Für gesunde Blumen

Aussaaterde selber machen: So klappt es mit den Setzlingen

Im Frühjahr ist Aussaaterde oder auch Anzuchterde der perfekte Treibstoff für Ihre Setzlinge. Zwar kann man Aussaaterde auch kaufen, doch warum Geld ausgeben? Machen Sie sie lieber selbst!

Datum:
Aussaaterde ganz leicht selber machen

Aussaaterde ist ideal für Setzlinge und ganz einfach herzustellen.

Aussaaterde besteht aus Dingen, die die meisten (Hobby-)Gärtner sowieso im Garten haben. Sie benötigen nur aufgelockerte Gartenerde, Sand und gut ausgereiften Kompost. Allerdings müssen Sie auf dem Weg zur brauchbaren Anzuchterde ein paar Kleinigkeiten beachten.

Warum Aussaaterde benutzen?

Aussaaterde ist durch den Sand wesentlich lockerer als normale Erde. Dadurch bekommen die kleinen Wurzeln der Setzlinge genügend Sauerstoff. Gleichzeitig speichert sie aber auch ausreichend Wasser. Normale Erde hat oft zu wenig Humus. Gerade den brauchen die Keimlinge aber dringend.
Der wichtigste Punkt ist, dass Aussaaterde frei von Schädlingen und Keimen ist. Diese machen den kleinen Pflanzen nämlich schwer zu schaffen. Weiterer Vorteil: Aussaaterde ist nicht so nährstoffreich wie normale Blumenerde. Dadurch müssen die Wurzeln der Setzlinge stärker wachsen, um die nötigen Nährstoffe zu bekommen. Ist die Pflanze aus dem Gröbsten heraus und wird umgepflanzt, sind ihre Wurzeln so kräftig, dass sie schneller wächst. Was Sie im Frühjahr sonst noch im Garten beachten sollten, sagt Ihnen unser Ratgeber.

Galerie: Die wichtigsten Helfer für Ihren Kompost

Wie Sie Aussaaterde herstellen

Das Mischungsverhältnis für gute Aussaaterde besteht zu einem Drittel aus Gartenerde, einem Drittel Sand und einem Drittel Kompost. Achten Sie bei der Gartenerde darauf, nicht die oberste Schicht zu nehmen. In ihr stecken meist viele Unkraut-Samen und die gehören nicht in Anzuchterde. Nach ungefähr zehn Zentimetern sollte die Erde samenfrei und damit geeignet für die Aussaaterde sein.
Für den Kompost achten Sie darauf, dass es sich um gut ausgereiften Kompost handelt. Das bedeutet, es sollten keine Spuren von Grün oder sonstigen „Abfällen” enthalten sein. Sollten Sie keinen Komposthaufen besitzen, zeigt Ihnen unser Ratgeber, wie Sie sich einen zulegen. Wir empfehlen einen Thermokomposter.
Aussaaterde ganz leicht selber machen

Tipp: Mischen Sie Perlite-Granulat unter die Erde. Das sorgt Sie für eine noch bessere Durchlüftung.

Zunächst sieben Sie die einzelnen Bestandteile. Das Sieb muss dafür nicht sonderlich fein sein. Es geht darum, gröbere Steine und andere unerwünschte Stücke zu entfernen. Im Anschluss mischen Sie die drei Teile gründlich. Ist dies geschehen, kommt der wichtigste Teil. Aussaaterde darf nämlich auf keinen Fall Schimmelpilze, Keime oder Schädlingslarven enthalten. Diese machen den Setzlingen den Garaus. Deshalb muss die Erde steril sein. Das erreichen Sie mit Erhitzen. Nehmen Sie sich dafür eine ausgediente Auflaufform oder Backblech und backen Sie die ganze Erde bei 120 Grad circa 45 Minuten. Danach nur noch abkühlen lassen und fertig ist reinste Aussaaterde. Gutes Gelingen!

Komposterde

Alexander Scherb

von

Mit Schrebergarten aufgewachsen, wurde mir die Natur in die Wiege gelegt. Von Ahorn bis Zypressen gilt mein Interesse allem was blüht.