Hilfe für Piepmätze

Vogelhäuschen selber bauen: Darauf sollten Sie achten!

Egal ob Futterhaus oder Nistkasten: Vogelhäuschen sind eine Bereicherung für jeden Garten. Sie helfen Vögeln nicht nur bei der Aufzucht, sondern sind auch ein wunderbarer Blickfang. Was Sie beachten sollten, wenn Sie Vogelhäuschen selber bauen, erfahren Sie hier.

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Vogelhäuschen selber bauen

Nistkasten oder Futterhaus? Wenn Sie Ihr Vogelhäuschen selber bauen möchten, sollten Sie ein paar Dinge beachten.

Wenn der Frühling bald in voller Stärke kommt, fangen auch Vögel wieder an zu brüten. Die größte Gefahr für Vögel sind dabei freilaufende Katzen. In den USA sollen Katzen in den vergangenen Jahren rund vier Milliarden Vögel getötet haben. Die Zahl dürfte hier in Deutschland natürlich wesentlich niedriger liegen. Trotzdem werden Schäden in der Vogelwelt mittlerweile ein Problem. Solch ein Problem, dass manche Städte eine Kastrationspflicht für Katzen eingeführt haben. Denn wird der Fortpflanzungstrieb lahmgelegt, verschwindet auch die Lust am Jagen. Wenn Sie ein Vogelhäuschen selber bauen möchten, sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie ein Futterhaus oder Nistkasten bauen möchten. Da viele Vögel ihre Nester in Sträuchern bauen, sind Katzen für sie eine ständige Gefahr. Ein Nistkasten kann hierbei sehr helfen. Gerade freihängende Vogelhäuschen sind so nur schwer zu erreichen.

Das Vogelhaus als Futterstelle

Egal ob Futterstelle oder Nistkasten, wenn Sie ein Vogelhäuschen selber bauen möchten, sollten Sie sich fragen, ob Sie fertige Bausätze kaufen möchten oder das Haus komplett eigenständig anfertigen. Bei Letzerem gilt es ein paar Dinge zu beachten. Wie groß soll das Vogelhaus sein? Welche Vögel sollen sich am Inhalt gütlich tun können? Soll es ganzjährig benutzbar sein? Je größer ein Futterhaus ist, desto weniger werden Vögel um einen Platz kämpfen. Es lohnt sich also, wenn das Haus ein bisschen größer ist. Ein Haus mit einer Größe von 50 Zentimeter bietet genug Platz für genügend Vögel. Möchten Sie es den Piepmätzen besonders angenehm machen, bauen Sie ein zweistöckiges Haus mit kleineren Öffnungen in der unteren Etage und größeren Öffnungen oben.
Wichtig: Achten Sie darauf, dass die Öffnungen nicht zu groß sind. Sind die Seiten beispielsweise komplett frei, haben Sie vielleicht auch ungebetene Besucher zu Gast. Tauben und Raben haben eine gute Körnermischung genauso gerne, wie Amsel, Meise und Spatz. Das Problem: Sie vertreiben die kleineren Artgenossen und die Vogelvielfalt bleibt aus. Abhilfe schaffen hier unterschiedlich große Öffnungen. Dabei sollten die Löcher nicht kleiner als 50 Millimeter und nicht größer als 95 Millimeter sein. So können Sie sicher sein, dass größere Vogelarten fernbleiben. Wenn Sie das Vogelhaus ganzjährig nutzen möchten, sollten Sie ein robustes Dach bauen, welches auch Schneefall und Sturm trotzen kann. Wenn Sie beim Futter übrigens unsicher sind, können Sie einfach unseren Ratgeber zu Hilfe ziehen.
Futterhaus

Ein Futterhaus mit mehreren Ebenen und Eingängen verhindert Kämpfe unter den Vögeln.

Das Vogelhaus als Nistplatz

Möchten Sie einen Nistkasten bauen, müssen die Bedingungen natürlich andere sein. Auch hier kann man auf verschiedene Bausätze zurückgreifen. Anders als beim Futterhaus ist der Nistkasten natürlich nur für eine Vogelfamilie gedacht. Hierbei empfiehlt es sich, das Häuschen so zu bauen, dass es frei hängen kann. Dafür können sie beispielsweise zwei Haken am Dach oder an den Rändern befestigen. Anschließend können Sie das Vogelhaus mit einem Draht oder einer Kordel an einem langen Ast befestigen. So ist es am besten gegen unerwünschte Streuner geschützt. Denn nicht nur Katzen haben es auf die Vögel abgesehen. Auch Marder schlagen sich mit den Eiern gern die Bäuche voll. Wie Sie sich vor ungebetenen Gästen schützen können, erfahren Sie in unserem Artikel über Mittel gegen unerwünschte Gartengäste.
Nistkasten

Der Spatz bevorzugt kleine Nischen als Nistplatz.

Auch kommt es darauf an, welche Vogelart Sie in Ihrem Garten brüten lassen möchten. Meisen beispielsweise verlangen einen engen Eingang zum Nistplatz. Spatzen wiederum ist der Eingang relativ egal. Sie bevorzugen dagegen engere Nischen. Das Vogelhäuschen sollte hier also nicht zu geräumig sein. Das Gegenteil von alldem gilt für die Amsel. Der Eingang sollte bei ihr möglichst groß sein. Auch der Nistplatz selbst sollte sehr geräumig sein. Sie sehen also: Bei der Wahl des Nistplatzes sind die meisten Vogelarten sehr wählerisch. Die meisten Vögel sind gesellig und haben nichts gegen eine Nachbarschaft mit anderen Vögeln. Wenn Sie sich also für jede Vogelart ein eigenes Häuschen anschaffen wollen, können Sie dies gerne tun. Die Vögel werden es Ihnen danken und Sie haben im Frühling und Sommer wunderbares Vogelgezwitscher direkt vor der Haustür.

Schreinerwerkzeug

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