Exotisches Flair für Garten und Balkon

Bambus pflanzen: So setzen Sie das fernöstliche Riesengras

Ob als Kübelpflanze, Bodendecker oder dichte Hecke – Bambus macht nicht nur in japanischen Gärten eine gute Figur. eGarden verrät, wie Sie Bambus pflanzen und mit den asiatischen Gräsern auch bei sich zu Hause grüne Akzente setzen.

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Bambus pflanzen

Bambus pflanzen Sie am besten in lockeren, sandig-lehmigen Böden ohne Staunässe.

Mit Bambuspflanzen hauchen Sie Ihrem Garten neues Leben ein. Die im Wind wehenden Halme in verschiedenen Grüntönen bringen Bewegung ins gärtnerische Umfeld – und sie bieten ganz unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Im Kübel auf dem Balkon, als Teichpflanze, im Beet oder als Sichtschutz in Heckenform – aufgrund der Variationsbreite setzen immer mehr Hobbygärtner bei der Gartengestaltung auf die asiatischen Süßgräser.
Hinzu kommt, dass das immergrüne Riesengras dem Garten auch im Winter ein grünes Gerüst verleiht und Gärtnerherzen so das ganze Jahr über höher schlagen lässt. Sie möchten Bambus pflanzen? eGarden hat die passenden Tipps parat.

Bambus pflanzen: Die richtigen Vorbereitungen

Die ideale Pflanzzeit für Bambus ist im Frühjahr oder Herbst. Wie bei anderen Pflanzen auch, kommt es zunächst einmal jedoch auf den richtigen Standort und eine gute Bodenvorbereitung an. Bambus gedeiht am besten auf humosem und lockerem Sand- oder Lehmboden und liebt eine hohe Luftfeuchtigkeit.
Schwere, von Staunässe befallene Böden eignen sich eher weniger. Sollte die Erde in Ihrem Beet fest und wasserundurchlässig sein, besteht die Möglichkeit, ein Hochbeet anzulegen oder eine Drainageschicht aus Kompost, Torf und Blumenerde in das Pflanzloch zu schütten, um ein möglichst gesundes und langjähriges Wachstum zu gewährleisten. Die Pflanzen bekommen Sie je nach Art und Größe ab 9,95 Euro pro Stück bei Amazon.
Bambus im Blumenkübel

Sichtschutz und Augenweide in einem: Auch im Blumenkübel auf dem Balkon macht Bambus optisch einiges her.

Nützliche Tipps zum Einpflanzen

Bevor Sie Ihren Bambus einpflanzen, müssen Sie die Wurzelballen ausgiebig wässern. Am besten tauchen Sie das Wurzelwerk in einen Eimer mit Wasser und lassen die Pflanze solange darin stehen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Währenddessen graben Sie ein Pflanzloch, das in etwa doppelt so groß sein sollte wie der Wurzelballen selbst, da Bambuswurzeln viel Platz benötigen.
Tipp: Stellen Sie die Pflanze in die Mitte des ausgehobenen Loches, und füllen Sie die Seiten mit etwas Stallmist, Kompost, Pflanzsubstrat und speziellem Dünger wie Neudorff Azet Bambusdünger (1,75 kg für 10,49 Euro bei Amazon) auf. Die Lochtiefe richtet sich immer nach der Größe der Pflanze. Idealerweise schließt der obere Teil bündig mit der umliegenden Erde ab. Anschließend benötigt Ihr Bambus wiederum viel Wasser zum Einschlämmen.
Von einer oberflächlichen Mulchung raten wir ab, da die Zersetzung wichtige Stickstoff-Ressourcen verbraucht, die für ein gesundes Wachstum enorm wichtig sind. Ebenso sollten Sie es möglichst vermeiden, Bodenbearbeitungen in unmittelbarer Nähe des Wurzelsystems vorzunehmen. Bambuswurzeln sind sehr empfindlich, und eine Beschädigung könnte das Gewächs erheblich schwächen. Auch ein regelmäßiger Schnitt ist nicht zwingend notwendig, solange der Platz zum Wachsen ausreicht – es sei denn, es handelt sich um eine Ausläufer treibende Art.

Achtung, Ausläufer!

Einige Flachrohrbambusarten bilden gerne Ausläufer und sprießen früher oder später an unliebsamen Stellen aus dem Boden. Um dieses Problem zu umgehen, empfiehlt sich eine sogenannte Rhizomsperre aus Hochdruck-Polyethylen (49,90 Euro bei Amazon). Die Sperre sollte mindestens einen Durchmesser von 150 cm haben und ca. 60 cm tief im Boden sitzen, die obere Kante in etwa 5 cm aus der Erde ragen. Das sieht nicht immer besonders schön aus, dafür können Sie sofort sehen, wenn einzelne Rhizome die Barriere durchbrochen haben und diese gleich abschneiden.
Jan-Christoph Öhlenschläger

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Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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