Da haben Sie den wilden Spinat!

Guter Heinrich – Pflanze mit heilenden Kräften

Guter Heinrich ist eine essbare Wildpflanze. Der wilde Spinat ist nicht nur lecker, sondern besitzt auch Heilkräfte. eGarden verrät, wie Sie den Guten Heinrich im Garten erfolgreich anbauen.

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Guter Heinrich

Guter Heinrich – die essbare Pflanze ist bei vielen in Vergessenheit geraten.

Der Gute Heinrich (botanischer Name Chenopodium bonus-henricus) ist ein essbares Wildgemüse aus der Familie der Gänsefuß-Gewächse. Die uralte Gemüsesorte wächst in der freien Wildbahn ebenso gut wie im eigenen Gemüsebeet. Guter Heinrich ähnelt in Geschmack und Aussehen grünem Spinat. Er schmeckt allerdings etwas würziger und herber. Seinen Namen verdankt der Gute Heinrich den ihm nachgesagten Heilkräften. Weitere klangvolle Pseudonyme sind Allgut, Gänsefuß, Heinerli, Mehlkraut, wilder Spinat oder Wundkraut. Im englischen Sprachraum trägt er den Namen "Good King Henry". Das widerstandsfähige Gemüse gedeiht am besten in der Sonne oder im Halbschatten.

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Wie baue ich Guten Heinrich an?

Guter Heinrich ist ein sehr pflegeleichtes, winterhartes Gemüse. Er bevorzugt sandige Böden und eignet sich sogar als Balkongemüse. Wer ihn rechtzeitig aus- und nachsät, erntet fast die ganze Gartensaison hindurch die frischen Blätter. Neben den jungen Blättern sind ab dem zweiten Anbaujahr auch die Stängel des Guten Heinrich essbar. Häufeln Sie diese im Frühjahr an. Die Fruchtfolge ist beim Guten Heinrich nahezu vernachlässigbar. Der Schwachzehrer hält sich bis zu fünf Jahre im gleichen Beet, wenn Sie ihm ab und zu eine gute Portion Kuhdung an seinen Wurzeln unterheben. Im Frühjahr verträgt er etwas Stickstoff. Erst im Jahr 6 freut sich der Gute Heinrich über ein neues Plätzchen im Garten. Schädlingsbefall ist beim Wundkraut nicht bekannt.
Guter Heinrich – Anbautipps
  • Aussaat ab Mitte März (Frostkeimung)
  • Pflänzchen nach Keimen vereinzeln
  • Reihenabstand 30 Zentimeter
  • Regelmäßiger Rückschnitt fördert das Wachstum
  • Zweite Aussaat im Herbst

Wie ernte und vermehre ich Guten Heinrich?

Der wilde Spinat hat eine Wuchshöhe von bis zu 60 Zentimetern. Er ist – je nach Witterung – nach etwa 10 Wochen reif zum Verzehr. Verarbeiten Sie die Blätter nach der Ernte möglichst sofort, denn sie verwelken schnell. Das Gemüse frieren Sie zudem problemlos in größeren Mengen ein. Sie vermehren ihn systematisch, indem Sie alte Stauden teilen oder Samen entnehmen. Der Gänsefuß sät sich allerdings genauso gerne selbst aus.

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Welche Wirkung hat der Gute Heinrich?

Guter Heinrich ist reich an Inhaltsstoffen. Er enthält beispielsweise Vitamin C und Mineralstoffe wie Eisen. Nach Meinung von Heilpraktikern hat der gute Heinrich verschiedene positive Effekte auf den Körper. Er wirkt:
  • abführend
  • blutreinigend
  • wundheilend
  • entzündungshemmend

Rezepte Guter Heinrich

Der Gute Heinrich ist in der Küche vielseitig einsetzbar. Ernten Sie bevorzugt junge Blätter. Ältere Blätter sind bitter, denn diese enthalten – ähnlich wie Rhabarber – verstärkt Oxalsäure. Diese löst bei übermäßigem Verzehr Kopfschmerzen und Übelkeit aus. Außerdem reichern ältere Blätter mit der Zeit Nitrat an. Menschen mit Gicht oder Nierenbeschwerden essen deshalb besser keinen wilden Spinat.
  • Blättchen: Junge Blätter und Sprossen mischen Sie einfach anderen Salaten bei. Gute Dressings finden Sie hier. Alternativ bereiten Sie die Blätter wie Spinat mit etwas Butter und Zwiebeln zu oder geben die Blätter in einen grünen Smoothie.
  • Stängel: Die Stängel und dickeren Triebe des Guten Heinrich bereiten Sie wie Spargel zu.
  • Blüten: Frische Blütenknospen schmecken lecker im Salat. Auch gedünstet sind sie gesund und schmackhaft.

Rezept Guter-Heinrich-Tee

Geben Sie drei Teelöffel frische Blätter in eine Tasse mit kochendem Wasser. Nach fünf Minuten seihen Sie die Blätter ab und genießen den Tee. Als Kur trinken Sie zweimal am Tag eine Tasse.

Guter Heinrich Saatgut

Silke Orth

von

Das Paradies kann warten – ich bin im Garten.