Erbrechen, Durchfall und Lähmungserscheinungen

Giftpflanze des Jahres 2017: Das Tränende Herz

Diese romantische aussehende Blüte ist nicht ungefährlich. Das „Tränende Herz” ist die Giftpflanze des Jahres 2017, und ihr Gift hat es in sich.

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Tränendes Herz

Das Tränende Herz sieht hübsch aus, ist aber giftig.

Ihren Namen hat sie aufgrund ihrer Blüten. Diese sehen aus wie kleine pinke Herzen von denen eine weiße Träne hängt. Manche nennen sie auch Flammendes Herz, Herzblume oder Marienherz. Das Tränende Herz (Lamprocapnos spectabilis) ist eine beliebte Zierpflanze und wurde bei der öffentlichen Wahl des Botanischen Sondergartens Wandsbek in Hamburg zur Giftpflanze des Jahres 2017 gewählt. Es erhielt knapp 36 Prozent der 1392 Wählerstimmen und setzte sich gegen seine Konkurrenten Stechpalme, Hanf, Kaffee und Dieffenbachie durch. Mit der Wahl zur Giftpflanze des Jahres möchte der Botanische Sondergarten Wandsbek auf unbekannte, giftige Pflanzen aufmerksam machen, in der Hoffnung, so Vergiftungsunfälle zu vermeiden.

Das Tränende Herz: Vorkommen und Eigenschaften

Das Tränende Herz kommt ursprünglich in chinesischen und koreanischen Bergwäldern vor. Seit dem 19. Jahrhundert genießt sie dank seiner außergewöhnlichen Blütenform auch in Europa große Beliebtheit. Es gehört zur Pflanzenfamilie der Mohngewächse und ist somit mit dem ebenfalls giftigen Klatschmohn verwandt. Es mag feuchte und halbschattige Plätzchen, ist pflegeleicht und eignet sich daher für Beete im Garten und Balkonkübel. Seine Blütezeit ist im Mai und Juni während der sich an bis zu 30 Zentimeter langen Trieben mehrere herzförmige, rosafarbene Blüten bilden.

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Das Tränende Herz: Einfach alles ist giftig

An dem Frühjahrsblüher ist einfach alles giftig. Die giftigen Alkaloide im Tränenden Herz stecken zwar vor allem in der Wurzel, doch auch die Blüten, Blätter und Stängel sind gefährlich. Überall kann der Pflanzensaft austreten, der eine Allergie auf der Haut auslöst. Pflanzenteile, die man verschluckt, können eine Vergiftung verursachen. Die beginnt mit einem Brennen im Mund und führt dann weiter zu Magen-Darm-Beschwerden mit Durchfall und Erbrechen. In seltenen Fällen kommt es zu starken Vergiftungen mit Lähmungserscheinungen. Meist jedoch nur, wenn man Teil der Wurzel zu sich nimmt, da diese der giftigste Teil der Pflanze ist. Wer sich also an den romantisch aussehenden Strauch traut, sollte beim Umgang immer Handschuhe tragen.
Sabine Stanek

von

Mein grüner Daumen ist nicht angeboren, doch zum Glück gibt es smarte Pflanzen-Gadgets! Über die berichte ich auf eGarden – für alle, denen es so geht wie mir.