Samen, Stecklinge oder Teilung

Oleander vermehren: So sorgen Sie für Oleander-Nachwuchs

In vielen Ländern rund ums Mittelmeer sieht man ihn fast an jeder Ecke – den Oleander. Auffallend seine opulente Blütenpracht. Und auch in hiesigen Gärten findet der Strauch immer mehr Liebhaber. eGarden erklärt, wie Sie den Oleander vermehren.

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Oleander

Oleander vermehren lohnt sich. Der immergrüne Oleander sorgt mit seiner Blütenpracht immer für Aufsehen.

Sie wollen Ihren Oleander vermehren? Kein Problem – eGarden zeigt wie’s geht. Zuvor einige Hintergrund-Informationen zum Oleander. Der immergrüne Oleander gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse und wird auch Rosenlorbeer genannt. Er ist rund ums Mittelmeer sowie im Nahen und Mittleren Osten und in Indien und China zuhause Der Oleander blüht von Mitte Juni bis in den September hinein. Seine Blätter sind dunkelgrün, haben eine Lanzenartige Form und werden bis zu 10 Zentimeter lang. Die Blüten können je nach Züchtung und Sorte entweder violett, rosa, weiß oder gelb erscheinen. Während die Oleander-Pflanzen in den südlichen Ländern überwiegend im Boden eingepflanzt werden, wird das mediterrane Gewächs hierzulande in der Regel als Kübelpflanze unter anderem für den Wintergarten, das Gewächshaus oder den Balkon verwendet. Das liegt zum großen Teil daran, dass die meisten Oleander-Pflanzen nicht richtig winterhart sind. Es gibt zwar einige Sorten, die bei Feldversuchen mit Winterschutzmaßnahmen Minus-Grade bis Minus zehn Grad Celsius überstanden haben. Fragen Sie am besten beim Fachhändler nach den entsprechenden Sorten. Anmerkung: Alle Teile des Oleanders sind giftig. Einige Sorten, etwa der Gelbe Oleander, sogar hochgradig. Für den Familien-Garten, in dem auch kleine Kinder spielen, ist Oleander deshalb nicht zu empfehlen.
Oleandersamen

Damit die Samen durch die Luft und dann zu Boden segeln können, platzt die Samenschote des Oleanders auf.

Oleander vermehren über Samen

Die Vermehrung über Samen ist wohl der einfachste Weg. Allerdings ist diese Variante eigentlich nur für Züchter geeignet. Die draus entstehenden Pflanzen entsprechen im Aussehen nicht der Mutterpflanze und sind generell kein Sortenreiner Nachwuchs. Samen bekommen Sie im Fachhandel, etwa bei Amazon. Oder, Sie benutzen die Samen von der Pflanze selbst. Die werden nach der Befruchtung, etwa durch Motten oder Schmetterlinge, in Bohnen ähnlichen Früchten gebildet und segeln anschließend, ähnlich wie beim Löwenzahn, wie bei den Pusteblumen zu Boden. Lassen Sie die Samen liegen, dann müssen Sie etwa drei Jahre warten, bis die Pflanzen das erste Mal blühen. Dann können Sie die entstandenen Sämlinge aussortieren und die gewünschten Sämlinge etwa zur Veredlung weiter verwenden. Oder, Sie sammeln die Samen auf und ziehen Sie in keimfreier Zuchterde groß. Die Samen keimen bei etwa 30 Grad Celsius. Damit es in der guten Stube nicht zu warm wird, empfiehlt sich dafür ein kleines beheizbares Zimmergewächshaus. Samen und Zuchterde sollten immer feucht gehalten werden.

Oleander schneiden

Mit wesentlich weniger Aufwand lässt sich Oleander mit Stecklingen vermehren. Die müssen Sie nicht einmal kaufen, wenn Sie bereits Oleander-Pflanzen im Garten haben. Denn sämtliche Teile des Triebes, etwa vom Rückschnitt, lassen sich dafür benutzen. Dazu schneiden Sie die Teile in etwa 30 Zentimeter lange Stücke. Die meisten Blätter werden entfernt. Dann spitzen Sie die unteren Enden an und stecken die Stecklinge mit der Spitze in die Aufzuchterde. Stellen Sie die Stecklinge an einen warmen Ort. Je nach Temperatur oder Sorte dauert die Wurzelbildung unterschiedlich lange.

Oleander vermehren durch Teilung

Ein schneller und unkomplizierter Weg Oleander zu vermehren ist die Teilung einzelner Pflanzen. Dabei werden komplette Oleander-Pflanzen einfach aus dem Kübel genommen und samt Wurzelballen in der Mitte geteilt. Anschließend werden beide Teile wieder eingepflanzt.
Torsten Stender

von

Komplizierte Ratgeber und Anleitungen sind dem gebürtigen Kieler ein Dorn im Auge. „Verständliche Texte mit Nutzwert sind ja kein Hexenwerk.“

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