Handarbeit

Mit diesen Gartenhandschuhen haben Sie alles fest im Griff

Gute Gartenhandschuhe sind nicht teuer. eGarden verrät, worauf es beim Kauf ankommt und stellt geeignete Exemplare vor.

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Gartenhandschuh

Schick allein reicht nicht. Gute Gartenschuhe müssen schließlich einiges aushalten.

Dornige Sträucher, feuchte Erde, raue Rinde. Gute Gartenhandschuhe halten einiges aus. Schließlich sind sie das ganze Jahr hindurch im gärtnerischen Dauereinsatz. Doch nicht jeder Handschuh eignet sich für jede Arbeit. Robuste Gartenhandschuhe aus Leder sind beim Umtopfen sensibler Jungpflanzen genauso unangebracht wie wasserdichte Latex-Handschuhe beim Zurückschneiden von Rosen. Lesen Sie hier, welche Gartenhandschuhe sich für welche Gartenarbeiten besonders gut eignen und welche Kriterien ein guter Gartenhandschuh erfüllt.

Galerie: 12 beliebte Gartenhandschuhe

Checkliste Gartenhandschuhe: Was muss ich beachten?

Je nachdem, in welcher Jahreszeit Sie arbeiten und was Sie vorhaben, benötigen Sie Gartenhandschuhe, die Ihre Hände schützen, aber auch genügend Bewegungsfreit bieten.

Sicherer und bequemer Halt

Gartenhandschuhe dürfen nicht zu eng und nicht zu locker sitzen. Wenn Sie mit Gartengeräten wie einer Säge oder Axt arbeiten, sind Gartenhandschuhe mit schlechter Passform sogar gefährlich. Fast alle Hersteller bieten ihre Modelle in mehreren Größen an. Probieren Sie neue Gartenhandschuhe vor dem Kauf aus. Gute Arbeitshandschuhe scheuern oder drücken nicht. Besonders grifffest sind Handschuhe mit Noppen an den Handflächen. Gepolsterte Gartenhandschuhe schenken zwar etwas weniger Halt, aber sie schützen beim Laubrechen oder Heckenschneiden vor Schwielen und Blasen.

Gutes Finger(spitzen)gefühl

Bei vielen gärtnerischen Tätigkeiten ist Fingerspitzengefühl gefragt. Klobige Arbeitshandschuhe mit dicken Nähten eignen sich zwar gut fürs Baumfällen, aber nicht zum Pikieren. Besonders zweckmäßig für die Feinarbeit im Garten sind Gartenhandschuhe mit leicht verstärkten Fingerspitzen. Sie sind zwar nicht unendlich strapazierfähig. Doch sie schützen zuverlässig vor Verletzungen, Schmutz und Nässe. Zudem bleibt das Fingerspitzengefühl bei Materialien wie Latex erhalten. Wer allergisch auf Latex ist, kann Gartenhandschuhe aus Nitril ausprobieren. Nitril-Gartenhandschuhe sind außerdem robuster.

Atmungsaktives Material

Atmungsaktive Gartenhandschuhe sind an der Handinnenfläche meist mit Latex oder Nitril beschichtet. Am Handrücken bestehen sie aus luftdurchlässigem Material. Mit ihnen reißen Sie problemlos Brennnesseln aus, ohne dass Ihre Hände ins Schwitzen geraten. Einige Modelle sind waschmaschinenfest.

Schutz vor Dornen

Gartenhandschuhe aus Leder zählen zu den robustesten Arbeitshandschuhen. Leder-Gartenhandschuhe eignen sich nicht nur fürs Beschneiden von Rosen. Auch für den Baumschnitt oder beim Verlegen von Steinplatten sind sie ideale Gartenhelfer. Hochwertige englische Gartenhandschuhe aus Ziegenleder tragen sich besonders geschmeidig. Für die Arbeit mit Rosen gibt es spezielle Rosen-Gartenhandschuhe. Einige Rosenhandschuhe haben zum Schutz gegen Dornen extra lange Stulpen. Sie gehen bis über die Ellenbogen. Gartenhandschuhe für Rosen sind an empfindlichen Partien wie den Fingerkuppen oder den Handflächen zusätzlich mit Leder verstärkt.

Schutz vor Nässe

Wirklich wasserfeste Gartenhandschuhe haben ein Problem. Sie sind in beide Richtungen wasserdicht. Sie lassen Feuchtigkeit also nicht rein und nicht raus. Die Folge: schwitzende Hände. Bei Gartenhandschuhen aus atmungsaktivem Textilgewebe ist der hundertprozentige Nässeschutz naturgemäß nicht gegeben. Für die Arbeit am Gartenteich gibt es spezielle Wasserhandschuhe, die außen mit griffigem Latex beschichtet sind. Trocken und warm bleiben Ihre Hände mit Teichhandschuhen aus Neopren.

Reißfestigkeit

Die schönsten Handschuhe nützen nichts, wenn nach einmaligem Gebrauch die Nähte platzen. Auch wenn Sie kein Gartenhandschuh-Tester sind, ahnen Sie vermutlich, dass Billigware aus schlechteren Materialien hergestellt ist als Gartenhandschuhe von Qualitätsmarken.

Schadstoffbelastung

Die meisten Gartenhandschuhe fallen bei Gartenhandschuh-Tests durch, weil sie gesundheitlich bedenkliche Materialien enthalten. Ganz gleich, ob Kunststoff oder Leder – Gartenhandschuhe, die gleichzeitig wasserdicht, robust, atmungsaktiv und zu 100 Prozent schadstofffrei sind, gibt es nicht. Solange Sie die Handschuhe nicht rund um die Uhr tragen oder täglich darauf herumkauen, ist das gesundheitlich für Sie unbedenklich. Vergessen Sie nicht, Ihre Hände nach der Gartenarbeit gründlich zu waschen und mit einer fetthaltigen Handpflege einzucremen.

Fazit Gartenhandschuhe

Den perfekten Allround-Gartenhandschuh mit Multifunktionsschutz gibt es (noch) nicht. Nässe-, Schmutz-, Stich- und Schnittschutz und ein sicherer Griff sind in Verbindung mit hohem Tragekomfort schwer unter einen Hut zu bringen. Ein guter Allrounder kann alles ein wenig, aber mit ein paar Spezialisten sind Sie im Einzelfall besser bedient, etwa beim Pflanzen und beim Rosen schneiden.

Gartenhandschuhe

Silke Orth

von

Das Paradies kann warten – ich bin im Garten.

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