Kirschessig-Fliegen, Pflaumenwickler und Co.

Garten-Schädlinge: Klein und zerstörerisch

Jedes Jahr das Gleiche: Kaum sprießen im Garten Pflanzen, Blumen und Kräuter, macht sich eine Schar hungriger Schädlinge über die grünen Schätze her. Lesen Sie hier, welche Tierchen am meisten nerven und was Sie dagegen tun können.

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Lilienhaehnchen

Sowohl die Lilienhähnchen als auch deren Larven ernähren sich von Lilien und Schachbrettblumen. Die effektivste Methode zur Bekämpfung ist das Absammeln der Käfer. Die Larven lassen sich mit einem scharfen Wasserstrahl abspritzen.

Neben den üblichen Verdächtigen, etwa Schnecken, Maulwürfen, und Mäusen, treiben noch andere Krabbeltiere ihr Unwesen in Ihrem Garten. Die fressen schamlos Ihre Pflanzen und Ihr Gemüse und hören auf so schräge Namen wie Kirschessig-Fliegen, Pflaumenwickler, Lilienhähnchen, Dickmaulrüssler, Gartenlaubkäfer oder Tipula. Auf was die einzelnen Tierchen stehen und wie man sie wieder los wird, erklärt eGarden.

Die Kirschessig-Fliege

Die Kirschessig-Fliege wurde ungefähr im Jahr 2011 das erste mal in Deutschland nachgewiesen. Sie schädigt kurz vor der Ernte die reifenden Früchte von Aprikosen, Kirschen, Pfirsichen, Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Pfirsichen, Pflaumen, Nektarinen oder Trauben. Die Bekämpfung ist schwierig, da unmittelbar vor der Ernte kein Insektizid mehr eingesetzt werden kann. Das Entfernen und Vernichten aller Früchte ist eine sinnvolle, wenn auch schmerzvolle Maßnahme.
Dickmaulruessler

Der Dickmaulrüssler: Die Käfer fressen Buchten in die Blätter von Zierpflanzen. Und die Larven schädigen die Wurzeln. Zur Bekämpfung eignen sich sogenannte Nematoden (Fadenwürmer).

Der Pflaumenwickler

Der Pflaumenwickler ist ein Falter und tritt von April bis September auf. Die Weibchen legen Eier auf Früchte wie Sauerkirschen, Aprikosen und Birnen ab. Die schlüpfenden Raupen fressen die Früchte dann von innen auf. Bekämpfen lassen sich die Falter unter anderem mit Pheromonfallen oder ausgesetzten Schlupfwespen.

Gartenlaubkäfer

Der Gartenlaubkäfer ernährt sich von Rosenblüten, Birken- und Haselblättern, Kirschblüten oder von Eichenblättern. Er richtet nur selten großen Schaden an, da die Larven im Boden leben und sich von Pflanzenwurzeln ernähren.

Tipula

Die Larven der Tipula, auch bekannt als Wiesenschnake, leben knapp unter der Grasnabe und fressen mit Begeisterung die Wurzeln des Rasens an. Das Ergbnis: kreisförmige, kahle Stellen im Rasen. Da Insektizide für den Rasen im Klein- und Hausgarten nicht erlaubt sind, müssen Sie zur Bekämpfung anders vorgehen. Vertikutieren und Nachsäen kann helfen, weil die Larven dicht unter der Grasnabe sitzen. Auch durch das Streuen von Kalkstickstoff, etwa 30 bis 40 Gramm pro Quadratmeter, lassen sich die Tipula-Larven wirksam bekämpfen.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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