Sonniger September

Altweibersommer: Wenn es draußen bunt wird

Der Altweibersommer bringt oft wochenlange Schönwetterperioden mit sich und motiviert Gartenbesitzer dazu, den Garten fit für die nächste Saison zu machen. eGarden sagt, was Sie jetzt noch tun können, um die Spätsommertage zu genießen.

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Blätter in der Sonne

Nutzen Sie das sonnige Wetter im Altweibersommer für die Gartenarbeit und pflanzen beispielsweise neue Gewächse für das kommende Jahr.

Der Altweibersommer steht für sommerlich warme Herbsttage und somit für die Übergangszeit zur winterlichen Witterung. Der Name geht auf die germanische Mythologie zurück. Weiben bedeutet im Altdeutschen so viel wie das Knüpfen von Spinnweben. Da das sonnige Wetter im Spätsommer über Nacht oft stark abkühlt, entsteht in den Morgenstunden Tau, der die glänzenden Fäden der gesponnenen Netze im Sonnenlicht aussehen lässt wie lange, silbergraue Haare. In Kombination mit den sich bunt färbenden Laubbäumen ergibt sich so eine wahrliche Augenweide, die anspornt, den eigenen Garten für das nächste Jahr vorzubereiten.
Spinne im Altweibersommer

Seinen Namen verdankt der Altweibersommer den im Morgentau erstrahlenen Spinnweben, die draußen die Pflanzen zieren.

Den Garten aufräumen

Das Wechselspiel aus warmen Sonnenstunden und kühlen Regenschauern mit heftigem Gewitter im Sommer setzen dem Garten meist stark zu. Daher sollten Sie üppig gewachsene Pflanzen jetzt zurückschneiden und wieder in Form bringen. Entfernen Sie hierzu alle verblühten Knospen, die keine Fruchtstände tragen. Auch Thuja- oder Buchsbaumhecken können noch einmal einen vorwinterlichen Rückschnitt vertragen, damit sie im Winter eine gute Figur machen. So schaffen Sie auch gleich gemütliche Brutplätze für Vögel. Ebenso sollten Sie Unkraut, das sich möglicherweise in Beeten oder auf dem Rasen angesiedelt hat, beseitigen und an der Ausbreitung hindern. Die Grünfläche können Sie ganz einfach vertikutieren und von lästigem Moos befreien. Disteln, Löwenzahn und Co. sollten Sie besser von Hand jähten und samt Wurzel aus der Erde reißen.

Neue Blickfänge schaffen

Nach dem Sommer sehen Blumenbeete oft etwas trist und farblos aus. Wenn Sie hier neue Akzente setzen möchten, empfiehlt es sich, Dauerblüher wie Dahlien, Lilien, Sonnenhut oder kleinere Zierlauche anzupflanzen oder zu vermehren. Diese können Sie ebenfalls in Kübeln oder Pflanzenkästen topfen. Auch Balkonkästen können Sie einen neuen Schwung verpassen, indem Sie größere Lücken wieder auffüllen. Zwar ist es für die Herbstbepflanzung noch etwas zu früh, im Handel bekommen Sie aber noch immer Sommerblumen angeboten. Ideale Lückenfüller sind Geranien, Chilipflanzen und andere typische Sommerblüher, die sich ohne hohen Pflegeaufwand platzsparend überwintern und gut in Blumenkästen integrieren lassen. Bei der Gelegenheit können Sie die Kästen auch gleich mit frischer Erde auffüllen.
Solange der Boden noch warm und nicht gefroren ist, herrschen zudem optimale Bedingungen, um Immergrüne wie Buchsbaum, Kirschlorbeer und Eibe zu pflanzen. Tipp: Mit etwas Kompost im Pflanzloch wachsen die Gehölze besser an und bilden starke Wurzeln, die selbst strengere Frostperioden schadfrei überstehen.
Der September eignet sich auch bestens, um neuen Rasen zu säen. Tipp: Decken Sie das Saatgut mit etwas Vlies ab, unter dem sich die Feuchtigkeit nach Regenschauern im Herbst gut hält. So verhindern Sie auch, dass Vögel die Körner wegpicken, bevor Sie keimen.
Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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