Nachtaktiver Vielfraß

Schädlinge: Der Dickmaulrüssler kommt über Nacht

Der Dickmaulrüssler kommt bei Dämmerung und nachts. Er frisst Buchten in die Blätter Ihrer Pflanzen und ist dabei nicht wählerisch. Zugleich machen sich die Larven über die Wurzeln her. eGarden erklärt, wie Sie den Krabblern den Garaus machen.

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Dickmaulruessler

Der Dickmaulrüssler hat immer Hunger und Ihr Garten ist das perfekte Restaurant. Die Zeche zahlen Sie.

Ob Stauden, Geranien, Primeln oder Rosen und Buchsbäume – für den Dickmaulrüssler präsentiert sich Ihr Garten wie das Schlaraffenland. Der zwischen 3 und 14 Millimeter große Krabbler ist nicht besonders wählerisch und frisst sich durch mehr als hundert verschiedene Pflanzenarten. Seine Visitenkarte: der so genannte Buchtenfraß. An den Blatträndern finden sich die typischen halbkreisförmigen Fraßstellen. Noch bedrohlicher für Ihre Pflanzen sind aber die Larven des hartnäckigen Schädlings. Die machen sich mit Heißhunger über die Wurzeln Ihrer Gartenpflanzen her. Die Bekämpfung des Dickmaulrüsslers und dessen Larven ist nicht ganz einfach. eGarden gibt Tipps, wie es trotzdem klappen kann. Welche Schädlinge es sonst noch gibt, lesen sie hier und hier.

Die Larven sind das wahre Übel

Die wahre Bedrohung lebt knapp unter der Erde – die Larven des Dickmaulrüsslers. Nach der Eiablage in den Boden beginnen die nimmersatten Larven die Wurzeln Ihrer Pflanzen aufzufressen. Und sie hören erst auf, wenn aus ihnen Ende Mai, Anfang Juni die Käfer schlüpfen. Und dann geht das große Fressen draußen auf den Pflanzen weiter.
Dickmaulruessler auf Blume

Dickmaulrüssler befallen auch gerne Zimmerpflanzen, etwa Primeln und Fuchsien und auch einige Orchideenarten.

Dickmaulrüssler Bekämpfen

Vorbeugung ist der beste Schutz: Achten Sie beim Kauf neuer Pflanzen darauf, dass sie schädlingsfrei sind. Denn oft werden Schädlinge wie der Dickmaulrüssler bereits mit befallenen Pflanzen in den heimischen Garten geholt. Mit der chemischen Keule ist dem erwachsenen Käfer kaum beizukommen. Er versteckt sich tagsüber geschickt und ist so kaum zu lokalisieren. Da hilft nur fleißiges Absammeln der Käfer. Viel entscheidender ist aber auch die Bekämpfung der Larven. Die effektivste Methode ist hier wohl der Einsatz von so genannten Nematoden (Fadenwürmer). Diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer suchen die Larven aktiv auf und dringen in sie ein. Anschließend übertragen sie ein für Mensch und Tier ungefährliches Bakterium auf die Larven. Nach drei Tage sterben die Dickmaulrüssler-Larven dann ab.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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