Schön und pflegeleicht

Herbst-Steinbrech: Die Pflanze für (fast) jede Jahreszeit

Der Herbst-Steinbrech hat es nicht leicht in Deutschland. Ihn kennt nämlich kaum einer. Wer diese ganzjährige Pflanze allerdings sein Eigen nennt, möchte sie nie mehr missen. Zeit, das „Oktoberle” bekannt zu machen.

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Herbst-Steinbrech: Die Pflanze für (fast) jede Jahreszeit

Er ist wunderschön und blüht (fast) das ganze Jahr: Der Herbst-Steinbrech.

Nur um Verwechselungen vorzubeugen: Oktoberle wird auch die Siebold-Fetthenne (Sedum sieboldii) genannt. Doch Theresienkraut soll hier nicht das Thema sein. Hier geht es um den Herbst-Steinbrech (Saxifraga cortusifolia var. fortunei), in Deutschland nur wenigen bekannt. Dabei gibt es kaum eine pflegeleichtere Pflanze. Seinen Namen verdankt der Steinbrech seinen kräftigen Wurzeln, die sich mühelos durch feste Erde graben und Steinplatten anheben und zum Bersten bringen. Mehr als 440 verschiedene Gattungen umfasst die aus Japan stammende Pflanze. Allerdings unterscheiden sich die verschiedenen Steinbrech-Gattungen teilweise recht stark voneinander. Nicht alle sind so pflegeleicht wie der Herbst-Steinbrech.

Das Aussehen des Herbst-Steinbrechs

Obwohl der Herbst-Steinbrech eine äußerst robuste Pflanze ist, sieht er sehr filigran aus. Die Blüte besteht aus vielen dünnen, weißen Blütenblättern, welche aus rötlichen Stängeln wachsen. Die Blätter sind dafür recht groß und besitzen eine grünlich bis bräunliche Färbung.
Sollten Sie jetzt Gefallen am Steinbrech bekommen haben, können Sie sich freuen. Denn die 440 Gattungen bieten noch viel mehr Farbvielfalt. Von Rot, über Blau, bis hin zu Schwarz. Allerdings sind nicht alle so robust wie der Herbst-Steinbrech und unterscheiden sich erheblich in Form der Blüten und Blätter.
Herbst-Steinbrech: Die Pflanze für (fast) jede Jahreszeit

Der Herbst-Steinbrech mag es schattig. Unter einem Baum fühlt er sich deshalb sehr wohl.

Wo pflanzt man den Herbst-Steinbrech an?

Wie jede Pflanze mag der Herbst-Steinbrech einen nährstoffreichen Boden. Für ein ideales Wachstum sollte er leicht säuerlich sein. Dies ist allerdings nicht zwingend. Ganz wichtig ist ein schattiger Platz. Direkte Sonne mag der Herbst-Steinbrech nämlich nicht. Deswegen fühlt er sich dort am wohlsten, wo es andere Pflanzen gar nicht nicht mögen: Auf der Nordseite.
Sie können den Herbst-Steinbrech zwar auch im Oktober anpflanzen, allerdings bietet sich eher das Frühjahr an. Das Oktoberle ist eine sehr langsam wachsende Pflanze. Im Winter wird das Wachstum zusätzlich verlangsamt. Durch Teilung lässt sich die Pflanze leicht vermehren, allerdings benötigt sie am Anfang einen torfigen Boden. Achten Sie also auf genügend Torf bei der Vermehrung.
Herbst-Steinbrech: Die Pflanze für (fast) jede Jahreszeit

Der Moossteinbrech gehört zwar zur gleichen Familie, mag es aber eher sonnig. Die Steinbrech-Familie ist vielfältig.

Schönheit das ganze Jahr

Das Wunderbare am Herbst-Steinbrech ist die (fast) ganzjährige Blüte. Während im Oktober alle anderen Pflanzen ihre Blätter fallen und Köpfe hängen lassen, treibt der Herbst-Steinbrech noch einmal richtig aus. Daher kommt eben der verniedlichte Name „Oktoberle”. Blätter verliert das Oktoberle überhaupt nicht, weshalb es zu den immergrünen Pflanzen zählt.
Hier unterscheidet sich der Herbst-Steinbrech übrigens von vielen anderen Gattungen der Saxifragaceae-Familie. Denn nicht alle Steinbrech-Gattungen mögen die kalte Jahreszeit. Der Herbst-Steinbrech blüht allerdings bis zum ersten Bodenfrost, was schon mal bis in den Dezember reichen kann. Sollte der Bodenfrost allerdings da sein und auch bleiben, empfiehlt sich ein Bett aus Tannenreisig. Gedüngt wird die Pflanze im späten Frühjahr.

Verschiedene Sorten Steinbrech

Alexander Scherb

von

Mit Schrebergarten aufgewachsen, wurde mir die Natur in die Wiege gelegt. Von Ahorn bis Zypressen gilt mein Interesse allem was blüht.

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