folien oder Kunststoffasern sollten Sie verzichten, da diese Materialien schwer verrotten. Oder Sie benutzen einen speziellen Hundesarg.

Alternative Bestattungsmethoden

Auch wenn Sie nur einen kleinen oder gar keinen Garten besitzen, können Sie Ihrem Hund eine würdevolle Bestattung zukommen lassen, etwa auf einem Tierfriedhof. Dort können Sie Ihren Hund begraben lassen. Auch eine Einäscherung ist möglich. Die Asche können Sie anschließend in einer Urne mit nach Hause nehmen.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.