Hält wieder Einzug in deutschen Gärten und Küchen

Vergessene Obst- und Gemüsesorten: Die Pastinake

In unserer Serie "Vergessene Obst- und Gemüsesorten" stellt Ihnen eGarden heute die Pastinake vor. Wo hat sie ihren Ursprung, wie pflanzt man sie an, wie schmeckt sie.

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Pastinaken

Auf Märkten und in gut sortierten Supermärkten ist sie käuflich: die Pastinake.

Um ehrlich zu sein, habe ich das erste Mal von der Pastinake gelesen, als ich Babynahrung kochen wollte und entsprechende Rezepte gesucht habe. Aus den "Kochen-für-Babys-Büchern" ist dieses fast vergessene und auch selten erhältliche Gemüse nicht wegzudenken und das zu Recht. Die Pastinake ist nämlich ein sehr gesundes Gemüse und reichhaltig an Vitaminen, Mineralstoffen, Ölen und Ballaststoffen. Durch ihren süßlich-würzigen Geschmack lässt sich die Pastinake vielfältig verwenden. Am gängigsten ist das kochen von Suppen und Pürees, aber Pastinaken einfach nur roh geraspelt oder als Chips zum Knabbern schmecken sehr gut.

Der Ursprung

Bis ins 18. Jahrhundert war die Pastinake das meist angebaute Wurzelgemüse. Verdrängt wurde sie durch den Anbau von Kartoffeln und Möhren.
Deutschland baut die Pastinake, auch Hammelmöhre oder Hirschmöhre genannt, bereits seit dem 15. Jahrhundert an. Oftmals wird sie ob ihres Nährwertes als Viehfutter verwendet. Durch den Ökolandbau kommt sie zurück in deutsche Küchen.

Pastinaken im Garten

Frisch geerntete Pastinaken aus dem Garten.

Pastinaken im eigenen Garten

Pastinaken werden ohne Vorkultur ab März bis Juni direkt ins Beet gesät. Damit die Wurzeln lang und gerade wachsen können, brauchen sie lockeren Boden. Bestenfalls lockert man die Boden mit Hilfe einer Grabegabel und dem Spaten circa 30cm tief auf.
Beim Auflockern lässt sich hervorragend Kompost zur Düngung mit einarbeiten. Die Pastinaken-Pflanzen können dann ungefähr alle 10-20cm in 30cm-Reihen gesät werden. Der Standort sollte eher offen und sonnig sein. Bis zur Keimung braucht der Samen regelmäßiges Gießen, danach nur noch, wenn es unbedingt nötig ist. Bis die Pflanzen größer ist, macht jäten Sinn; düngen allerdings muss man nicht zwingend.

Erntezeit

Die Erntezeit beginnt genau jetzt, Ende September. Sie zieht sich über den ganzen Winter bis in den späten März des Vorjahres. Pastinaken sind frosthart, sie können im Winter im Boden bleiben. Es heißt, dann seien sie besonders süß und mild. Dieses Wintergemüse ist jederzeit frisch aus dem Garten zu ernten. Wer ein kräftigeres Aroma bevorzugt, kann die Wurzeln ausgraben und in mäßig feuchtem Sand einschlagen. Dort kann man das Gemüse mehrere Monate aufbewahren.

Genuss und Gesundheit

Kochen Sie sich einfach mal eine Pastinaken-Creme-Suppe. Sie brauchen 300g Pastinaken (mit Grün), eine mehlige Kartofell, eine Zwiebel, etwas Olivenöl, ein Liter Gemüsebrühe, etwas Apfelessig und gemahlene Muskatnuss. Die Suppe noch entsprechend mit Salz und Pfeffer abschmecken und fertig ist die Mahlzeit. Der Geschmack wird sicherlich überzeugen.
Die vielen enthaltenen ätherischen Öle in der Pastinake , wie beispielsweise das Apiol, wirken übrigens antimikrobiell und sind förderlich für die Verdauung und die Nierentätigkeit.
Und im Frühjahr heißt es dann ran an den Spaten. Samen bekommen Sie hier.

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