Nützliche Gäste im Garten

Nützlingen im Garten helfen und Hummelnest bauen

Die friedlichen Hummeln machen sich im Garten nützlich. Sie können die Tiere unterstützen, indem Sie ihnen ein Hummelnest bauen. Dort ziehen sie im Frühjahr ein.

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Hummelnest bauen

Ein Hummelnest schenkt Hummeln ein Zuhause und lässt Obstbäume und Beeren gedeihen.

Die dicke gelb-schwarz gestreifte Hummel gehört zwar zu den Bienenarten, setzt ihren kleinen Stachel im Gegensatz zu Bienen und Wespen jedoch selten ein. Die Nützlinge sind in freier Wildbahn stark bedroht, da sie immer weniger Nistplätze und Nahrung finden. Sie können die Hummeln unterstützen, indem Sie Ihnen im Garten ein Hummelnest bauen.
Hummeln haben es vor allem in den Sommermonaten schwer, da durch die intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Chemikalien kaum noch Wildblumen blühen. So finden sie zu wenige Möglichkeiten, Nektar zu sammeln und vielen jungen Hummeln droht der Hungertod. Pflanzen Sie Sommerblumen wie Lupinen, Rittersporn und Löwenmäulchen, von denen sich die Hummeln im Sommer ernähren.

Warum sollte ich den Hummeln ein Hummelnest bauen?

Hummeln und Bienen erfüllen wichtige Aufgaben in der Natur. Ohne sie und ihre fleißige Arbeit könnten sich viele Pflanzen kaum vermehren. Auch Obstbäume und Beeren sind auf die fliegenden Befruchter angewiesen. Da sie jedoch immer weniger natürliche Nistplätze finden, haben die Königinnen entsprechende Schwierigkeiten ihre Eier abzulegen, aus denen die neue Generation Arbeiterinnen schlüpft. Tierliebe Menschen können ihnen ein Hummelnest bauen und so im eigenen Garten die Möglichkeit zur Eiablage geben. Später helfen Sie ihnen durch das Pflanzen von Sommerblumen bei der Nahrungssuche.

Wie kann ich ein Hummelnest bauen?

Sie können einen Fertigbausatz im Baumarkt erwerben oder aus alten Holzresten ein Hummelnest bauen. Es sollte etwa die Größe eines Schuhkartons haben. Sie brauchen folgendes Material:
  • 1 Sperrholzplatte etwa 30 x 30 cm
  • 1 Sperrholzplatte etwa 40 x 40 cm
  • 4 Sperrholzplatten etwa 30 x 40 cm
  • Pappröhren (z. B. die Innenrollen von Alufolie)
  • Sägespäne oder Kleintierstreu aus dem Supermarkt
  • Nägel
Bohren Sie in die Sperrholzplatten kleine Löcher zur Belüftung und als Ein- und Ausgang für die Hummeln. Zimmern Sie nun aus den Sperrholzplatten eine Behausung für die Hummeln. Die Maße sind dabei flexibel. Haben Sie noch Holzreste zu Hause, die kleiner oder größer sind, verwenden Sie diese, anstatt neues Holz zu kaufen. Lassen Sie sich im Baumarkt Holzplatten zurechtschneiden, können Sie direkt darum bitten, Löcher hineinzubohren.
Das Dach sollte etwas überstehen, um die Einfluglöcher vor Regen zu schützen. Dünne lange Pappröhren helfen den Hummeln, den Weg zu finden. Das Innere des Hummelnestes polstern Sie mit Sägespänen oder Kleintierstreu aus. Den Rest erledigen die Hummeln selbst. Achten Sie darauf, dass der Kasten nicht direkt auf dem Boden steht, sondern auf kleinen Holzblöcken oder umgestülpten Blumentöpfen. So kann Luft darunter zirkulieren.
Haben Sie wenig Platz im Garten oder auf dem Balkon, müssen Sie kein aufwendiges Hummelnest bauen. Fügen Sie zwei mit Erde oder Streu gefüllte Blumentöpfe zusammen. Diese Konstruktion bietet an beiden Enden durch die Löcher einen Ein- und Ausgang und stellt Hummeln im Notfall zufrieden.

Was muss ich beim Hummelnest bauen noch beachten?

Haben Sie "Ihre" Hummeln über das Frühjahr und den Sommer begleitet und beobachtet, ist es oft ein schwerer Schlag, wenn Sie im Herbst zahlreiche Hummeln tot im Garten finden. Sie haben jedoch nichts falsch gemacht, denn dies ist der Lauf der Natur: Die Arbeiterinnen sterben nach einem fleißigen Sommer, während sich die befruchteten Königinnen über den Winter zurückziehen und von ihren Vorräten zehren, ehe sie im folgenden Jahr einen neuen Staat gründen.
Sie brauchen für das nächste Frühjahr kein neues Hummelnest: Reinigen Sie das vorhandene Nest und richten Sie es im Februar oder März neu her, sodass neue Hummeln einziehen können.

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