Der wohlriechende Zierstrauch

Die schönsten Ziersträucher Teil 3: Europäischer Pfeifenstrauch

Europäischer Pfeifenstrauch – bei dem Namen vermutet man wohl eher Tabakgeruch. Aber weit gefehlt, der schicke Zierstrauch duftet verführerisch nach Jasmin. Und er sieht dem echten Jasmin zum verwechseln ähnlich.

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Europaeischer Pfeifenstrauch

Der falsche Jasmin, wie der Europäische Pfeifenstrauch auch genannt wird, ist für Gärten hierzulande bestens geeignet. Er ist anspruchslos und winterhart.

Bauernjasmin, Falscher Jasmin, Blasser Pfeifenstrauch oder Sommerjasmin – der Europäische Pfeifenstrauch hat viele Namen. Fakt ist: Er sieht dem echten Jasmin zum verwechseln ähnlich und er riecht auch so. Dabei gehören beide Sträucher nicht mal zur gleichen Pflanzenfamilie. Der Europäische Pfeifenstrauch gehört zu den Hortensiengewächsen, während der echte Jasmin in die Familie der Ölbaumgewächse gehört. Die weißen Blüten des Europäischen Pfeifenstrauchs verbreiten einen angenehmen Jasminduft, der gegen Abend besonders intensiv wird. Der bis zu vier Meter hoch werdende Strauch lockt durch seinen intensiven Duft etliche Nützlinge in den Garten, etwa Bienen und Hummeln. Deshalb sollten Sie den von Juni bis Juli blühenden Strauch nicht unbedingt in die Nähe von Sitzplätzen pflanzen.

Die Blüten der meisten Europäischen Pfeifensträucher duften intensiv nach Jasmin.

Nicht jeder Europäische Pfeifenstrauch duftet

Vom Falschen Jasmin gibt es durch die zahlreichen Kreuzungen viele unterschiedliche Sorten. Die Unterschiede liegen in den Grüntönen der Blätter und in unterschiedlichen Blüten. Die können unterschiedlich groß, gefüllt oder ungefüllt sein. Das viele Herumexperimentieren bringt auch immer wieder Sträucher hervor, die nicht duften. Wenn Sie bereits blühenden Falschen Jasmin kaufen, können Sie sich selber vom Duft überzeugen. Bei Stecklingen sollten Sie genau nachfragen, ob die Blüten später einen Jasminduft verbreiten.

So fühlt sich der Europäische Pfeifenstrauch am wohlsten

Am wohlsten fühlt sich der Falsche Jasmin an halbschattigen bis sonnigen Plätzen. Er ist winterhart und stellt an den Boden keine besonderen Anforderungen. Der Boden sollte einigermaßen nährstoffreich und nicht zu trocken sein. Was er nicht schätzt, sind Staunässe und eine längere Trockenperiode. Abgestorbene Triebe und Äste sollten regelmäßig entfernt werden.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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