Die Bohnenbesetzer kommen

Schädlinge: Speisebohnenkäfer - Die Larven sind die Übeltäter

Der Speisebohnenkäfer selbst ernährt sich nur von Blütenpollen. Die wahren Schädlinge des Speisebohnenkäfers sind die eigenen Larven. Die nisten sich direkt in den Bohnen ein und fressen sie von innen auf.

Datum:
Speisebohnenkaefer

Geschickte Schädlinge: Die Speisebohnenkäfer fressen einen Spalt in die Naht der Hülsenfrucht und legen dort die Eier hinein.

Der Speisebohnenkäfer, auch Bohnenkäfer genannt, gehört zur Unterfamilie der Samenkäfer. Der ursprünglich aus Amerika stammende Schädling befällt vorrangig Bohnen, macht aber auch vor anderen Hülsenfrüchten, etwa Erbsen, Kichererbsen, Sojabohnen, Busch- und Stangenbohnen oder Saatwicken, nicht halt. Außerdem befallen die Käfer nicht nur frische Bohnen, sondern auch Trockenbohnen in der Vorratskammer. Die bis zu vier Millimeter großen weiblichen Käfer legen ihre Eier direkt an den Bohnen ab. Das können pro Käfer bis zu 100 Stück sein. Vorher fressen die Bohnenkäfer einen Spalt in die Naht der Hülsenfrucht und legen dort die Eier hinein. Die Larven dringen dann direkt nach dem Schlüpfen in die Bohnen ein. Das können pro Bohne schon mal bis zu 20 Larven sein. Dort fressen die Larven die Bohnen dann leer. Die Gesamtentwicklung ist dabei stark von der Temperatur abhängig. Bei 30 Grad Celsius etwa dauert es ungefähr vier Wochen. Bei 20 Grad Celsius kann sich die Zeit auf bis zu drei Monate verlängern. Anschließend findet direkt in der Bohne die Verpuppung statt. Danach schlüpfen die flugfähigen Käfer und machen sich ab einer Temperatur von etwa 21 Grad Celsius auf die Suche nach neuen Plätzen zur Eiablage. Übrigens: Ist es zu kalt, können die Käfer mehrere Monate in der Bohne überleben.
Speisebohnenkaefer schluepft

Um ins Freie zu gelangen, fressen sich die geschlüpften Käfer durch die Samenhülle.

Speisebohnenkäfer bekämpfen

In der Vorratskammer: Hierzulande kann der Bohnenkäfer wegen der Kälte nicht im Freien überwintern. Deshalb weicht er gerne auch auf Trockenbohnen und andere Hülsenfrüchte in Vorratskammern aus. Dann hilft nur eins: Befallene Vorräte sofort entsorgen. Ein wirksames Mittel gibt es nicht. Ansonsten sollten Sie die Hülsenfrüchte vor dem Verstauen genau in Augenschein nehmen und sie anschließend trocken und fest verschlossen lagern. Tipp: Wenn Sie die Samen ins Wasser werfen, schwimmen die befallenen Exemplare oben.
Im Garten: Sind die Pflanzen erst einmal befallen, sind sie kaum zu retten. Ein wirksames Mittel gegen den Schädling gibt es nicht. Befallene Pflanzen im Garte sollten Sie deshalb komplett entfernen. Der beste Schutz: nicht befallene Samen benutzen. Zur Vorbeugung sollten die Samen vor der Aussaat trocken, fest verschlossen und kühl gelagert werden, am besten bei etwa 5 Grad Celsius im Kühlschrank. Um auf Nummer sicher zu gehen, können Sie die Samen auch ein paar Tage einfrieren. Dazu sollten die Samen allerdings gut getrocknet sein. In der Regel werden beim Einfrieren Eier, Larven und Käfer abgetötet.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.