Alarmstufe Rot

Feuerwanzen – nur lästig oder gefährlich?

Die rot-schwarz gemusterten Feuerwanzen sind eine echte Gartenplage. Lesen Sie hier, warum Sie die Tierchen besser nicht anfassen und wie Sie Feuerwanzen schnell loswerden.

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Feuerwanzen

Die Feuerwanze lebt gerne in größeren Gemeinschaften. Im Garten ein lästiges Problem.

Die Gemeine Feuerwanze ist ein Rudeltier. Sie erkennen Feuerwanzen an ihrem roten Panzer, der meist mit schwarzen Dreiecken, Strichen und Punkten verziert ist. Sie wohnen gerne in und unter Baumrinden. Zu einer ihrer Lieblingswirtspflanzen zählt die Stockrose. Dort nisten sich die Wanzen in großen Gruppen in den Blütenknospen ein und saugen den Saft aus den Samen und anderen für sie bekömmlichen Pflanzenteilen. Viele Ratgeber behaupten, dass Feuerwanzen zwar lästig sind, aber Pflanzen durch den Befall nicht eingehen. Das mag für größere Bäume stimmen. Wer jedoch einen Blick auf seine befallenen Stockrosen wirft, ist anderer Meinung. In den eingenommenen Blütenkapseln sieht es schwer nach Kahlfraß aus. Blühen tut hier dieses Jahr bestimmt nichts mehr.

Galerie: So bestimmen Sie mit Plantix das Pflanzenproblem

Sind Feuerwanzen schädlich?

Feuerwanzen treten in Heerscharen auf. Und das ist ziemlich lästig. Wirklich schädlich sind deutsche Feuerwanzen im Gegensatz zu Dickmaulrüssler, Blattläusen, Kirschessig-Fliegen, Pflaumenwickler und Co. oder Schnecken jedoch nicht. Fachleute sind sich einig, dass sie keine Pflanzen umbringen. Feuerwanzen zu bekämpfen ist also nicht nötig. Viele Insektenarten zählen sogar zu den Nützlingen im Garten, die Ihre Pflege brauchen.
Aber eines ist sicher: Von alleine verschwinden Feuerwanzen nicht. Denn sie haben keine natürlichen Feinde. Ihre rot-schwarze Farbe ist für alle Tieren ein universelles Warnzeichen: „Achtung ich bin giftig und schmecke nicht“. Jeder Vogel, der einmal eine Feuerwanze probiert hat, tut das garantiert nie wieder, denn die Wanzen schmecken scheußlich. Zusätzlich aktivieren sie bestimmte Pheromone und stinken wie ein Moschusochse, wenn sie sich "ärgern". Es ist auch für Menschen keine gute Idee, Feuerwanzen in die Hand zu nehmen. Feuerwanzen sondern, wenn sie sich angegriffen fühlen, aus ihren Stinkdrüsen ein übelriechendes, atemraubendes Sekret ab.

Nervige Untermieter: Wie werde ich Feuerwanzen los?

Tierliebe Menschen kehren größere Feuerwanzen-Ansammlungen im Garten mit Handfeger und Schaufel zusammen und setzen diese in sicherer Entfernung zum Garten an einem trockenen und warmen Ort aus. Da die Natur mit Gärtnern kein Mitleid kennt, wandern neue Wanzen garantiert von der anderen Seite des Gartens ein.
Eine weitere bewährte Strategie, Feuerwanzen im Garten zu reduzieren, ist die verblühten Fruchtstände aus dem Garten zu entfernen. Entsorgen Sie die von Feuerwanzen befallenen Fruchtstände bitte nicht auf dem Kompost, sondern im Biomüll. Sonst krabbeln die Wanzen gleich wieder durch Ihren Garten.
Es hilft zudem, den Wanzen ihre Lieblingsnahrung zu entziehen. Dazu zählen:
  • Akazien
  • Malven
  • Robinien
  • Rosskastanien
  • Stockrosen
Wenn Sie die Feuerwanzen komplett loswerden wollen, verwenden Sie bitte keine chemischen Keulen. Insektenvernichtungsmittel dezimieren nicht nur die Wanzen im Garten, sondern auch alle nützlichen Insekten wie Bienen und Hummeln.
Wir verraten Ihnen hier ein einfaches, wirksames und unschädliches Mittel gegen Feuerwanzen.


Biologisches Mittel gegen Feuerwanzen

Sie haben keine Lust, die lästigen Untermieter einzeln aufzusammeln? So vernichten Sie die Feuerwanzen-Population im Garten:
Sie brauchen
  • 1/2 Liter Wasser
  • 1 Schuss Spülmittel
So geht´s
  • Füllen Sie das Wasser mit einem Schuss Spülmittel (biologisch abbaubar) in eine Sprühflasche.
  • Sprühen Sie die Mischung großzügig auf das Wanzennest. Das vernichtet die roten Biester innerhalb kürzester Zeit.

Schädlingsbekämpfung im Garten

Silke Orth

von

Das Paradies kann warten – ich bin im Garten.

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