Kein Grund zur Panik!

Erdbienen im Garten – nützlich und absolut harmlos

Erfahren Sie hier, wo Erdbienen im Garten ihre Nester bauen. Lernen Sie außerdem, warum Sie vor den kleinen Tierchen keine Angst haben müssen.

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Erdbienen

Erdbienen sind ein wahrer Grund zur Freude, denn sie sind harmlos und äußerst hilfreich.

Erdbienen, für die auch die Bezeichnung Sandbienen weit verbreitet ist, nisten direkt im Boden. Sie sind für den Menschen völlig ungefährlich, sodass eine Bekämpfung in der Regel nicht erforderlich ist.
Erdbienen treten hierzulande in mehr als 150 verschiedenen Arten auf. Anders als Honigbienen reagieren sie auf Bedrohungen nicht mit Aggression. Sie bestäuben Pflanzen und leisten somit einen wichtigen Beitrag zu Ihrem gärtnerischen Erfolg. Sollten die Sandbienen einmal in zu großer Anzahl auftreten, empfehlen sich schonende Vertreibungsmaßnahmen. Sie sichern den Erdbienen das Überleben.

Die biologischen Charakteristika der Sandbiene

Alle Sandbienen errichten ihre Nester direkt in der Erde. Sie erkennen die kleinen Insekten an den folgenden Merkmalen:
  • Größe zwischen 5 und 15 mm
  • Schwarze oder schwarz-rötliche Körperfarbe
  • Behaarter und pelziger Leib
  • Helle Behaarung an den Hinterbeinen
Anders als Honigbienen sind Erdbienen Einzelgänger, die nicht als Bienenvolk zusammenleben. Jede Sandbiene baut sich ihr eigenes Nest, in dem sie ihre Eier ablegt. Dies erfolgt zweimal während der warmen Jahreszeit, je nach Witterung Ende März oder Anfang April sowie im Juli. Die aus der zweiten Brut herangewachsenen Bienen überwintern in der Erde. Häufig entdecken Gartenbesitzer im Nest der Sandbiene auch eine oder mehrere kleine Honigbienen. Sie gelten als sogenannte "Kuckucksbienen", die Honigbienen der Erdbiene zur Aufzucht unterschieben. Nur die weibliche Erdbiene besitzt einen Stachel. Dieser ist jedoch schwach ausgebildet, sodass er in der Regel die Haut des Menschen nicht durchdringen kann.

Sandbienen im Garten

Sandbienen benötigen für den Nestbau einen sonnigen und trockenen Standort, der sich durch sehr lockeren Boden auszeichnet. Aus diesem Grund kommen sie insbesondere in geschützten Beeten vor Hauswänden oder an Hängen häufig vor. Erdbienen bauen mitunter auch direkt im Rasen ihre Nester. Die kleinen Bienen stehen unter strengem Artenschutz. Deswegen ist es verboten, sie zu töten oder umzusiedeln. In begründeten Fällen ist es möglich, einen Antrag auf Ausnahme vom Umsiedlungsverbot entsprechend § 62 Bundesnaturschutzgesetz zu stellen.
Hinweis: Wenn Sie Erdbienen in Ihrem Garten finden, besteht Anlass zur Freude. Diese Insekten bestäuben Obst- und Gemüsepflanzen und sichern Ihnen auf diese Weise eine gute Ernte.

So vertreiben Sie Sandbienen

Nur wenn Erdbienen in Ihrem Garten in großer Zahl nisten, kommt eine Vertreibung infrage. Dabei hat bei allen Maßnahmen, die Sie ergreifen, um diese Bienen wieder los zu werden, deren Überleben die oberste Priorität. Es ist streng verboten, Sandbienen zu töten. Deswegen stehen nur Bekämpfungsmethoden zur Wahl, die einen Standortwechsel auslösen. Da Sandbienen auf einen trockenen Boden angewiesen sind, können Sie Wasser einsetzen, um sie zu einem Umzug zu motivieren. Verwenden Sie dazu die Gießkanne mit Aufsatz und nicht den Gartenschlauch, damit Sie das Wasser fein dosieren können. Sie begießen die Nester mehrmals am Tag. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, dass Sie die Sandbienen nicht ertränken. Darüber hinaus können Sie die Insekten auch durch das Beschatten vertreiben, weil sie Wärme und Sonnenschein zum Gedeihen benötigen. Spannen Sie einen Schirm oder ein Sonnensegel über dem Nest auf, bis die Erdbienen sich entfernen. Wenn Sie in schweren Fällen eine Sondergenehmigung zum Umsetzen der Nester erhalten, stechen Sie das Nest mit großzügiger Umrandung tief aus und graben es an einem sonnigen und trockenen Standort wieder ein. Sandbienen gelten zu Recht als Nützlinge. Wenn sie nicht in Massen auftreten, ist eine Vertreibung überflüssig.

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