Die spinnen wohl

Schädlinge: Spinnmilbe – der Angriff der Achtbeiner

Trockene Luft und wenig Luftfeuchtigkeit – bei diesem Klima fühlt sich der Schädling die Spinnmilbe am wohlsten. Hat sie sich erstmal eingenistet breitet sich die gefräßige Spinnmilbe rasant aus und saugt Ihren Pflanzen buchstäblich den Lebenssaft aus.

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Spinnmilbe

Der Schädling Spinnmilbe ist zwar besonders klein, kann aber einen erheblichen Schaden an Ihren Pflanzen anrichten.

In Gärtners Garten treiben ja schon so einige Schädlinge ihr Unwesen. Eine Auswahl finden Sie hier. Ausgerechnet der kleinste Schädling, die Spinnmilbe, verbreitet wohl aber den größten Schrecken. Der nur 0,25 bis 0,8 Millimeter große Krabbler ist mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Bevorzugt befällt er Zimmerpflanzen im Winter auf der Fensterbank. Aber auch Ihre Pflanzen im Garten sind vor ihm nicht sicher. Die Spinnmilbe liebt trockene Luft und geringe Luftfeuchtigkeit. Trockene Heizungsluft verschafft dem Schädling also das perfekte Klima. Er nistet sich meistens auf der Blattunterseite Ihrer Pflanzen ein, punktiert die Epidermiszellen der Blätter und saugt Ihnen den Lebenssaft aus. Einnisten kann man dabei wörtlich nehmen, denn die meisten Spinnmilben spinnen zu ihrem Schutz feine Netze. Und haben sich die kleinen Plagegeister erstmal eingeschlichen, ist ihnen kaum beizukommen. Zudem reicht oft schon ein Windstoß um die leichten Spinnmilben großflächig zu verbreiten. Es gibt ungefähr 1200 verschiedene Arten der Spinnmilbe. Wobei Spinnmilben zu mehreren hundert Pflanzenarten bekannt sind. Einige von Ihnen sind besonders schädlich und gefürchtet, etwa die Rote Spinne, die Lindenspinnmilbe oder die Gemeine Spinnmilbe. Letztere ist hierzulande am weitesten verbreitet. eGarden erklärt, was Sie gegen die Spiderman-Fraktion tun können.
Spinnmilben beim Abseilen

Teamarbeit: Spinnmilben beim einander abseilen auf ein anderes Blatt.

Vorbeugung

Wie bei den meisten Schädlingen gilt: Bevor Sie zur chemischen Keule greifen müssen, sollten Sie versuchen Maßnahmen zu ergreifen, dass die Spinnmilben erst gar nicht bei Ihnen einziehen. Am besten, Sie schaffen ein Klima, welches Spinnmilben meiden. Dazu sprühen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig am besten mit einem Zerstäuber ein. Und benutzen Sie Untersetzer, in denen immer ein wenig Wasser steht. Durch die Verdunstung entsteht ein feuchtes Klima rund um die Pflanzen. Im Außenbereich ist ein lockerer Boden und eine regelmäßige Bewässern hilfreich, auch wenn Sie den Boden zusätzlich noch durch eine Mulchschicht in trockeneren Perioden feucht halten.

Spinnmilben bekämpfen

Eines vorweg, Hausmittel und Tipps dazu gibt es zuhauf. Einige davon klingen sogar ganz vielversprechend. Eine vollständige Entfernung der Spinnmilben erreichen Sie damit aber höchstens mit viel Glück und Geduld. Effektiver hingegen ist der Einsatz von speziellen Raubmilben, die Sie auf die Spinnmilben loslassen können. Die fressen die Spinnmilben einfach auf. Solche Raubmilben bekommen Sie im Fachhandel oder bei Amazon. Und wenn gar nichts mehr hilft, greifen Sie zu chemischen Schädlingsmitteln aus dem Fachgeschäft.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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