(Saure) Gurkenzeit

Gurken anbauen: Tipps für eine ertragreiche Gurkenernte

Sie lieben Salatgurken, Schlangengurken oder Einlegegurken für Cornichons? Hier sind die besten Tipps zum Gurken-Anbauen im Freiland.

Datum:
Gurken anbauen

Gurken anbauen, pflegen und erfolgreich ernten im Freiland.

Gurken sind gesund und lecker. Vor allem in ihrer Schale stecken viele Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem enthalten sie kaum Kalorien, schließlich bestehen Gurken zu 95 Prozent aus Wasser. Erfolgreich Gurken anbauen ist nicht schwer, wenn Sie ein paar Tipps beherzigen. Denn Gurken sind witterungsempfindliche Pflanzen. Sie benötigen im Beet ein angenehmes Kleinklima. Wind und Kälte mögen sie überhaupt nicht. Gurken bevorzugen trockenes, warmes Wetter. Ein guter Windschutz und Beetpartner in der Mischkultur sind beispielsweise Mais, Puffbohnen, Salat oder Kohlrabi.

Galerie: Die 8 wichtigsten Düngemittel für den Garten

Gurken anbauen im Freiland

  • Bodenvorbereitung: Gurken bevorzugen sandige, humusreiche Lehmböden. Auf verkrusteten Böden, in denen sich die Feuchtigkeit staut, gedeihen Gurkenpflanzen nur schlecht. Bereiten Sie deshalb den Boden gut vor, bevor Sie Gurken anpflanzen. Mischen Sie schlechten, ausgezehrten Böden eine große Portion organischen Dünger unter. Das durchlüftet den Boden und fördert das Wachstum von Gurken.
  • Fruchtfolge: Gurkenpflanzen sind Starkzehrer. Beachten Sie deshalb die Regeln der Fruchtfolge und pflanzen Sie Gurken nicht mehrere Jahre in Folge auf dem gleichen Beet an. Ein Gründünger oder Salat als Vorfrucht fördert das Wachstum von Gurken.
  • Aussaattermin: Gurken säen Sie im Freiland nach den Eisheiligen frühestens ab Mitte Mai, wenn die Bodentemperaturen nicht unter 12 Grad Celsius sinken. In kälteren Böden keimen die Samen nicht. Decken Sie die ausgesäten Samen und Jungpflanzen nachts mit einer Pflanzenschutzhaube oder einem Folienzelt ab. Das beschleunigt die Keimung und die jungen Gurken frieren nicht. Fertige Gurkenpflanzen kaufen Sie ebenfalls erst ab Mitte Mai im Fachhandel und pflanzen diese in 30 Zentimeter Abstand. Wer ein Frühbeet oder Gewächshaus sein eigen nennt, der kultiviert seine Gurkenpflanzen vor und erntet wesentlich früher die reifen Früchte. Schwarzer Mulchvlies oder Rindenmulch auf dem Beet wärmt den Boden um bis zu vier Grad Celsius und hält die Feuchtigkeit im Boden. Das beflügelt das Wachstum Ihrer Gurkenpflanzen und sorgt für höhere Erträge. Wer von Gurken nicht genug bekommt, pflanzt Ende Juni bis Anfang Juli die zweite Schicht Gurkenpflanzen an.
  • Bewässerung: Gießen Sie Gurken mit vorgewärmtem Wasser, zum Beispiel aus der Regentonne. Zu wenig Wasser macht Gurken bitter.
  • Gurken düngen: Tragen die Gurkenpflanzen Früchte, düngen Sie diese regelmäßig alle zwei Wochen mit Stallmist, Hornspänen oder Brennesseljauche.

Welche Gurkensorten eignen sich für den Freilandanbau am besten?

Es gibt Salatgurken (auch Schlangengurken) und Einlegegurken. Viele Salatgurken gedeihen nur im Gewächshaus. Achten Sie beim Kauf auf die Freilandtauglichkeit der Gurkensorte. Einige Gurkensorten wachsen als niedrige Büsche. Andere Gurkensorten sind Kletterpflanzen. Diese erreichen eine Höhe von bis zu drei Metern und benötigen eine Gurken-Rankhilfe. Gegen Mehltau resistentes Saatgut schützt vor lästigem Pilzbefall.
  • Hybridsorten: Wer Gurken gerne eingelegt genießt, kauft sich ertragreiche Hybrid-Gurkensamen. Hybridsorten wachsen sehr schnell. Sie verlangen viel Aufmerksamkeit und brauchen einen Gärtner, der die Früchte regelmäßig aberntet, da zu dicke Gurken weder als eingelegte Gurke noch als Salatgurke schmecken.
  • Salatgurken: Als Salatgurke im Freiland pflanzen Sie am besten kleine, glattschalige oder stachelige Landgurken an.
  • Senfgurken: Senfgurken (auch Schälgurken) wachsen walzenförmig und entwickeln ein sehr dickes Fruchtfleisch. Sie ernten Senfgurken, wenn diese nach drei Monaten eine gelbe Farbe annehmen. Vorher schmecken Schälgurken auch gut im Salat.

Saatgut Gurken

Silke Orth

von

Das Paradies kann warten – ich bin im Garten.