Vorne hui, hinten pfui

Schädlinge: Kohlweißling - der Kohlplünderer

Der Kohlweißling ist ein richtiger Blender. Als schicker weißer Schmetterling fliegt er unschuldig, quasi mit weißer Weste, durch Ihren Garten. Und als Raupe frisst sich der Schädling durch Ihren Kohl. eGarden gibt Tipps, wie Sie den Plagegeist los werden.

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Kohlweissling

Kaum zu glauben, dass der schicke Kohlweißling zu den Garten-Schädlingen zählt.

Den schicken Kohlweißling gibt es gleich im Doppelpack – als kleinen und als großen Kohlweißling. Eines haben beide gemeinsam: Die Raupen fressen sich durch Ihren Kohl und gehen dabei nicht zimperlich vor. Wenn er so als weißer Schmetterling, durch Ihren Garten fliegt, ist es meist schon zu spät. Dann sollten Sie umgehend Ihre Kohlblätter kontrolliieren. Wahrscheinlich sitzen die Raupen des Kohlweißlings schon in Reih und Glied auf den Blättern und halten sich daran schadlos.

Der Große und der Kleine

Der große und der kleine Kohlweißling unterscheiden sich vor allem in der Größe. Während der große Schmetterling eine Flügelspannweite von 60 Millimetern hat, besitzt der Kleine Falter nur 40 bis 50 Millimeter. Der große Kohlweißling hat schwarze Punkte auf den Flügeln und der kleine graue Flecken. Ansonsten tendieren die Flügel eher zu weiß. Der große Kohlweißling legt seine Eier oft in Gruppen von bis zu 20 Eiern im Mai bis Juni ab. Der kleine Kohlweißling legt die Eier hingegen im April und Juli einzeln ab. Die Raupen des großen Kohlweißlings sind schwarz gefleckt und die des kleinen Schmetterlings hellgrün. Die Raupen des kleinen Schädlings bohren sich sogar bis ins Herz der Kohlpflanze. Die Raupen richten großen Schaden an. Durch die Exkremente, die sie hinterlassen, verrotten die Pflanzen. Sobald sich die Raupen verpuppen, verlassen sie die Pflanzen und suchen sich einen Platz an einer Mauer oder einem Zaun. Im Sommer schlüpfen aus den Puppen dann die Schmetterlinge. Welche Schädlinge sich sonst noch so in Ihrem Garten tummeln, lesen Sie hier.
Raupe Kohlweissling

Die Raupe des Kohlweißlings frisst sich gnadenlos durch die Kohlbeete und kann großen Schaden anrichten.

Kohlweißlinge bekämpfen

Vorbeugung: Zur Vorbeugung, also bevor die Schmetterlinge überhaupt ihre Eier ablegen, können Sie versuchen die Beete mit Netzen zu schützen. Untersuchen Sie die Blattunterseiten regelmäßig nach den gelben Eiern oder schon geschlüpften Raupen. Die Eier können Sie einfach zerdrücken und die Raupen absammeln.
Biologische Mittel: Im Handel, etwa bei Amazon erhalten Sie biologische Mittel zur Bekämpfung. Sehr wirksam ist das natürliche Bakterium Bacillus thuringiensis. Es ist für andere Insekten unschädlich und wird meist einfach aufgesprüht.
Chemische Mittel: Wenn konventionelle Maßnahmen nicht mehr ausreichen, können Sie auch auf chemische Mittel zurückgreifen. Da diese Stoffe meist sehr giftig sind, sollten Sie sich immer genau an die jeweilige Anleitung halten.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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