Nimmersatte Larven und Käfer

Schädlinge: Lilienhähnchen am besten absammeln

Die Bezeichnung Hähnchen mag er wahrscheinlich gar nicht hören. Er präsentiert sich nämlich wie ein stolzer Hahn. In knallrot und ziemlich verfressen macht sich der Lilienhähnchen-Schädling ungeniert über Ihre Lilien und Kaiserkronen her.

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Lilienhaehnchen

Das Lilienhähnchen frisst hässliche Löcher in Ihre mit viel Mühe gepflegten Lilien.

Lilien und Kaiserkronen sind hübsch anzusehen. Das Lilienhähnchen findet das wohl auch und hat die beiden Pflanzen deshalb wohl auch zum Fressen gern. Das rote Lilienhähnchen gehört zur Familie der Blattkäfer und wird sechs bis acht Millimeter lang. Er hat rote Flügeldecken und einen roten Halsschild. Der Kopf und die Beine sind schwarz. Häufig wird er mit dem ähnlich aussehenden Maiglöckchenhähnchen verwechselt. Das hat jedoch einen roten Kopf und teils rote Beine. Das Lilienhähnchen und seine Larven treten in den Monaten April, Mai, Juni und September auf und verspeisen mit Vorliebe Lilien. Dementsprechend häufig wird der Käfer in Gärten und Parkanlagen mit Lilien angefunden. Er frisst große hässliche Löcher in die Lilienblätter und macht auch vor den Blüten nicht halt. Außerdem stehen auf seiner Speisekarte unter anderem auch Schnittlauch und Kaiserkronen. Wie Sie Larven und Käfer bekämpfen, erklärt eGarden im Folgenden. Welche Schädlinge es sonst noch gibt, lesen sie hier, hier, hier und hier.

Von trickreichen Larven und Käfern

Die Lilienhähnchen-Weibchen legen die befruchteten Eier in Gruppen von 2 bis zu 16 Eiern an den Blattunterseiten ab. Das können insgesamt bis zu drei Generationen im Jahr und bis zu 350 Eier pro Generation sein. Die daraus entstehenden Larven sind noch gefräßiger als die erwachsenen Käfer und richten den größeren Schaden an. Mit einem Trick machen sie sich sogar für Vögel unattraktiv. Sie lagern ihren Kot auf ihrem Rücken ab, so dass nur noch der Kopf zum Fressen heraus schaut. Die Larvenzeit dauert ungefähr zwei bis drei Wochen. Die anschließende Verpuppung findet im Boden statt und dauert ungefähr eine bis zwei Wochen, bis der fertige Käfer schlüpft. Übrigens: Der Käfer arbeitet auch mit einem Trick. Bei Gefahr lässt er sich einfach fallen und bleibt auf dem Rücken liegen. Da er von unten schwarz ist, ist er fast unsichtbar.
Gelbe Lilie

Das Lilienhähnchen macht sich erst über die Blätter und anschließend über die Blüten Ihrer Lilien her.

Lilienhähnchen bekämpfen

Natürlich gibt es auch wirksame Pflanzenschutzmittel gegen den gefräßigen Käfer und seine Larven, etwa bei Amazon. Die wirksamste Methode ist aber das Absammeln der Käfer. Um das Lilienhähnchen auszutricksen (Fall-Trick), halten Sie dabei am besten eine Schaufel oder Ähnliches unter die Blätter. Die Eier und Larven lassen sich am besten mit einem Wasserstrahl entfernen. Liegen die Larven erstmal am Boden, können sie nicht zurück auf die Pflanze. Alternativ pflücken Sie die befallenden Blätter ab.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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