Naschgarten für zu Hause

Gemüsebeet anlegen: Die besten Tipps

Ein heimischer Nutzgarten liefert nicht nur leckeres Gemüse, sondern ist zugleich eine dekorative Augenweide. eGarden sagt Ihnen, wie Sie selbst ein Gemüsebeet anlegen können und welche Pflanzen sich am besten miteinander verstehen.

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Gemüsebeet anlegen

Sie möchten ein Gemüsebeet anlegen? Dann achten Sie am besten darauf, dass sich die benachbarten Pflanzen auch gut miteinander vertragen.

Jedes Jahr im April, spätestens aber nach den Eisheiligen im Mai haben Gemüsepflanzen Hochsaison. Selbst geerntet schmecken Zwiebeln, Kartoffeln, Radieschen und Möhren immer am besten – zumindest bei einem richtigen Anbau. Wenn auch Sie ein ertragreiches Gemüsebeet anlegen möchten, finden Sie in unserem Ratgeber nützliche Tipps rund ums Anpflanzen.

Mit Sense und Fräse: Den Boden vorbereiten

Wenn Sie zum ersten Mal ein Gemüsebeet anlegen, müssen Sie zunächst den Boden bearbeiten. Suchen Sie sich hierzu ein möglichst sonniges Plätzchen aus, da die Pflanzen viel Licht benötigen. Entfernen Sie dann mit einer Motorsense das ganze Gestrüpp und greifen anschließend zu einer Bodenfräse, um tiefer in das Erdreich eindringen zu können – das geht deutlich schneller und einfacher als mit Hacke und Schaufel. Mit einer Harke kehren Sie schließlich die Pflanzenreste zusammen und bestreuen den umgegrabenen Boden mit etwas Steinmehl und Kompost. Damit Sie den aufgelockerten Boden nicht gleich wieder festtreten, ist es ratsam, vor dem Säen ein paar Bretter oder Pflastersteine als Gehweg entlang des Beetes auszulegen, die zugleich dabei helfen, die einzelnen Pflanzreihen grob einzuteilen. Wenn Sie ein größeres Beet anlegen, muss der Weg etwa 50 Zentimeter breit sein, damit Sie auch problemlos mit einer Schubkarre durchfahren können.
Mischkulturen pflanzen

Legen Sie am besten immer Mischkulturen an, indem Sie beispielsweise ein paar Kräuter zwischen die Pflanzen setzen.

Der Mix macht’s: Auf Mischkulturen setzen

Das Beste, was Sie beim Anbau eines Gemüsebeetes machen können, ist eine sogenannte Mischkultur anzulegen. Eine bunte Mischung aus Gemüse, Salat, Kräutern und Blumen ist nicht nur ein echter Hingucker, sondern sorgt auch dafür, dass weniger Krankheiten und Parasiten wie Blattläuse auftreten. Die Gewächse schützen sich gewissermaßen gegenseitig vor einem Schädlingsbefall und gewährleisten ein Optimum an ökologischem Pflanzenschutz. Das lockt nicht zuletzt auch mehr Insekten an, die Ihre Blüten bestäuben. Auch in kleinen Beeten können Sie problemlos mehrere unterschiedliche Kulturen anbauen, allerdings vertragen sich nicht alle Sorten miteinander.

Galerie: Die beliebtesten Gemüsepflanzen für den Garten

Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn

Beim Anlegen von Mischkulturen ist es wichtig, von vornherein darauf zu achten, ob die Kulturen miteinander harmonieren oder nicht, ansonsten konkurrieren die Gewächse um die im Boden enthaltenen Nährstoffe und schränken sich gegenseitig in ihrem Wachstum ein. Neben dem Nährstoffbedarf spielen auch die Wurzelausscheidungen und versprühten Düfte des jeweiligen Nachbarn eine wichtige Rolle für eine fruchtbare Nachbarschaft. Kräuter- und Würzpflanzen ergänzen sich nicht nur wunderbar mit Gemüsesorten, sondern schützen aufgrund des intensiven Geruchs auch vor Schädlingen und geben Ihrem Gemüse zum Teil sogar ein schöneres Aroma. So passen Kartoffeln ideal zu Koriander, Karotten harmonieren perfekt mit Petersilie und Dill, Tomaten vertragen sich gut mit Basilikum, Erbsen mit Fenchel und Zwiebeln mit Bohnenkraut. Tipp: Wenn Sie am äußeren Rand eine möglichst dichte Reihe Lavendel anpflanzen, halten Sie Schnecken und Blattläuse auf Distanz. Ebenso gut können Sie Nutz- und Zierpflanzen miteinander kombinieren. Schnittlauch wächst ideal im Rosenbeet und schützt die Blumen zugleich vor einem Pilzbefall. Ringelblumen verhindern, dass sich an Ihren Salatköpfen Schnecken ansiedeln.

Galerie: Schwarze Tomaten und gelbe Gurken selbst anbauen

Stellen Sie die einzelnen Sorten vor dem Einpflanzen zunächst in das Beet und verschaffen sich einen Überblick. So können Sie Ihre Kulturen unter Berücksichtigung der Verträglichkeit untereinander nach Belieben variieren. Beim Einpflanzen sollten Sie immer ca. 30 Zentimeter Abstand zum nächsten Nachbarn lassen. Pflanzenwurzeln sollten Sie vor dem Setzen in Wasser tränken, damit sich die Gewächse ideal mit dem Boden verbinden.
In unserer obigen Bildergalerie stellen wir Ihnen die beliebtesten Gemüsepflanzen für den Garten vor und sagen, mit welchen Nachbarn sie sich am besten vertragen.
Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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