Nachhaltigkeit im Garten: Verwerten statt Verbrennen

Laub verbrennen im Garten: Alles zur Rechtslage

Laub verbrennen: Ein heikles Thema mit vielen rechtlichen Aspekten. Wir klären auf, was erlaubt ist und welche Alternativen Ihnen zur Verfügung stehen.

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Laub verbrennen

Erfahren Sie alles, was Sie zum Verbrennen von Laub wissen müssen.

Im Garten folgt auf den Winterfrost stets der Frühjahrsputz. Bei diesem fallen natürliche Abfälle an, die häufig einfach verbrannt werden. Wer sein Laub im eigenen Garten verbrennen möchte, der sollte sich jedoch über die rechtliche Lage informieren und Alternativen in Betracht ziehen.

Was sagt das Gesetz?

Zugegeben, ein Lagerfeuer zur pflanzlichen Abfallbeseitigung im eigenen Garten ist recht naheliegend. Sämtliches Material ist direkt vor Ort, es entstehen keine Transportwege und -kosten. Und mit Werkzeugen wie einem Laubbläser ist die Arbeit angenehm schnell erledigt.
Der praktische Nutzen ist allerdings nicht gleichbedeutend mit einer gesetzlichen Legitimation. Dabei müssen Sie zwischen länderspezifischen und bundesweiten Bestimmungen unterscheiden. Eine bundesweit einheitliche Regelung zur Laubverbrennung gibt es nicht, anstelle dessen gelten die Pflanzenabfallverordnungen der Bundesländer. Und diese sind teils sehr unterschiedlich. Mehr noch, gibt es selbst innerhalb der Bundesländer verschiedene Regelungen in den Kommunen.

Wichtig – Verbrennung ist immer nur die letzte zulässige Option

Ein übergeordnetes Recht ist jedoch das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz. Laut diesem hat die Verwertung von Abfällen grundsätzlich Vorrang vor deren Beseitigung. Bei pflanzlichem Abfall ist eine nützliche Verwertung meistens möglich. Das beste Beispiel ist die Kompostierung von Laub. Bevor Sie Ihr Laub verbrennen oder sich nach anderen Entsorgungsmöglichkeiten erkundigen, sollten Sie also genau überlegen, welche anderen Optionen Ihnen zur Verfügung stehen. Ein Laubhäcksler ist vor diesem Hintergrund eine sinnvolle Investition. Denn der Umkehrschluss bedeutet, dass Sie Laub nur dann verbrennen dürfen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt.

Unter diesen Bedingungen dürfen Sie Laub verbrennen

Möchten Sie pflanzlichen Abfall verbrennen, hilft zunächst der Blick auf das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Laut diesem sind Emissionen erlaubt, so lange sie im ortsüblichen Rahmen bleiben. Diese Aussage ist nicht besonders spezifisch, deutet aber darauf hin, dass die Emissionen ein entscheidendes Kriterium sind. Dieses dient gleichermaßen dem Schutz von Nachbarschaft und Natur.
Dazu kommen die bekannten Vorschriften zum Brandschutz. So müssen Sie gewährleisten, dass das Laubfeuer nicht auf brennbare Materialien übergreifen kann. Ein ausreichender Abstand zu Bäumen, Büschen, Gartenmöbeln und Gebäuden ist die Voraussetzung. Außerdem dürfen Sie ausschließlich Abfall verbrennen, der von Ihrem eigenen Grundstück stammt.
Erfüllen Sie all diese Kriterien, steht dennoch ein Gespräch mit den Behörden an, denn ein Feuer im Garten muss unter allen Umständen angezeigt werden. Erst dann kann eine Genehmigung erfolgen und ihr Feuer steht rechtlich auf sicheren Beinen.

Stichwort Nachhaltigkeit – Moderne Gärten verzichten auf die Laubverbrennung

Ganz unabhängig von Erlaubnis oder Verbot steht fest, dass die Verbrennung keine umweltfreundliche Maßnahme ist. Und dieser Faktor fällt heute umso mehr ins Gewicht. Gartenbesitzer mit nachhaltigen Ambitionen denken schließlich an die Ökologie und versuchen, diese so gut wie möglich zu schonen. Im Sinne einer gesunden Natur sollten Sie wirklich alle Verwertungsmöglichkeiten ausloten. So können Sie Laub nicht nur als Kompost verwenden, sondern auch zur langfristigen Rasenpflege.
Dieses Prinzip gilt auch für Abfall, den Sie nicht als Kompost oder Dünger nutzen können. Der urbane Trend namens Upcycling zielt auf die Verwertung von Holzabfällen ab und schafft Mehrwert statt Umweltverschmutzung. Typische Gartenabfälle wie Baumstümpfe und Äste haben längst ihren Weg in die Einrichtungswelt gefunden. Dort punkten sie mit individuellen Looks und natürlichem Charisma.
Und falls Ihnen diese Art des Innen-Designs nicht zusagt, können Sie versuchen, Ihr Altholz an Verwertungsstellen zu vermitteln, gerne sogar kostenlos für Selbstabholer. Auf diese Weise werden Sie Ihren Gartenabfall so gut wie immer los – und das ganz ohne Rauchschwaden.

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