Ab in den warmen Keller

Blumenzwiebeln richtig überwintern lassen

Damit sie im nächsten Jahr wieder so schön blühen, brauchen einige Blumen, etwa Dahlien, im Winter eine Sonderbehandlung. Die Zwiebeln müssen vorm Frost geschützt werden. eGarden erklärt, wie Blumenzwiebeln optimal überwintern.

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Blumenzwiebeln im Korb

Frühjahrs- oder Sommerblüher: Blumenzwiebeln vertragen Frost und Kälte unterschiedlich gut.

Tulpen, Narzissen, Dahlien, Gladiolen oder Schneeglöckchen verwandeln den Garten im Frühjahr und im Sommer in ein buntes Blumenmeer. Hin zur kalten Jahreszeit verschwinden die farbenfrohen Blüten dann wieder bis zum nächsten Jahr. Damit dann auch alles wieder so schön blüht und gedeiht, muss man wissen, dass einige Blumenzwiebeln Ihre Hilfe brauchen, um die kalten Tage zu überleben. Bei den Zwiebelgewächsen unterscheidet man nämlich zwischen Frühjahrs- und Sommerblühern. Der große Unterschied: Die meisten Frühjahrsblüher sind winterhart, das heißt, die Blumenzwiebeln können den Winter über in der Erde bleiben. Dazu besitzen sie besondere Eigenschaften. Einige Pflanzen etwa besitzen Schleimstoffe, die als Frostschutzmittel dienen. Die Zwiebeln der Sommerblüher hingegen sind Kälte und Frost meist nicht gewohnt, da es sich bei den meisten Arten um Pflanzen handelt, die ursprünglich aus tropischen Gebieten stammen. Sie müssen vor dem Winter ausgegraben und frostsicher gelagert werden. Lesen Sie im Folgenden, wie sich Blumenzwiebeln richtig überwintern lassen.

Die winterharten Frühjahrsblüher

Wie schon erwähnt, brauchen die Frühjahrsblüher keine besondere Behandlung während der Winterzeit. Falls Sie noch keine Frühjahrsblüher im Garten gepflanzt haben, es aber möchten, sollten Sie die entsprechenden Blumenzwiebeln schon im Herbst in die Erde bringen. Optimal ist die Zeit zwischen September und Oktober – auf alle Fälle aber vor dem ersten Frost. Tipp: Im Fachhandel gibt es Pflanzkörbe, in die Sie die Zwiebeln packen können. Die schützen die bei Wühlmäusen begehrten Blumenzwiebeln vor den kleinen Nagern. Dann dürfen Sie sich über die ersten Blüten oft schon im Februar freuen, etwa über Krokusse oder Schneeglöckchen. Frühjahrsblüher sind unter anderem: Tulpen, Narzissen, Kaiserkronen, Schneeglöckchen, Krokusse, Hyazinthen, Zierlauch und Riesenzierlauch, Lilien, Amaryllen und Märzbecher.
Dahlien

Dahlien gehören zu den Sommerblühern. Die Blumenzwiebeln sollten in einem geschützten Raum überwintern.

Die Sommerblüher müssen ins Warme

Sobald der erste Frost zuschlägt, ist es für die Sommerblüher so weit: Die Zwiebeln müssen ins Warme in Sicherheit gebracht werden. Zu den Sommerblühern gehören unter anderem: Dahlien, Gladiolen, Begonien, Tigerblumen, Ranunkel, Canna, Schopf- und Inkalilien und Montbretien. Bevor Sie die Blumenzwiebeln ausgraben, befreien Sie die Pflanzen von vertrocknetem Laub. Anschließend kürzen Sie alle Stängel bis etwa zehn Zentimeter vor dem Boden.
Nun lockern Sie die Erde, etwa mit einer Grabegabel, um die Blumenzwiebeln herum. Nehmen Sie die Zwiebeln vorsichtig heraus, und befördern Sie weiche und faulige Zwiebeln gleich auf den Komposthaufen. Die restlichen Blumenzwiebeln befreien Sie zunächst von Dreck und Erdresten. Dann legen Sie sie zum Trocknen am besten im Keller in eine mit Zeitungspapier ausgelegte Holzkiste. Der Kellerraum sollte kühl, dunkel, trocken und gut durchlüftet sein. Feuchte Räume fördern die Schimmelbildung. Sollte es trotzdem zu Schimmel kommen, entsorgen Sie die befallenen Blumenzwiebeln. Die können sonst die anderen Zwiebeln anstecken. Damit die Zwiebeln nicht anfangen zu keimen, sollte die Temperatur nie über 12 Grad Celsius steigen. Legen Sie die Zwiebeln dabei nicht übereinander, sondern einzeln nebeneinander, am besten mit der Wurzel nach oben. Tipp: Damit Sie nächstes Jahr noch wissen, um welche Pflanzen es sich handelt, sollten Sie die Blumenzwiebeln mit Etiketten beschriften. Kontrollieren Sie die Blumenzwiebeln in den nächsten Tagen regelmäßig auf Fäulnis und Schädlinge und entfernen diese gegebenenfalls. Sobald die Blumenzwiebeln durchgetrocknet sind, können Sie sie einzeln mit Sand oder trockener Erde bedecken. Die im Sommer blühenden Zwiebelpflanzen sollten bereits im Frühling des nächsten Jahres unter die Erde kommen.

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Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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