Die schönsten Weihnachtsbäume

Weihnachtsbaum schmücken: Kann Ihr Baum hier mithalten?

Gibt es den typischen Weihnachtsbaum? Wir haben uns umgesehen und die schönsten, lustigsten, modernsten und verrücktesten Weihnachtsbäume für Sie zusammengestellt.

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Wunderschöner Weihnachtsbaum

Die Farbkombination Gold und Rot ist sehr beliebt.

Die Vorweihnachtszeit ist von Vorfreude erfüllt. Alle putzen ihre Wohnungen heraus, Lichter werden ins Fenster gestellt und die Weihnachtsmärkte erhellen die Städte. Der Duft von Glühwein und Gebäck zieht durch die Dörfer. Die Augen der Kinder werden groß, wenn sie den geschmückten Weihnachtsbaum erblicken.
Die heimische Stube wird zum gemütlichsten Ort der Welt. Eingehüllt in Keksduft, umgeben von weihnachtlichen Dekorationen genießt man die abendliche Stimmung im Kerzenschein. Der Weihnachtsbaum ist das Herzstück jeder weihnachtlichen Dekoration. Wir haben für Sie die schönsten, lustigsten und verrücktesten Weihnachtsbäume in eine Fotostrecke gepackt:

Galerie: Weihnachtsbäume satt: So schmückt Deutschland

Die Geschichte des Christbaumes

Es gibt keinen historischen Anfang an dem der geschmückte Baum in die Geschichte einzog. Der geschmückte, immergrüne Baum ist ein Zeichen für Lebenskraft und findet seinen Ursprung in verschiedenen Bräuchen und Kulturen. Wer sich einen grünen Baum ins Haus holt, holt sich die Gesundheit ins Heim.
Die Römer schmückten zur Wintersonnenwende einen Baum zu Ehren des Sonnengottes. Das Schmücken des Maibaumes ist seit dem Mittelalter bis heute erhalten geblieben. Der 24. Dezember war früher der liturgische Gedenktag von Adam und Eva, an dem die Kirche Paradiesspiele aufführte. An den Sündenfall erinnernd, schmückten die Menschen einen Baum mit Adam, Eva und einer Schlange aus Holz sowie mit Äpfeln und Gebäck. Bis ins frühe 19. Jahrhundert hielt sich der Brauch in Norddeutschland.
In der Neuzeit fanden sich schriftliche Eintragungen über Weihnachtsbaum-Ausgaben in den Büchern von Herrschern und Zunfthäusern. Die erste gesicherte Niederschrift eines Weihnachtsbaumes im heutigen Sinn findet sich 1605 in Aufzeichnungen aus dem Elsass. Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien schmückte 1611 den ersten Weihnachtsbaum mit Kerzen. Im 18. Jahrhundert nahm die Beliebtheit des Weihnachtsbaumes zu. Begünstigt wurde die Verbreitung des Brauchs durch die Literatur, die den Weihnachtsbaum thematisch aufgriff.
Weihnachtsbaum

Johann Wolfgang von Goethe erwähnte als einer der ersten den Weihnachtsbaum in seinem Briefroman “Die Leiden des jungen Werthers“.

Nicht jeder konnte sich einen Baum leisten, denn Tannenbäume waren in Europa selten. Nur die gut betuchten, höheren Schichten waren in der Lage, den damaligen Weihnachts-Luxus zu leben. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden vermehrt Tannen- und Fichtenwälder angelegt. Der städtische Bedarf war damit gedeckt und der Besitz eines Weihnachtsbaumes war keine Geldfrage mehr. Festlicher Luxus wurde für alle erschwinglich.
Die katholische Kirche hielt lange Zeit an der Krippe als wichtigstes Weihnachtssymbol fest. Sie übernahm erst Ende des 19. Jahrhunderts den Brauchtum des Weihnachtsbaumes und 1982 erstrahlte der erste Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz. Am Rande sei gesagt, dass die Kirche den heidnischen Brauch mit Argwohn gegenüberstand. Denn der Baum galt bereits den Kelten als eine heilige Stätte.

Der Weihnachtsbaum in Deutschland

2013 wurden in Deutschland 30 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. In den 50er Jahren wurden hauptsächlich Rotfichten verwendet. In den 60er und 70er Jahren waren Blaufichten sehr beliebt. Erst in den 80er Jahren zog die Nordmann-Tanne in die Stuben ein. Ihr Wuchs ist sehr gerade und gleichmäßig. Sie nadelt wenig, doch ist sie im Gegensatz zu den Fichten nahezu geruchslos. Hier finden Sie Tipps, welches der richtige Baum für Sie ist. Auch künstliche Bäume stehen in deutschen Wohnzimmern.

Galerie: Zehn künstliche Weihnachtsbäume im Test

Der Baumschmuck

Die ersten Christbaumkugeln wurden im Jahr 1830 geblasen. Lametta wird seit 1878 hergestellt und soll an glitzernde Eiszapfen erinnern. Heute sind der Fantasie beim Schmücken keine Grenzen gesetzt.

Das Ende des Weihnachtsbaumes

Am 6. Januar endet die Zeit des Weihnachtsbaumes. Die 13 Tage Festzeit des christlichen Glaubens sind vorrüber. Am Tag der Heiligen Drei Könige wird dem Baum der Schmuck abgenommen. In Schweden, Finnland und Norwegen endet das Leben des Weihnachtsbaumes erst am 13. Januar. Am St.-Knuts-Tag werden die Kerzen entfernt, letzte Leckereien von den Kindern geplündert und der Baum aus dem Haus getragen. Im Gegensatz zur Werbung des schwedischen Möbelhauses ist es nicht üblich, die Bäume aus dem Fenster zu werfen. Obwohl, so ganz bar jeglicher Realität ist das nicht einmal: Mein Vater höchtspersönlich warf jedes Jahr am 6. Januar den Baum aus dem Fenster der dritten Etage auf den Hof. Für mich war der Baumflug ein echtes Highlight. Neben der langweiligen Entsorgung über die Müllabfuhr gibt es übrigens weitere, schönere Alternativen.
Der Weihnachtsbaum ist ein Brauch, der nicht nur Kinderaugen zum Strahlen bringt. Kaufen Sie einen Weihnachtsbaum und schmücken Sie ihn gemeinsam mit ihren Kindern. Es werden bleibende Erinnerungen sein, die für alle Zeit die Herzen ihrer Familie erfüllen werden.

Weihnachtsbaum

Cornelia Diedrichs

von

Meine Seele gehört der Natur, mein Herz gehört dem Schreiben.

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