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Bananenbaum überwintern: So überleben die Exoten

Sie planen die Anschaffung eines Bananenbaums für Ihren Garten? Dann stellt sich auch die Frage: „Wie kann der Bananenbaum überwintern“. In der Regel sind sie nicht winterhart. Es gibt aber Sorten, die mit Tricks auch im Winter draußen durchhalten.

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Bluete Bananenbaum

Damit im nächsten Jahr schicke Blüten sprießen, sollte das Bananenbaum überwintern im Warmen stattfinden.

Die hierzulande angebotenen winterharten Bananenbäume überstehen harte Winter mit viel Frost nur bedingt. Ohne Frostschutz haben sie kaum eine Chance die kalte Jahreszeit zu überstehen. Bananenbäume kann man in drei Kategorien einteilen, was das Überwintern angeht. Zum einen gibt es die winterharten (nur mit Frostschutz), zum anderen die aus den subtropischen Zonen, die im Warmen überwintern sollten und die aus den tropischen Zonen, die im Dunkeln und kühl über die Winterzeit gebracht werden müssen. Eines haben alle Bananenbäume gemeinsam – sie legen alle eine Winterpause ein. Es gilt also schon beim Kauf auf die richtige Sorte zu achten. Wenn Sie also einen Bananenbaum im Garten einpflanzen möchten, dann sollten Sie nur auf die vermeintlich winterfesten Bäume zurückgreifen, etwa die bekannteste, die Japanische Faserbanane. Ein weiterer Nachteil der winterharten Sorten: Sie blühen nur selten und wenn dann nur nach sehr milden Wintern. Früchte werden zwar ausgebildet, aber wegen der kurzen Vegetationsperiode nicht ausgereift. Sie sind so nicht genießbar. Fakt ist: winterharte Bananenbäume für den Außenbereich, die Früchte für den Obstkorb produzieren, gibt es noch nicht. Dafür müssen Sie auf Bananenbäume zurückgreifen, die im Warmen überwintern. eGarden erklärt, wie Ihr Bananenbaum überwintern muss.

Die vermeintlich winterharte Japanische Faserbanane

Wie schon erwähnt, ist die Japanische Faserbanane zwar die bekannteste unter den winterharten Bananenbäumen aber nur bedingt wintertauglich. Die oft versprochenen minus 15 Grad Celsius sind zuviel der Kälte und würden die Pflanze ohne Schutz absterben lassen. Damit sie die kalte Jahreszeit im Garten überlebt, müssen Sie schon einiges an Aufwand betreiben. Egal, wie Sie dabei vorgehen, entscheidend ist, dass das Rhizom und die Wurzeln vor Frost geschützt werden. Diese Tipps können helfen:
Stauden absägen und abdecken die Erste: Sägen Sie die Stauden knapp über dem Boden ab, und bedecken Sie alles mit einer dicken Schicht Laub, Stroh oder Styroporplatten. Abschließend wird alles noch mit einer Kunststoff-Gewebeplane abgedeckt. Solche Planen, auch besser bekannt als Bändchengewebe, bekommen sie im Baumarkt oder bei Amazon. Der Vorteil solcher Planen: sie lassen aufsteigendes Kondenswasser besser durch. Das schützt vor Fäulnis im Inneren. Sobald kein Frost mehr zu erwarten ist, wird die Pflanze wieder frei gelegt. Nachteil bei dieser Methode, wenn es für Sie denn einer ist: die Stauden werden voraussichtlich nicht höher als 3 Meter.
Stauden absägen und abdecken die Zweite: Sägen Sie die Stauden ungefähr in Hüfthöhe ab. Anschließend bauen Sie rundherum eine Mauer aus Styroporplatten auf. Dabei sollten keine Lücken bleiben. Befestigen Sie die Platten mit Spanngurten. Wenn alles stabil steht, befüllen Sie den Innenraum mit trockenem Stroh. Das sorgt für zusätzliche Wärme und bindet die Feuchtigkeit. Stopfen Sie das Stroh in jede Ecke, am besten mit einer Holzlatte. Je nach Größe der Pflanze brauchen Sie dafür eine entsprechende Menge an Stroh. Dann decken Sie alles wieder mit einer Kunststoff-Gewebeplane ab.
Blaetter Bananenbaum

Bananenbäume wachsen relativ schnell und können sehr groß werden. Entsprechend umfangreich werden die Blätter.

Überwintern im Keller oder in der Wohnung

Bananenbäume aus subtropischen Zonen, etwa aus der Türkei, werden ausgegraben, sobald die Nachttemperaturen unter 5 Grad Celsius sinken. Das Rhizom wird dann auf einen weichen Untergrund gelegt, etwa Torf. Darüber wird dann ein Tuch gelegt, welches den ganzen Winter über feucht gehalten werden muss. Im Frühjahr werden die Wurzeln dann wieder eingepflanzt.
Bananenbäume aus tropischen Zonen, etwa aus Süd-Asien, sollten in einem hellen Raum bei ungefähr 18 Grad Celsius stehen. Sie werden nur ganz wenig gegossen und zwar erst dann, wenn sich die Erde vom Topfrand löst. Tipp: Warme und trockene Luft lockt Schädlinge an. Besonders die Spinnmilbe schlägt dann gerne zu. Regelmäßige Kontrollen sind ratsam. Wie Sie gegen Spinnmilben vorgehen, lesen Sie hier.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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