Die kleine Raupe Nimmersatt

Schädlinge: Kleiner Frostspanner - am seidenen Faden durch die Luft

Hört sich harmlos an, ist er aber nicht. Der kleine Frostspanner, besser gesagt dessen Raupe, gehört zu den Schädlingen, die großen Schaden anrichten können. Sie fressen sich, oft bis zum Kahlfraß, bevorzugt durch Laubhölzer, etwa Buchen und Ahorn.

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Die Raupe des kleinen Frostspanners

Schädling: Kleiner Frostspanner – beim Kriechen formen die Raupen einen für Spannerraupen typischen Buckel.

Der Schädling „Kleiner Frostspanner“ ist ein Schmetterling und gehört in die Familie der Spanner. Die Männchen unterscheiden sich ausgeprägt von den Weibchen. Das Männchen kann fliegen und hat eine Flügelspannweite von bis zu 25 Millimeter. Die Flügel sind mit schwachen gelb-roten Farbakzenten durchsetzt. Das bräunlich-braune Weibchen ist flugunfähig und kann sich nur laufend fortbewegen. Bei beiden sind die Mundwerkzeuge verkümmert. Deshalb können die erwachsenden Tiere auch keine Nahrung aufnehmen und leben nur wenige Tage. Nach dem ersten Frost im Spätherbst schlüpfen die Falter aus den Puppen. Während die Männchen im Dunkeln auf Obstplantagen und in Wäldern umherschwirren, klettern die Weibchen auf die Bäume, bevorzugt auf Eichen, Ahorn, Hainbuchen, Eichen und Obstbäume. Auf den Bäumen findet dann die Paarung statt. Die Eier werden meist in den Ritzen der Rinde abgelegt und überwintern dort. Im Frühjahr, wenn die Blätter austreiben, schlüpfen die Larven und beginnen mit dem Fressen der jungen Blätter. Wegen der kurzen Lebensdauer der Schmetterlinge übernehmen die Raupen auch die Verbreitung ihrer Art. Dazu spinnen die frisch geschlüpften Raupen Fäden und lassen sich vom Wind an andere Orte wehen. Die Verpuppung der Raupen findet am oder im Boden statt.
Der kleine Frostspanner

Nur das Männchen des kleinen Frostspanners hat Flügel und kann fliegen.

Den kleinen Frostspanner bekämpfen

Natürliche Bekämpfung: Bevor Sie zu chemischen Mitteln greifen, können Sie versuchen, die Plagegeister auf natürliche Weise zu bekämpfen. Raupen stehen bei Blaumeisen ganz oben auf der Speisekarte. Um die Meisen in den Garten zu locken, können Sie feste Nistplätze einrichten. Auch frei laufende Hühner picken die Raupen weg.
Leimringe: So genannte Leimringe werden rund um die Bäume angebracht. Die sind klebrig und halten die flugunfähigen Weibchen auf, bevor sie ihre Eier ablegen können. Leimringe bekommen Sie im Baumarkt, im Garten-Center oder im Internet bei Amazon.
Chemische Mittel: Wenn gar nichts mehr hilft, können Sie auch auf chemische Mittel zurückgreifen. Da diese Mittel meist sehr giftig sind, sollten Sie sich immer genau an die Anleitung halten.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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