Besenheide: aus eins mach mehr

Heidekraut vermehren – so funktioniert es

Ein Heidebeet mit Sommerheide ist wunderschön. Heidekraut vermehren gelingt Ihnen mit unseren Tipps und etwas gärtnerischem Geschick.

Datum:
Heidekraut vermehren

Heidekraut vermehren – mit Stecklingen oder Absenkern?

Das Heidekraut ist bei uns auch als Besenheide oder Sommerheide bekannt. Der botanische Name lautet Calluna vulgaris. Ein Verwandter des Heidekrauts ist die Winterheide (Erica berbacea). Das kleine Kraut wächst in Deutschland wild auf sandigen Böden wie beispielsweise in der Lüneburger Heide. Sommerheide gibt es in unzähligen Sorten, die sich vom Wildkraut zum Teil erheblich unterscheiden. Heidekraut kaufen Sie in den Farben weiß, rosa und kaminrot. Schön sind Sorten wie "Alba Erecta", "Alportii", "Finale", "Darkness", "Golden Carpet", "Heidelberg" oder "Plena".

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Wann pflanze ich Heidekraut?

Heidekraut pflanzen Sie entweder im Frühjahr oder im frühen Herbst. Heidekraut bevorzugt ein sonniges bis halbschattiges Plätzchen und rohhumusreiche, saure Böden. Eine Bodenanalyse gibt Aufschluss über die Bodenzusammensetzung auf Ihrem Beet. Spendieren Sie dem Besenkraut eine gute Portion Torfmull oder frische Komposterde und etwas organischen Dünger, wie beispielsweise Knochenmehl oder Hornspäne. Decken Sie die Fläche rund um das Heidekraut nach dem Pflanzen mit Rindenmulch ab. Das hemmt potentiell wachsendes Unkraut.

Heidekraut vermehren mit Stecklingen

Heidekraut vermehren Sie am einfachsten mit den Stecklingen der Heide. Dazu brauchen Sie etwas Fingerspitzengefühl. Schneiden Sie die Seitentriebe nicht ab, sondern reißen Sie diese vorsichtig am Wurzelansatz ab. So bleibt ein Stück Rindenzunge am Steckling. Diese unterstützt mit ihren Wachstumshormonen den Steckling beim Wurzelschlagen. Optimal ist eine Stecklingslänge von fünf bis acht Zentimetern. Achten Sie darauf, dass Sie den Steckling direkt vom Haupttrieb abreißen und der Steckling keine Blüten und Knospen trägt.
Zum Vermehren von Heidekraut ist im Juli die beste Zeit. Pflanzen Sie den Heidekrautnachwuchs in eine Pflanzschale und geben Sie einen licht- und luftdurchsichtigen Deckel darauf. Als Substrat bevorzugen die kleinen Stecklinge eine Mischung aus Sand, Torf und Moorbeeterde. Halten Sie die Kinderstube in den nächsten Wochen gut feucht. Am besten Sie verwenden zum Gießen Wasser aus der Regentonne. Haben sich nach drei Wochen Wurzeln gebildet, entfernen Sie den Deckel wieder.

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Heidekraut vermehren mit Absenkern

Sie vermehren Heidekraut auch mit Hilfe von Absenkern. Denn mit etwas Glück bilden sich an Ihrem Heidekraut aus eigenem Antrieb sogenannte Absenker. In diesem Fall sucht ein Trieb den Weg nach unten und wurzelt. Hat dieser Absenker eine gewisse Größe erreicht, trennen Sie ihn einfach von der Mutterpflanze.
Wem das zu lange dauert, der erzeugt künstliche Absenker. Einfach blüten- und knospenfreie Seitentriebe oben anritzen, mit dem Kopf in den Boden stecken und abwarten, bis diese wurzeln. Wer möchte, fixiert den künstlichen Absenker vorsichtig mit einem Draht.

Lohnt es sich, Heidekraut auszusäen?

Geduldige Gärtner säen Heidekraut aus. Die Pflanzen benötigen allerdings mehrere Jahre, bis sie eine gewisse Größe erreicht haben. Die Aussaat von Heidekraut erfolgt von Ende März bis Anfang Mai. Halten Sie die Samen feucht und decken Sie diese nicht ab, denn Besenheide ist ein Lichtkeimer.

Wie pflege ich Heidekraut?

Während bei der wilden Verwandschaft in der Lüneburger Heide die Schafe die Pflege übernahmen (düngen, auslichten), ist das im Garten Ihre ehrenvolle Aufgabe. Heidekraut ist jedoch ziemlich pflegeleicht. Schneiden Sie Heidekraut mit einer Gartenschere (zum Beispiel der Felco 2) alle ein bis zwei Jahre im Frühjahr vor dem Austrieb und im Herbst nach der Blütezeit nicht zu radikal zurück. Denn verholztes Kraut treibt in seltenen Fällen neu aus. Bleiben Sie beim Schneiden also im grünen, benadelten Bereich. Entfernen Sie im Herbst heruntergefallenes Laub, Ihr Heidekraut bekommt sonst keine Luft.

Mit welchen Pflanzen kombiniere ich Heidekraut?

Die Sommerheide kombinieren Sie je nach Geschmack zum Beispiel mit Grasnelken, Königskerzen oder Ginster. Auch neben Rhododendren, Azaleen und anderen Moorbeetpflanzen setzt Ihr Heidekraut schöne farbliche Akzente.

Gartenschere

Silke Orth

von

Das Paradies kann warten – ich bin im Garten.