Unterschlupf gesucht

Diese Tiere leben im Winter im Garten

Hätten Sie gedacht, dass sich Ihr Garten im Winter in einen Aufenthaltsraum und Schlafsaal für Tiere verwandelt? eGarden klärt auf: Diese Tiere leben im Winter im Garten. Und Sie können die tierischen Bewohner beim Überwintern unterstützen.

Datum:
Igel

Der Igel ist ein gern gesehener Gast in jedem Garten. Er vertilgt nämlich auch gefräßige Schnecken.

Bevor der Winter naht, decken wir uns mit Heizöl ein, machen Garten und Pflanzen weitestgehend winterfest und holen schon mal die erste Ladung Kaminholz in die gute Stube. Ähnliches und doch ganz Anderes spielt sich bei den Tieren in Ihrem Garten ab. Denn auch etliche heimische Tiere, etwa Igel, Kröten oder Wildbienen überwintern auf Ihrem Grundstück. Die meisten treffen aber keine besonderen Vorkehrungen, sondern suchen lediglich einen passenden und wärmenden Unterschlupf. eGarden weiß: Diese Tiere leben im Winter im Garten und stellt einige von Ihnen vor. Außerdem erfahren Sie, wie Sie die Winterbewohner während der kalten Jahreszeit unterstützen können.

Igel im Garten

Fettpolster anfressen: Der Igel ist nicht nur als Überwinterer ein gern gesehener Gast. Er frisst nämlich mit Vorliebe Schnecken, die wiederum Ihre Pflanzen verspeisen. Geschwächt von der Paarungszeit und der Aufzucht der Jungen machen sich die stacheligen Tiere auf die Suche nach Nahrung und Unterschlupf. Um den bevorstehenden Winterschlaf zu überstehen, müssen sie sich nämlich ein ausreichendes Fettpolster anfressen. Das gleiche gilt auch für die Jungtiere, die jetzt auf sich alleine gestellt sind. Igel, die kurz vor dem Winterschlaf unter 500 Gramm wiegen, werden den langen Winterschlaf, der bis zu sechs Monate dauern kann, kaum überstehen. Unterernährten Igeln können Sie helfen, wenn sie Ihnen immer abends eine feste Futterstelle einrichten. Für den Igel bekömmlich sind zum Beispiel ungewürztes Rührei, durchgegartes Hackfleisch oder Hunde- oder Katzendosenfutter. Nicht auf dem Speiseplan gehören Obst, Gemüse, Nüsse, Rosinen und Milchprodukte, Die bekommen den Igeln nicht. So genanntes Igeltrockenfutter dürfen Sie nur in geringen Mengen unter anderes Futter mischen und nicht als Alleinfutter einsetzen. Und zu trinken sollte es nur Wasser sein. Wenn es anfängt zu frieren, beenden Sie das tägliche Buffet, damit der Igel merkt, es wird Zeit für den Winterschlaf.
Winterquartier-Suche: Anfang November beginnt dann die Suche nach einem geeigneten und vor allem frostsicheren Winterquartier. Am besten helfen Sie den Igeln, wenn Sie zum Beispiel Kompost- oder Reisighaufen, dichtes Gebüsch, Steinhaufen oder ein Gartenhaus zur Verfügung stellen.
Meise und Meisenknoedel

Ist der Winter sehr kalt und lang und die Schneedecke besonders hoch, dann freuen sich die Meisen über Futterstellen, etwa aufgehängte Meisenknödel.

Vogelhäuser und Futter für das Federvieh

Es gibt etliche Vogelarten, die hierzulande überwintern, etwa Amseln, Finken, Sperlinge, Meisen, Eichelhäher, Hänflinge oder Haussperlinge. Normalerweise brauchen die Vögel keine Futterhilfe. Sie finden genug Nahrung. Bei viel Schnee und lange andauerndem Frost hingegen können Sie Hilfe gebrauchen. Das Aufstellen von Nistkästen oder Vogelhäusern hilft gegen die Kälte. Beim Futter muss man zwischen Weichfutter-Fressern und Körnerfressern unterscheiden. Zu den ersteren gehören unter anderem Amsel, Drossel, Star, Blau- und Kohlmeise oder der Zaunkönig. Passende Nahrung für diese Vögel sind hauptsächlich Beeren. Zusätzlich können Sie Ihnen Obst, Haferflocken oder Weizenkleie anbieten. Zu den Körnerfressern gehören zum Beispiel Grünlinge, Sperlinge, Meisen oder Finken. Die bevorzugen zum Beispiel Hanf und Sonnenblumenkerne. Auch Meisenringe oder Meisenknödel kommen bei ihnen gut an. Aber Achtung: Wenn Sie mit dem Füttern erstmal angefangen haben, müssen Sie es bis zum Frostende durchhalten. Die Vögel verlassen sich nämlich auf die Futterzeiten und können bei einer Unterbrechung schnell verhungern.

Her mit den Kröten

Kröten sind äußerst nützlich. Sie fressen unter anderem Nacktschnecken oder die Larven des Kartoffelkäfers. Sie überwintern gerne in feuchten Erdlöchern, in Laubhaufen oder in Felsspalten. Wenn Sie Löcher im Boden oder in Mauer- und Felsspalten mit Laub befüllen, machen Sie die potentiellen Wohnlöcher kuscheliger und wärmer für die Kröten.

Eichhörnchen brauchen keinen Winterschlaf

Die putzigen Eichhörnchen brauchen keinen Winterschlaf. Sie fressen sich bereits im Sommer ein gutes Fettpolster für die kalte Jahreszeit an. Außerdem sammeln sie im Herbst bereits fleißig Nahrung und horten und verstecken sie. Normalerweise reicht der Vorrat dann über den Winter aus. Oft verstecken die Eichhörnchen ihre Schätze aber so gut, dass sie sie nicht wieder finden. Wenn ein Winter besonders hart ist und lange andauert, freuen sich die Eichhörnchen, wenn sie ihnen ein bisschen unter die Pfoten greifen. Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Bucheckern, Haselnüsse oder Möhren, Äpfel und Birnen sind begehrte Nahrungsmittel.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.