Irgendwie sympathisch

Schädlinge: Beerenwanze – schädlich und nützlich zugleich

Die Beerenwanze befällt Ihre Beeren nicht, um die neuesten Geheimnisse aus Ihrem Garten abzuhören. Vielmehr frisst sie sie. Dabei geht er sogar recht moderat vor und nascht nebenbei noch lästige Blattläuse. Schädling oder Nützling – entscheiden Sie!

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Die Beerenwanze

Schick und ungewöhnlich kommt die Beerenwanze daher, wenn sie auf Jagt nach Beeren und Blattläusen geht.

Die meisten Schädlinge zerstören Ihre Pflanzen. Je nach Art, fressen sie Ihre sorgsam gepflegten Gewächse einfach auf, oder sie knabbern zum Beispiel die Wurzeln an und verhindern so das Wachstum. Die zur Familie der Baumwanzen gehörende Beerenwanze nascht zwar auch an Ihren Früchten – bevorzugt an Brom- und Himbeeren sowie an Johannisbeeren. Sie dient aber auch als Nützling, weil Sie auf ihrem Speiseplan auch lästige Blattläuse stehen hat. Genau gesagt, frisst die Wanze die Früchte nicht – sie saugt sie aus. Dabei stellt die Beerenwanze in der Regel aber keinen großen Schaden an. Beim Saugen spritzt die Wanze ihren Speichel in die Früchte. Dadurch schmecken und riechen die so unangenehm und werden so ungenießbar. eGarden erklärt, wie Sie die Wanzen vertreiben – wenn Sie überhaupt wollen. Noch mehr über Schädlinge im Garten lesen Sie hier.
Die Eier der Beerenwanze

Eiablage im Paket. In solchen Sets – etwa 30 Eier pro Paket legen die Weibchen Ihre Eier oben auf den Blättern ab.

Fünfmal häuten und fertig ist die Wanze

Im Frühjahr paaren sich die Beerenwanzen. Die Eier werden anschließend auf der Blattoberfläche in Grüppchen zu etwa je 30 Stück abgelegt. Die Entwicklung zur fertigen Beerenwanze dauert recht lange. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven häuten sich bis zum Herbst fünfmal und überwintern dann auch noch einmal. Aber schon vor dem Überwintern sind sie vollständig entwickelt. Beerenwanzen können bis zu 1,2 Zentimeter lang werden und sehen verwegen und schick aus. An den meist rot violett schimmernden Deckflügeln schließt sich ein Schild an. Auffallend: die schwarz-weißen geringelten Fühler. Überall wo es Beeren gibt, findet man die Beerenwanze, etwa an Waldrändern, in Laubmischwäldern oder in Ihrem Garten.

Beerenwanze bekämpfen

Wie bereits erwähnt, ist die Beerenwanze nicht gerade DER Schrecken eines Gärtners. Und da der Schaden meist überschaubar ist und oft nur einen kleinen Teil der Früchte betrifft, sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie die Beerenwanze überhaupt vertreiben wollen. Und auch deren Hunger auf Blattläuse und kleine Raupen sollte Ihren anderen Pflanzen zu Gute kommen. Und wenn Sie die kleinen Wanzen trotzdem los werden wollen, sollten Sie die Beerenwanzen einfach abschütteln oder absammeln. Es gibt zwar Schutzmittel gegen saugende Insekten. Ein spezielles Mittel gegen Beerenwanzen aber nicht.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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