Beerenstarke Früchte aus dem Garten

Es ist Brombeeren-Zeit: Das müssen Sie wissen

Von Juli bis Oktober ist in deutschen Gärten Brombeerzeit. Wann und wie Sie die beerigen Früchte am besten pflücken und wie Sie die Triebe für eine noch ertragreichere Ernte vermehren können, haben wir in diesem Ratgeber für Sie zusammengefasst.

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Unreife Brombeeren

Weisen die Früchte während der Brombeerzeit im Sommer fleckige Stellen auf, könnte das ein Hinweis auf einen Schädlingsbefall sein.

Brombeeren wachsen ursprünglich im Wald oder am Straßenrand. Doch bei vielen Hobbygärtnern gedeihen die wohlschmeckenden Rosengewächse auch im Garten oder sogar auf dem Balkon. Ab Mitte Juli können Sie das starkwüchsige Beerenobst ernten. Ist die Beere schwarz, warten Sie noch etwa eine Woche. Dann ist die Frucht prall und zart, lässt sich einfach vom Trieb entfernen und mit der Zunge am Gaumen zerdrücken. Damit bis dahin auch alles bestens wächst und gedeiht, kommt es in erster Linie auf die richtige Pflanzenpflege an.

Regelmäßig zurückschneiden

Brombeeren sind im Grunde genommen recht einfach zu pflegen. Regelmäßiges Bewässern, Düngen und Zurückschneiden hält die Pflanzen gesund. Wichtig: Brombeeren sind zweijährige Pflanzen, bei denen sich im ersten Jahr zunächst Jungruten herausbilden und erst im Folgejahr Seitentriebe wachsen, an den Früchte gedeihen. Damit die Ernte im Sommer möglichst üppig ausfällt, brauchen die Gewächse bereits im Februar, wenn die Äste noch kahl sind, einen Rückschnitt. Wenn sich bis Ende Mai bzw. Anfang Juni viele neue Jungruten gebildet haben, verpassen Sie der Pflanze einen Sommerschnitt, sodass Nährstoffe und Licht die Triebe besser erreichen können. Lassen Sie beim Rückschnitt am besten nur fünf bis sechs Triebe pro Pflanze stehen. Wer denkt, dass er eine ertragreichere Ernte einfahren kann, wenn er mehrere Triebe stehen lässt, der irrt. Denn aufgrund des Auswuchses stehen die Pflanzen dann zu dicht nebeneinander, entziehen sich gegenseitig Nährstoffe und werden so anfälliger für Krankheiten bzw. werfen deutlich kleinere Früchte ab. Ab Oktober entfernen Sie die abgeernteten, zweijährigen Ruten und die Pflanze formiert sich neu.
Reife Brombeeren erkennen

Reife früchte erkennen Sie an der durchgehend schwarzen Färbung und einer zarten Konsistenz.

Durch Vermehrung noch mehr ernten

Brombeeren lassen sich ohne großen Aufwand problemlos vermehren. Sie breiten sich entweder über unterirdische Wurzelausläufer aus oder schicken vermehrungswillige Ruten in Richtung Erdboden. Die ideale Methode zum Vermehren ist die sogenannte Absenker-Methode. Sobald sich eine Rute in Richtung Boden a, drücken Sie diese ein wenig in die Erde und buddeln die Spitze des Triebes vorsichtig ein, ohne die Erde festzutreten. Nun können sich neue Wurzeln bilden und es entsteht eine neue Pflanze. Der ideale Zeitpunkt zum Vermehren ist ab Mitte August.

Vorsicht vor Schädlingen

Die sogenannte Brombeer-Gallmilbe sorgt mit einer Art Giftstoff dafür, dass die Früchte nur so aussehen, als würden Sie noch reifen. Erkennen können Sie es daran, dass die Früchte sich nicht vollständig schwarz färben, da sich die kleinen Tierchen in den Teilfrüchten einnisten. Die Gallmilbe wandert ab Frühling den Trieb entlang und Sie können den Schädling bekämpfen, indem Sie rechtzeitig Schwefel spritzen. Die erste Spritzung nehmen Sie am besten vor, sobald der erste Trieb in etwa zehn Zentimeter lang ist. Das Ganze wiederholen Sie weitere zwei Male im Abstand von jeweils zehn Tagen. So töten Sie den Großteil der Plagegeister ab und schützen Ihre Früchte.
Jan-Christoph Öhlenschläger

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Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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