Zitruspflanzen selber ziehen

Orangenbaum und Zitronenbaum – auch für heimische Gärten?

Immer mehr Hobbygärtner bauen exotische Pflanzen an. Vor allem Zitrusgewächse wie der Orangenbaum erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Was es braucht, damit Zitrone und Co. auch bei Ihnen im Garten wachsen, erfahren Sie bei eGarden.

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Orangenbaum

Ein Orangenbaum von solcher Größe wird aufgrund des vorherrschenden Klimas nicht in Ihrem Garten wachsen, es gibt aber zahlreiche Alternativen.

Zitruspflanzen versprühen einen mediterranen Charme, der an den warmen Süden erinnert. Ihr betörender Duft gleicht einer Aromatherapie. Zwar wird es kaum möglich sein, einen riesigen Orangenbaum im Garten hochzuziehen, da dieser den Winter nicht überleben würde, doch die immergrünen Gewächse kommen gerade im Sommer auch als Kübelpflanzen mit unserem gemäßigten Klima zurecht. Dennoch sind Orangen- und Zitronenbäumchen, Pampelmusen oder auch Limetten trotz zunehmender Beliebtheit in deutschen Gärten sowie auf Balkonen bislang rar gesät, was wohl in erster Linie am hohen Pflegeaufwand liegt. Denn die Gewächse stellen besondere Ansprüche und erfordern viel Geduld. Selbst bei guter Pflege kann es bis zu fünf Jahre dauern, bis die Pflanzen essbare Früchte tragen.
Orangen auf der Terrasse

Viele Zitruspflanzen wachsen auch bei deutschem Klima und verwandeln Grünfläche, Terrasse und Balkon in mediterrane Oasen – allerdings besser im Topf.

Auf die Pflege kommt es an

Das Wichtigste bei der Zitruspflanzenpflege ist die Bewässerung. Es reicht bei Weitem nicht aus, die Kübelpflanzen regelmäßig zu gießen. Am besten tauchen Sie den gesamten Topf einmal pro Woche in eine Wanne mit Wasser – solange bis sich an der Wasseroberfläche keine Bläschen mehr bilden. So kann das Wasser den oft schweren Boden überhaupt erst durchdringen und die tief sitzenden Wurzeln im Pflanzenballen erreichen. Ob Ihre Pflanze mit genügend Flüssigkeit versorgt ist, erkennen Sie an den Blättern. Beginnen sich diese einzurollen, ist das in der Regel ein Anzeichen für einen Wassermangel. Auf der anderen Seite dürfen Zitrone und Co. aber auch nicht komplett im kühlen Nass schwimmen. Achten Sie also darauf, dass der verwendete Topf über genügend Löcher verfügt, aus denen überschüssiges Wasser austreten kann.

Alle zwei Jahre umtopfen

Damit Sie möglichst lange etwas von Ihren Pflanzen haben, sollten Sie diese etwa alle zwei Jahre umtopfen. Hierzu verwenden Sie am besten fertige Kübel- und Zitruspflanzenerde für Balkon- und Terrassenpflanzung. Die Erde bekommen Sie im Gartencenter oder ab 3,99 Euro pro 5 Liter bei Amazon.
Da die mediterranen Gewächse von Natur aus viel Sonne gewohnt sind, müssen Sie immer auch einen hellen Standort wählen. Die Wurzeln hingegen mögen es eher schattig, weshalb Sie den Topf an besonders heißen Tagen immer abdecken sollten, beispielsweise mit einem Jutesack. Der ideale Pflanzkübel für Ihre Zitrusbäumchen besteht aus Ton, da das Material auch bei starker Hitze nicht ganz so schnell austrocknet. Tipp: Den Kübel vorm Bepflanzen von innen mit Raps-, Oliven- oder Sonnenblumenöl bepinseln und mindestens einen Tag stehen lassen – das schließt die Poren im Ton und verringert so die Verdunstung. Ebenfalls empfiehlt es sich, vorm Einsetzen der Pflanze eine kleine Drainage-Schicht aus Steinen einzufüllen. Generell gilt: Umso schwerer der Kübel, desto besser. Schließlich soll Ihr Orangenbäumchen ja nicht schon bei der nächsten Windböe umkippen.
Jan-Christoph Öhlenschläger

von

Der junge Redakteur und Kulturwissenschaftler Jan-Christoph Öhlenschläger steht für seriösen Verbraucherjournalismus, der kompetent informiert, Orientierung bietet und Entscheidungen erleichtert – besonders in den Bereichen Technik, Garten und Küche.

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