Beerige Früchte für saure Böden

Heidelbeeren pflanzen: Die besten Tipps von Anbau bis Ernte

In der freien Natur wachsen die blauen Beeren in Wäldern und auf Moorwiesen. Doch auch im Garten können Sie Heidelbeeren pflanzen – wenn Sie die Bedürfnisse des Heidekrautgewächses berücksichtigen.

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Strauch mit Blaubeeren

Gesund und vitaminreich: Frisch aus dem eigenen Garten schmecken die kleinen Früchte am besten – wenn Sie unsere Tipps beachten, bevor Sie Ihre Heidelbeeren pflanzen.

Ob als Muffinfüllung, für Marmelade oder ganz einfach nur zum Naschen – saftige Blaubeeren sind bei Groß und Klein gleichermaßen beliebt und zudem sehr gesund. Ursprünglich stammen die Beeren aus Nordamerika. Aus Kreuzungen der Amerikanischen Blaubeere ist mit der Zeit die sogenannte Kultur-Heidelbeere entstanden, die sich auch wunderbar im heimischen Garten anbauen lässt. Wenn Sie Heidelbeeren pflanzen möchten, ist das Frühjahr, unmittelbar nach dem letzten Frost, der ideale Zeitpunkt. Doch der Anbau erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Als nützlicher Helfer dient hier der Schlüter Gartenkalender, denn der hat nicht nur die aktuell praktischsten Tipps parat, er erinnert außerdem an aktuell anfallende Aufgaben, damit Sie die idealen Zeitpunkt nie mehr verpassen.

Heidelbeeren pflanzen: Bodenvorbereitung und Standortbestimmung

Blaubeerpflanzen lieben es sonnig und windgeschützt und gedeihen am besten auf sauren, humosen und nährstoffarmen Sand- oder weichen Lehmböden. Vor der Pflanzung sollten Sie die Erde also weder düngen noch kalken. Stattdessen empfiehlt es sich insbesondere bei nährstoffreichen und lehmigen Gartenböden, die Erde etwas aufzulockern und mit einem Gemisch aus Sand und Laub oder Kompost anzureichern.

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Obwohl Heidelbeeren nicht viele Nährstoffe benötigen, sollten Sie dennoch eine Handvoll Hornspäne unter die Erde mischen, damit dem Heidekrautgewächs auch etwas Stickstoff zum Wachsen zur Verfügung steht. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob sich der pH-Wert Ihres Bodens zum Anbau von Heidelbeeren eignet, können Sie anhand einer Bodenanalyse mittels Teststreifen aus dem Gartencenter oder von Amazon eine Bodenprobe durchführen.

Blaubeeren nicht zu tief einpflanzen

Heidelbeeren sind Flachwurzler, die Sie auf keinen Fall zu tief in den Boden setzen sollten, da die Wurzeln sonst aufgrund von Sauerstoffmangel absterben könnten. Idealerweise graben Sie pro Strauch ein 40 bis 60 Zentimeter tiefes Loch mit einem Durchmesser von etwa einem Meter. Um das Wachstum zu begünstigen, füllen Sie etwas Torf oder ein spezielles Substrat für Rhododendren und Azaleen in das ausgehobene Pflanzloch. Nach dem Einsetzen der Pflanze können Sie zusätzlich verrottetes Pflanzmaterial wie Nadelstreu oder Holzhäcksel auf der Wurzelscheibe ausbreiten, das hält den Boden feucht.
Der obere Teil des Topf- oder Wurzelballens sollte circa zwei Finger breit über den Boden ragen. Drumherum streuen Sie etwas Rindenmulch oder Kompost aus. Wenn Sie mehrere Sträucher anpflanzen möchten, halten Sie zwischen den Gewächsen mindestens einen Abstand von 50 Zentimetern ein, damit diese sich nicht in die Quere kommen.
Anschließend müssen Sie Ihre Pflanzen gut bewässern. Generell sollten Sie den Boden immer feucht halten und regelmäßig dafür sorgen, dass die Erde nicht zu trocken ist. Vor allem an heißen Tagen niemals vergessen, die Beeren zu gießen! Den Rest erledigen Hummeln und Bienen, die die Blüten bestäuben.
Heidelbeeren ernten

Wenn Sie beim Pflanzen alles richtig gemacht haben, können Sie ab Anfang Juli die ersten Beeren von den Sträuchern naschen.

Ab Juli können Sie ernten

Die ersten Früchte können Sie ab Anfang Juli pflücken. Da die Beeren nicht gleichzeitig reifen, können Sie sogar über mehrere Wochen bis in den September hinein ernten. Ihre volle Blütenpracht entfacht die Kulturpflanze allerdings erst nach mehreren Jahren. Bei guter Pflanzenpflege können Heidelbeergewächse sogar bis zu 30 Jahre alt werden. Was noch bei der Obsternte zu beachten ist, finden Sie in unseren eGarden Tipps rund um die Ernte.
Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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