So machen Sie Boden gut

Professionelle Bodenanalyse für den Hausgarten

Wenn die Pflanzen eingehen und die Gemüseernte mickrig ist, kann das am Boden liegen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Boden mithilfe von Bodenanalysen wieder auf Vordermann bringen.

Datum:
Gartenerde in Eimer

Machen Sie die Probe: Eine Bodenanalyse prüft den Nährstoffgehalt Ihrer Gartenerde.

Der Boden ist das Fundament Ihres Gartens. Im Boden finden die Wurzeln von kleinen und großen Pflanzen ihren Halt. Aus dem Boden ziehen sie Wasser und Nährstoffe. Die Zusammensetzung Ihres Bodens entscheidet neben der Sonneneinstrahlung und dem Klima maßgeblich, wie gut Pflanzen im Garten gedeihen. Sie erhalten und verbessern die Bodenfruchtbarkeit in Ihrem Garten, indem Sie ihn pflegen. Das gelingt, wenn Sie den Zustand Ihres Bodens kennen. Den ermitteln Sie mit einer Bodenanalyse. Ein Bodentest klärt Sie detailliert über die Qualität, etwaige Belastungen und die Zusammensetzung von Nährstoffen, Mineralstoffen und Spurenelementen Ihres Gartenbodens auf. Viele regionale Untersuchungsinstitute bieten Bodenuntersuchungen zum Selbstkostenpreis an. Fertige Bodenanalyse-Sets erhalten Sie im Fachhandel.

Was bringt eine Bodenanalyse?

Wie gut Ihre Blumen, Ihr Gemüse und Ihre Bäume im Garten wachsen, hängt von der Bodenart, dem pH-Wert und vor allem vom Nährstoffgehalt des Bodens ab. Eine Bodenanalyse zeigt, wo Ihre Pflanzen gut versorgt sind und welche Nährstoffe fehlen. Diese können Sie mit den Ergebnissen einer Analyse geziet zuführen und somit das Wachstum von Pflanzen, Bäumen und Sträuchern begünstigen.

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Bodenproben nehmen – so geht´s

  1. Ob Rasen, Gemüsebeet, Obstbaum, Ziergarten – je nach Gartenbereich entnehmen Sie jeweils eigene Bodenproben. Und zwar an 10 bis 15 verschiedenen Stellen pro Bereich.
  2. Graben Sie dazu mit einem Spaten mehrere 20 bis 30 Zentimeter tiefe Löcher. Im Ziergarten genügen 10 bis 15 Zentimeter. Die jeweilige Tiefe entspricht dem durchschnittlichen Wurzelraum der Pflanzen. Entnehmen Sie von den „Stichstellen“ von oben nach unten je eine handschaufelgroße Scheibe. Sammeln Sie alle Erdproben in einem Eimer.
  3. Sind alle Proben entnommen, dann vermischen Sie die Erde sorgfältig. So entsteht eine repräsentative Erdmischung. Zufällig entnommene Regenwürmer setzen Sie wieder aus.
  4. Füllen Sie nun die Erdprobe in einen Plastikbeutel. Je nach Testlabor genügen 250 bis 500 Gramm Erde für den Bodentest. Das sind ungefähr zwei bis vier Handschaufeln voll Erde. Verschließen Sie die Bodenprobe gut. Vermerken Sie auf dem Beutel Ihren Namen und wofür der Boden genutzt wird. Senden Sie nun Ihre Erdprobe an das Untersuchungsinstitut und bitten Sie um eine Standard-Bodenanalyse.

Was untersucht die Bodenanalyse?

Das Labor untersucht Ihre Bodenprobe auf folgende Merkmale:
  • Bodenart
  • Humusklasse
  • pH-Wert
  • Bodennährstoffgehalte (Phosphor, Kalium, Magnesium)
  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente
  • Umweltchemikalien
  • Schwermetalle
Je nach Nährstoffgehalt ergibt sich der Düngebedarf für den Garten. Viele Tipps zum Düngen finden Sie auf eGarden, etwa mit welchem Düngemittel Sie Ihren Garten am besten versorgen, auf was es beim Rasen düngen ankommt und wie Sie Kaffeesatz als Dünger verwenden.

Bodentest – wie oft durchführen?

Bodenproben für eine Nährstoffanalyse entnehmen Sie entweder im Frühjahr oder im späten Herbst. Fachlabors raten, eine Bodenanalyse alle vier Jahre zu wiederholen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Pflanzen immer mit den richtigen Nährstoffen versorgt sind.

Bodenanalyse – Kosten und Adressen

Eine private Bodenprobe kostet ab 45 Euro. Adressen für die Untersuchung von privaten Bodenproben finden Sie auf der Webseite der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA). Am besten erkundigen Sie sich nach einem Institut in Ihrer Nähe.

Bodenanalyse

Silke Orth

von

Das Paradies kann warten – ich bin im Garten.