Drahtige Würmer

Schädlinge: Der Saatschnellkäfer und seine Larven

Der Saatschnellkäfer ist ein lustiges Kerlchen. Wenn Gefahr droht, schnellt er mit einem Klick in die Höhe. Und auch sonst ist er eher ungefährlich für Ihren Garten. Seine Larven aber, auch Drahtwürmer genannt, machen sich über Ihre Pflanzen her.

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Saatschnellkäfer

Der Schädling Saatschnellkäfer ernährt sich hauptsächlich von Gräsern und Blättern.

Saatschnellkäfer gehören zur Familie der Schnellkäfer und mit zu den gefährlichsten Schädlingen. Vor allem der Nachwuchs, die Larven, auch Drahtwürmer genannt, können einen großen Schaden anrichten. Während sich die Käfer, die bis zu 10,5 Millimeter groß werden können, von Blättern und Gräsern ernähren, schlagen die Larven richtig zu. Sie leben im Boden und fressen die Wurzeln der Wirtspflanzen, etwa von Kartoffeln, Tomaten, Paprika oder Zuckerrüben. Dabei bohren sich die bis zu 25 Millimeter großen Drahtwürmer regerecht in die Wurzeln und fressen Gänge bis in die Pflanzenbasis. Die befallenen Pflanzen bleiben im Wachstum zurück, welken dann und sterben zum Teil ab. Der Käfer ist gelblich-braun und hat abwechselnd dunkle und hellbraune Längsstreifen. Durch seinen speziellen Körperbau können Saatschnellkäfer bei Gefahr nach oben wegschnellen. Daher auch der Zusatz „schnell“ im Namen. Der erwachsene Käfer wird ungefähr ein Jahr alt. Ende Mai bis Anfang Juni paaren sich die Käfer. Die Weibchen legen ihre Eier dann im Boden unter den Futterpflanzen ab. Nach etwa einem Monat schlüpfen die Larven und bleiben dann vier bis fünf Jahre im Boden. Im ersten Jahr ernähren sie sich hauptsächlich von Humus. Dann beginnt das große Fressen an den Pflanzenwurzeln. Sobald die Larven voll entwickelt sind, verpuppen sie sich im Boden in kleinen Höhlen. Nach vier Wochen schlüpfen die Käfer und überwintern noch in der Erde.
Drahtwurm

Die Larven des Saatschnellkäfers leben im Boden und fressen die Wurzeln der Wirtspflanzen.

So bekämpfen Sie den Saatschnellkäfer

Den Drahtwurm zu bekämpfen ist eine schwierige Angelegenheit. Ist Gefahr im Verzug, verkriechen sich die Larven in tiefere Erdschichten. Ein effektives Schädlingsmittel gibt es nicht. Mit einem Trick können Sie die Drahtkäfer überlisten. Stecken Sie angeschnittene Kartoffeln in den Boden, am besten wenn er trocken ist. Warten Sie ein paar Tage ab, bis die Kartoffeln befallen sind. Dann entsorgen Sie sie samt Drahtwürmern im Restmüll. Bei kleineren Anbauflächen ist diese Methode ziemlich wirkungsvoll und auch noch zu handeln. Bei großen Flächen ist es aber wohl zu aufwändig und mühsam.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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