Bio-Kur für Ihren Boden

Der richtige Gründünger für jede Jahreszeit

Gründünger erhöht den Humusgehalt im Boden und lockert ihn auf. Einige schützen zusätzlich vor Schädlingen und reichern den Boden mit Nährstoffen an.

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Gründünger Bienenfreund

Nektar to go gibt es beim Gründünger „Bienenfreund“ für Insekten und Bienen.

Eine Gründüngung auf dem Beet hat zahlreiche Vorteile. Sie verbessert den Boden und bereitet ihn auf die nächste Bepflanzung vor. Sie spielt deshalb bei der Fruchtfolge in einer Mischkultur eine zentrale Rolle. Außerdem spendet der Gründünger Schatten und schützt vor dem Austrocknen. Doch damit nicht genug: Er ist ein guter Unkrautunterdrücker, da Wildkräuter schwerer anwachsen. Doch nicht alle Gründüngerarten und -rmischungen eignen sich gleichermaßen für jeden Boden und für jede Jahreszeit. Einige dienen besser als Vorfrucht, andere passen eher als Nachfrucht aufs abgeerntete Beet. eGarden verrät Ihnen, wie Sie den optimalen Gründünger für Ihren Garten finden.

Galerie: Die 8 wichtigsten Düngemittel für den Garten

Warum braucht der Boden Gründünger?

Gründüngerpflanzen führen dem Boden eine frische Humusschicht und Nährstoffe zu. Verrottende Wurzeln bestehen als feine Kanäle im Boden weiter. So gelangt Luft in tiefere Bodenschichten und das Wasser fließt wieder ab. Einige Gründüngerarten konservieren für die Folgekultur Stickstoff im Boden und schützen vor bestimmten Krankheiten und Schädlingen. Junges Gemüse wurzelt leichter. Er ist zudem ein prima Bodendecker. Seine Blätter schützen und beschatten den ansonsten offenen Boden.
Gleichzeitig lockert Gründünger die unteren Bodenschichten und verbessert die Bodenqualität. Die Bodenerosion wird verringert und leichte Böden speichern besser Wasser. Schwere Böden nehmen ebenfalls besser Wasser auf, weil er sie durchlässiger macht.

Welche Gründüngerarten gibt es?

Es gibt viele verschiedene Gründüngerarten mit unterschiedlicher Wurzeltiefe. Sonnenblumen lockern den Boden beispielsweise bis in drei Meter Tiefe auf. Auch der nicht winterharte Buchweizen wurzelt tief und löst Verdichtungen im Boden. Lupinen eignen sich besonders gut für leichte Böden. Erbsen stellen dagegen für jeden Boden einen Gewinn dar.
Viele Gründüngersorten wie Gelbsenf, Studentenblumen und Ölrettich sind gute Schädlingsbekämpfer. Sie helfen zum Beispiel bei Nematoden (Fadenwürmern). Das Deutsche Weidelgras setzen Sie bei Rettichschwärze und dem Befall mit Kohlhernie ein. Blühender Steinklee vertreibt sogar lästige Wühlmäuse.
Esparsette, Lupinen, Sommerwicken und Perserklee produzieren Gratis-Dünger. Sie nehmen den Pflanzennährstoff Stickstoff aus der Luft auf, verarbeiten ihn und speichern ihn für die Nachfolger in winzigen Knöllchen an ihren Wurzeln. Nach dem Absterben der Pflanze steht der Stickstoff für die nächste Generation im Boden zur Verfügung.
Einige Gründünger sind winterhart, andere gedeihen nur in frostfreien Zeiten. Je nach Jahreszeit und Zweck kommt ein anderer Gründünger für Ihren Boden infrage. Wenn Sie wissen wollen, wie Ihr Boden beschaffen ist, machen Sie eine Bodenanalyse.

Welcher Gründünger ist frosthart?

Diese Gründüngersorten sind winterhart: Deutsches Weidelgras, Esparsette, Feldsalat, Inkarnatklee, Landsberger Gemenge, Luzerne, Spinat, Steinklee, Winterraps, Winterroggen, Winterwicke.

Welcher Gründünger ist nicht frosthart?

Diese Gründüngersorten sind nicht frosthart: Bienenfreund, Buchweizen, Gelbsenf (Weißer Senf), Lupinen, Ölrettich, Perserklee, Ringelblumen, Seradella, Sommerwicken, Sonnenblumen, Studentenblumen.

Wie und wann pflanze ich Gründünger?

Gründünger säen Sie von März bis Oktober. Alten Gründünger und Pflanzenreste entfernen Sie vor der Aussaat. Niedrigere Gründüngerarten graben sie einfach unter. Die verwesende Biomasse führt dem Boden zusätzlichen Humus zu. Dann einfach die neuen Samen breit aussäen. Wenn Sie möchten, fixieren Sie die Aussaat mit einer Rasenwalze. Wenn Sie neues Gemüse pflanzen wollen, schneiden Sie den Gründünger einfach ab und geben ihn auf den Kompost.
Hier ein paar bewährte Sorten für jede Jahreszeit:
  • Frühjahr: Ackerbohne, Phacelia, Senf, Spinat
  • Frühsommer/Sommer: Ackerbohne, Alexandrinerklee, Perserklee, Phacelia, Rotenburger Combigemenge, Senf, Spinat
  • Sommer/Herbst: Lupinen, Ölrettich, Perserklee, Phacelia, Platterbsen, Senf, Sommerwicken
  • Herbst/Winter: Landsberger Gemenge, Winterraps, Winterrübe, Zottelwicke

Was sind die Nachteile von Gründünger?

Gründünger hat nicht nur Vorteile. Die Samen von blühendem Gründünger haben leider die Neigung, sich überall im Garten auszubreiten. Da hilft dann nur noch ein guter Unkrautstecher.
Silke Orth

von

Das Paradies kann warten – ich bin im Garten.