Sichtschutz und Blütenpracht in einem

Berberitzenhecke pflanzen – so geht‘s

Eine Berberitzenhecke bietet das ganze Jahr über Sichtschutz und trägt im Winter korallenrote Beerenfrüchte, die Vögel gern verspeisen. Was Sie tun müssen, damit das immergrüne Gehölz auch in Ihrem Vorgarten wächst, erfahren Sie bei eGarden.

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Berberitzenstrauch

Bei guter Pflanzenpflege wird aus kleinen Sträuchern mit der Zeit eine dicht bewachsene Berberitzenhecke.

Auf der Suche nach einer prächtigen Hecke, die den Vorgarten auch im Winter vor Blicken schützt und zudem optisch aufwertet, entscheiden sich viele Gartenbesitzer für Berberitzen. Eine Berberitzenhecke hat obendrein den Vorteil, dass die dekorativen Beerenfrüchte auch bei Vögeln beliebt sind. Darüber hinaus dienen die dichten Gehölze an kalten Tagen auch anderen Kleintieren wie Igeln als gemütlicher Unterschlupf. Doch nicht aus allen Berberitzen wird auch eine blickdichte Hecke.

Welche Sorten sind geeignet?

Insgesamt gibt es etwa 450 unterschiedliche Berberitzengewächse, von denen jedoch nicht alle immergrün und winterhart sind und sich demnach auch weniger als Heckenpflanze eignen. Die in Deutschland am weitesten verbreitete Berberitzenhecke ist die sogenannte Berberis vulgaris (ab 4,25 Euro bei Amazon), die auch als Essigbeere oder Sauerdorn bekannt ist. Das Gewächs mit den kräftigen roten Beeren erreicht eine Maximalhöhe von bis zu zwei Metern. Ebenfalls sehr beliebt sind die Sorten Thunberg-Berberitze (ab 9,95 Euro bei Amazon) und Julianes Berberitze, die für ein besonders dichtes Wachstum bekannt sind und Gartenbesitzer das ganze Jahr über mit mehreren Farbwechseln des Blattwerks erfreuen. Als Kleinstrauch für überschaubare Hecken empfiehlt sich die Kissen-Berberitze, die nicht ganz so hoch wächst.
Weitere Gartensträucher mit roten Beeren finden Sie hier.
Beeren der Berberitze im Winter

Berberitzen sind winterhart und überstehen selbst eisige Frostperioden ohne Probleme.

Die richtige Pflanzzeit für Berberitzen

Berberitzen pflanzen Sie am besten im Herbst oder im Frühling. Die meisten Hobbygärtner setzen die Gehölze zwischen Ende August und Ende Oktober in die Erde, wenn die heißen Tage des Sommers allmählich abklingen und gleichzeitig die Regenwahrscheinlichkeit steigt. Berberitzen benötigen nämlich viel Wasser, um noch vor dem Winter stabile Wurzeln bilden zu können. Wenn Sie sich für eine Pflanzung im Frühjahr entscheiden, wählen Sie ein halbschattiges Plätzchen mit einem leicht feuchten Boden.
Haben Sie einen geeigneten Standort gefunden, setzen Sie die einzelnen Pflanzen im Abstand von etwa einer halben Wuchsbreite in den Boden, damit sie gut zu einer Hecke zusammenwachsen können. Die Pflanztiefe entspricht der im gekauften Fertigtopf. Um das Wachstum zusätzlich anzuregen, geben Sie ruhig noch etwas Kompost mit in die Pflanzlöcher, bevor Sie diese mit Erde auffüllen. Zu Anfang brauchen die Gehölze viel Flüssigkeit. Haben sich schließlich die ersten Tiefenwurzeln gebildet, müssen Sie nur noch etwa einmal pro Woche gießen. Unmittelbar nach der ersten Blüte sollten Sie Ihre immergrüne Berberitzenhecke stutzen.

Achtung, giftig!

In Familiengärten sollten Sie darauf achten, dass Ihre Kinder beim Spielen nicht mit den Pflanzen in Berührung kommen. Laut Informationen des Universitätsklinikums Bonn seien insbesondere die Wurzel- und Stammrinde leicht giftig und könnten bei Kontakt mit den Schleimhäuten zu Übelkeit, Durchfallerkrankungen oder Benommenheit führen. Vögel hingegen macht das nichts aus. Allerdings werden die Früchte der Berberitzen für die Flattermänner ohnehin erst gegen Ende des Winters genießbar, wenn diese nicht mehr ganz so sauer sind.
Jan-Christoph Öhlenschläger

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Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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