Giersch bekämpfen

7 Tipps, wie Sie Giersch schnell wieder loswerden

„Wie werde ich Giersch wieder los?“ fragen sich viele Gärtner verzweifelt. eGarden verrät 7 wirksame Tipps gegen das hartnäckige Wildkraut.

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Giersch bekämpfen

Giersch bekämpfen ist schwer. Denn die Pflanze ist ein sehr hartnäckiges Wildkraut.

Giersch (Fachwort Aegopodium podagraria) ist in vielen Gärten eine echte Plage. Das hartnäckige Wildkraut wird bis zu einem Meter hoch und bringt viele Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner zur Verzweiflung. Giersch belegt neben der Ackerwinde und dem Ackerschachtelhalm die Top 3 der unerwünschten Wildkräuter im Garten. Denn dieser Angehörige der Doldenblütler pflanzt sich nicht nur rasant über seinen Samen, sondern auch noch still und heimlich über seine Kriechtriebe fort. eGarden verrät, wie Sie Giersch loswerden – und zwar mit ganz einfachen Mitteln.

Giersch bekämpfen – so geht´s

1. Rasen mähen
Giersch vermehrt sich im Rasen vor allem eine Etage tiefer – nämlich über seine Kriechwurzeln. Mähen Sie Ihren Rasen deshalb regelmäßig oder schicken Sie einen Mähroboter auf die Wiese. Das raubt der Pflanze die Blätter, über die sie Nährstoffe aufnimmt und einlagert. Der Giersch wird sich als echter Parasit natürlich nicht sofort aus Ihrem Rasen verabschieden, aber mit etwas Geduld dämmen Sie den Wuchs langfristig etwas ein. Lesen Sie hier, für wen sich die Anschaffung eines Mähroboters lohnt.
2. Giersch abhacken
Wo Sie nicht regelmäßig mähen, hacken Sie Giersch einfach auf Bodenhöhe ab. Das schwächt die Pflanze und schafft erste Lücken im hartnäckigen Pflanzenteppich. Bewahren Sie bitte Geduld: Giersch ist ein sehr hartnäckiges Wildkraut. Es treibt selbst nach langer Zeit an vermeintlich gerodeten Stellen wieder mit voller Kraft aus.
3. Wurzeln ziehen
Einmal den mit Giersch überwucherten Boden umgraben hilft nicht. Giersch entfernen Sie in befallenen Gartenbereichen am besten, indem Sie das Unkraut bei der Wurzel packen. Nutzen sie dazu eine Grabegabel, Handgabel oder einen rückenfreundlichen Unkrautstecher. Stechen Sie vorsichtig im Bereich der Gierschwurzel in den Boden und ziehen Sie danach so viel des elfenbeinfarbenen Kriechtriebes wie möglich aus der Erde. Nicht vergessen: Aus jedem kleinen Wurzelstück treiben sonst neue Triebe. Sorgfalt ist angesagt. Die Grabe-Technik lockert zusätzlich Ihren Boden, ohne die Bodenstruktur zu zerstören. Entsorgen Sie die unliebsamen Gierschwurzeln im Hausmüll und nicht auf dem Kompost. Sonst treiben die Gierschwurzeln womöglich in Ihrem Kompost erneut aus.
4. Wurzelsperre einbauen
Giersch breitet sich wie gesagt hemmungslos über seine Wurzeln aus. Besonders gerne lebt Giersch im lichten Schatten von Gehölzen und Stauden. Von dort verbreitet sich die Pflanze über die Wurzelausläufer in den Rasen oder ins Beet. Hier hilft die Installation einer Wurzelsperre (auch Rhizomsperre). Eine Wurzelsperre gegen Giersch graben Sie mindestens 60 Zentimeter tief in den Boden ein.
5. Unkrautvlies auslegen und mulchen
Machen Sie Giersch den Garaus, indem Sie in unbepflanzten Bereichen im Beet oder unter Sträuchern Unkrautvlies auslegen und darauf Mulch ausbringen. Ohne Licht und Wasser entziehen Sie der Pflanze ihre Nahrung. Erdbeeren oder Sträucher wachsen dort, indem Sie einfach ein Loch in das Vlies schneiden und gewünschten Pflänzchen einsetzen. Diese Ausdunklungs-Technik ist allerdings nur bei wenig bewachsenen Böden erfolgreich. Zwischen Gehölzen kämpft sich Giersch zwischen deren Wurzeln nach oben. Und das erschwert das Unkrautzupfen empfindlich.
6. Friedliches Miteinander leben
Machen Sie sich nichts vor: Es wird Ihnen gelingen, den Giersch einzudämmen, ganz raus bekommen Sie ihn nie. Da hilft – ähnlich wie bei Wühlmäusen – nur etwas Gelassenheit. Schließlich hat jedes Lebewesen und jede Pflanze auf der Welt eine eigene Daseinsberechtigung. Verzichten Sie bitte auf Unkrautvernichter, die bekommen Ihnen und der Flora und Fauna in Ihrem Garten nicht und den hartnäckigen Giersch tricksen Sie damit sowieso nicht aus.
7. Heilkraut Giersch einfach als Superfood nutzen
Superfood Wildkräuter

Wildkräuter: Vergessenes Superfood aus dem heimischen Garten.

Freunden Sie sich mit Giersch an. Giersch ist ein jahrhundertealtes Heilmittel. Die Volksmedizin schätzt Giersch schon seit langer Zeit gegen Rheuma und Gicht. Und Köche verwenden das unterschätzte Superfood in der Küche zur Zubereitung von Salaten, Pestos oder Suppen.

Unkrautvlies

Silke Orth

von

Das Paradies kann warten – ich bin im Garten.