Heimische Naturmedizin

Heilkräuter: Tipps zu Anbau und Wirkung

Der Gang zum Arzt ist manchmal gar nicht nötig. Mit den richtigen Heilkräutern können Sie sich schnell und effektiv selber helfen. Welche beliebten Heilkräuter Sie besonders gut im eigenen Garten anbauen können, erfahren Sie bei eGarden.

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Frau schnuppert an Kräutern

Frische, aromatische Heilkräuter aus dem eigenen Garten sind besonders gesund.

Das Schöne an Heilkräutern ist, dass Sie sie manchmal schon im Garten haben, ohne es zu wissen. Wildkräuter oder zu unrecht betiteltes Unkraut haben oftmals eine hervorzuhebende positive Wirkung auf den Körper und die Gesundheit. Doch Sie können natürlich nicht davon ausgehen, dass Sie schon das rechte (Un-)Kraut im Garten finden, wenn der Hals juckt oder der Bauch kneift. Dann sind Sie gut beraten, wenn Sie im Voraus eine Vielzahl an Heilkräutern gepflanzt haben. Welche Kräuter nicht nur heilende Kräfte haben, sondern Ihren Garten mit Aussehen und Duft aufwerten, verraten wir Ihnen.

Schön und wirksam: Blumen als Heilkräuter

Der Garten erwacht im Frühjahr zu neuem Leben. Neben Frühblühern recken sich zum Sommer hin die vielen, manchmal vergessenen, mehrjährigen Blumen aus ihrem Tiefschlaf. Ob Gladiolen, Hornveilchen, Lilien oder auch blühende Stauden wie Hortensie und Pfingstrosen – ihre Pracht erfreut Jahr um Jahr. Richtig bunt blühend erscheint Ihr Garten aber erst, wenn Sie einjährige Blumen aussäen. Sie scheinen aufgrund ihrer kurzen Lebensdauer besonders viel von sich zeigen zu wollen und blühen in einer wahren Pracht. Dazu säen Sie am besten eine Schmetterlingsblumenmischung aus. Unter ihnen befindet sich etwa die Ringelblume. Vielen ist sie eher unter dem Namen Calendula bekannt. Die gelben und leuchtend orangen Blüten finden vor allem Verarbeitung in Hautcremes. Selbst angebaut, können Sie aus den Blüten eine Juckreiz lindernde Tinktur für die Haut herstellen. Die Blüten wie Tee zubereiten, Tücher mit der Flüssigkeit tränken und auf wunde Hautstellen oder auch schmerzende Gliedmaßen legen. Auch gegen Menstruationsbeschwerden hilft die Ringelblume, wenn Sie den Tee trinken.

Galerie: Die beliebtesten Heilkräuter im Garten

Lavendel ist ebenfalls eine viel unterschätzte Blüte und kann mehr, als nur die Blattläuse von Ihren Rosen fernzuhalten. Der Grund ist ihr starker Duft. Er wirkt nicht nur beruhigend, sondern kann auch Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit lindern. Dazu nehmen Sie die Blüten, trocknen sie und nähen sie in ein kleines Kissen, dass Sie zu sich ins Bett legen. Da Sie vermutlich nicht auf ein Chemielabor zurückgreifen können, bekommen Sie Cremes mit Lavendel in der Apotheke oder der Drogerie. Diese helfen vor allem bei der Behandlung von entzündeter oder an Neurodermitis erkrankter Haut. Weitere Blumen, die heilende Wirkung haben und hervorragend im Garten Platz finden, sind:
  • Kamillenblüten, bei Magen-Darm-Beschwerden, Fieber, allen Erkältungssymptomen oder auch bei Zahnfleischbluten
  • Angelikablüten, bei Menstruationsbeschwerden, Krämpfen oder Kreislaufschwäche
  • Johanniskraut – Blüte und Blatt, bei depressiver Stimmung und Verdauungsproblemen
  • Löwenzahn – komplette Pflanze nutzbar, bei Blasenentzündung, Rheuma oder Verstopfung
Heilkräuter in Schale

Ob Blume, verschrienes Unkraut oder Küchenkraut: Heilende Kräfte sind fast überall zu finden.

Aromatisch und gesund: Die Heilkräuter der Küche

Mit leckeren Küchenkräutern können Sie viele Speisen wunderbar verfeinern. Doch die kleinen Gewächse haben oft noch andere versteckte Wirkungen. So wirkt Thymian schmerzlindernd und krampflösend. Außerdem sagt man ihm auch eine beruhigende Wirkung nach. Er ist gerade bei Husten und leichten Verdauungsproblemen eine leckere Hilfe. Auch Rosmarin vermag mehr, als nur gut zu riechen. Er hilft vor seiner Blüte gegen Kreislaufschwäche, Erschöpfung, Kopfschmerzen oder auch Unruhe und Nervosität. Das bekannteste unter den Heilkräutern, die auch in der Küche zum Einsatz kommen, ist Salbei. Er schmeckt nicht nur zu Pasta, als Tee aus getrockneten Blättern hilft Salbei gegen Halsschmerzen, Mund- und Rachenentzündungen sowie als Spülung bei Zahnproblemen. Eine weit unterschätzte Wirkung hat Salbei als Mittel gegen Hyperhidrose.

Kultivierung und Anbau von Heilkräutern

Sie haben Gefallen daran gefunden, Heilkräuter selbst anzupflanzen? Kein Problem. Achten Sie bei Blumen wie der Ringelblume immer darauf, dass Sie sie jährlich neu ausäen. Sie sollte sonnig stehen und an einer Stelle im Garten, wo ein reger Flug von Bienen, Schmetterlingen und Hummeln nicht stört. Kräuter wie Thymian oder Rosmarin können Sie in einem kleinen Steingarten oder im Hochbeet anlegen. Hier entscheidet der Platz. Sonne mögen sie in jedem Fall. Haben Sie nicht ganz so viel Platz, eignen sich auch Blumentöpfe – zum Hängen oder zum Stapeln auf einer Blumentreppe. Sogenanntes Unkraut sollten Sie immer mit Vorsicht kultivieren. Gerade Löwenzahn und Kamille müssen Sie regelmäßig ausdünnen, da sie sonst unerwünscht viel Platz im Garten einnehmen.

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