Simpler Heimwerker-Tipp

So einfach bauen Sie sich einen Laubkorb selbst

Laub an den falschen Stellen kann ziemlich nerven. Richtig aufbewahrt wird es zum wertvollen Kompost. Das klappt prima in einem Laubkorb und den können Sie einfach selbst bauen.

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Laubkorb selber machen in vier Schritten

Ein Laubkorb ist einfach gebaut und nimmt nicht viel Platz im Garten ein.

Für manche ist Laub ein richtiges Ärgernis. Ob im Beet, im Teich, auf dem Rasen oder in der Regenrinne: Laub verteilt sich gleichmäßig im ganzen Garten. Das macht viel Arbeit. Doch statt das Laub zu sammeln und mühsam wegzuschaffen oder von der Müllabfuhr abholen zu lassen, sollten Sie die positiven Eigenschaften des abgefallenen Blattwerks nutzen. Damit aus Laub einmal der Energielieferant für Ihre Blumen wird, muss es aber zunächst gelagert werden. Hier erfahren Sie, wie Sie sich einfach einen Laubkorb selber basteln. Falls so ein Korb nicht reicht, können Sie sich einen Komposthaufen anlegen.
Laubkorb selber machen in vier Schritten

Legen Sie den Maschendraht mit der Krümmung nach unten. So lässt sich der Draht besser kontrollieren.

Maschendraht nach Bedarf

Im Baumarkt bekommt man Maschendraht in allen möglichen Formen und Größen. Ich empfehle einen Maschendraht mit einer Stärke von 0,5 Millimetern und einer Höhe von 120 Zentimetern, aber da sind Sie flexibel. Es kommt darauf an, wie viel Platz Sie in Ihrem Garten haben. Übrigens können Sie mit einem Laubbläser das Laub ganz einfach an die gewünschte Stelle im Garten pusten.

Galerie: Test: Elektro-Laubbläser im Vergleich

Legen Sie den Maschendraht beim Aufrollen mit der Krümmung nach unten. So haben Sie den widerspenstigen Draht besser unter Kontrolle. Haben Sie den Maschendraht ausgebreitet, treten Sie ihn ruhig etwas platt. Anschließend schneiden Sie die gewünschte Länge von der Rolle ab. Achten Sie beim Schneiden darauf, nicht zu sehr am Rand zu sein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich eine Masche öffnet. Wie viel Draht Sie nutzen, hängt vom Durchmesser des Laubkorbs ab. 50 Zentimeter sollten es mindestens sein, sonst reicht eine kleine Windböe, um den Laubkorb umzupusten.
Laubkorb selber machen in vier Schritten

Schneiden Sie den Maschendraht an der gewünschte Stelle ab und bringen Sie ihn danach in Form. Achten Sie dabei auf die Entfernung zur Nahtstelle.

Wickeldraht nicht vergessen

Haben Sie den Laubkorb in die gewünschte Form gebracht, geht es an die provisorische Befestigung. Dazu benötigen Sie Wickeldraht aus dem Baumark oder von Amazon. Ich entscheide mich für eine Dicke von 0,5 Millimetern. Da es sich allerdings nur um eine vorübergehende Befestigung handelt, kann der Draht auch dünner sein. Schneiden Sie von der Rolle Wickeldraht drei circa 10 Zentimeter große Stücke ab und verbinden Sie damit die Enden des Maschendrahts oben, in der Mitte und unten mit dem restlichen Draht. So geben Sie dem Laubkorb fürs erste genügend Halt.
Laubkorb selber machen in vier Schritten

Um den Maschendraht in Form zu halten, nehmen Sie etwas Draht und knoten das Ende an den Maschendraht. Das hält den Laubkorb in Form.

Zuletzt für Stabilität sorgen

Haben Sie die provisorischen Drähte befestigt, geht es nun darum, dem Laubkorb die nötige Stabilität zu geben. Dazu nehmen Sie erneut Wickeldraht und ziehen diesen an der Überlappungsstelle des Korbs immer außen und innen durch die Maschen. Ganz wie bei einem Schnürriemen am Schuh oder einer Naht bei Kleidungsstücken. Umwickeln Sie jede Masche einmal mit dem Draht, bevor Sie zur nächsten Masche gehen. Das gibt zusätzlichen Halt. Wiederholen Sie diesen Vorgang mehrmals. So garantieren Sie, dass sich die Naht nicht irgendwann öffnet. Da es sich hier um eine permanente Verknotung handelt, empfehlen wir einen Wickeldraht von mindestens 0,5 Millimeter Durchmesser.
Laubkorb selber machen in vier Schritten

Zuletzt ziehen Sie einen Draht durch die Maschen des Laubkorbs und befestigen Sie ihn sowohl oben als auch unten. Diesen Vorgang wiederholen Sie. Das gibt dem Laubkorb die nötige Stabilität.

Fertig ist der Laubkorb

Ich habe für die Herstellung des Laubkorbs circa eine halbe Stunde gebraucht. Es ist also keine große Aufgabe. Neben der preiswerten Herstellung hat ein selbstgemachter Laubkorb noch einen Vorteil gegenüber gekauften Laubtonnen oder Laubkörben: Im Prinzip handelt es sich um eine unten offene Rolle. Haben sich die untersten Schichten Laub in Kompost verwandelt, können Sie den Korb anheben und den Kompost entnehmen und auf Ihre Beete verteilen. Mühsames Umschichten entfällt.

Wohin mit dem Laubkorb?

Der Laubkorb findet seinen Platz am besten unter einem Baum oder einem anderen schattigen und vor Regen geschützten Plätzchen. Sollte zu viel Laub für Ihren Laubkorb anfallen, bauen Sie lieber einen größeren Korb oder schmeißen Sie den Rest weg. Laub im Garten verbrennen ist heikel.
Laubkorb selber machen in vier Schritten

Der Laubkorb wird befüllt.

Zu guter Letzt noch einen Rat: Tragen Sie beim Bau des Laubkorbs stets feste Handschuhe. Das bedeutet zwar etwas mehr Fummelei, allerdings sind die Enden des Drahts sehr spitz. Schnell haben Sie sich dabei in die Finger oder Handfläche gestochen. Ich spreche aus Erfahrung!

Maschendraht

Alexander Scherb

von

Mit Schrebergarten aufgewachsen, wurde mir die Natur in die Wiege gelegt. Von Ahorn bis Zypressen gilt mein Interesse allem was blüht.

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