Duftender Lebkuchenbaum

Kuchenbaum: Nicht nur der Name ist verführerisch

Der japanische Kuchenbaum (auch Lebkuchenbaum) eignet sich gut als Zierstrauch und Hausbaum. Lesen Sie hier, woher er seinen Namen hat und welche Pflege er benötigt.

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japanischer Kuchenbaum mit Lebkuchenduft

Der Kuchenbaum trägt herzförmige Blätter, die im Herbst nach Lebkuchen riechen.

Der Katsurabaum ist bei uns in Deutschland eher als Kuchenbaum, Lebkuchenbaum oder Judasblattbaum bekannt. Sein botanischer Name lautet Cercidiphyllum japonicum. Der Kuchenbaum ist ein lebendes Fossil. Es gibt ihn bereits seit 65 Millionen Jahren. In seiner Heimat Asien wächst er bevorzugt in Wäldern und an Flussläufen. Der Kuchenbaum ist auch in unseren heimischen Gärten ein echter Hingucker. Im Frühjahr bildet das Ziergehölz zunächst kleine, rötliche Blattbüschelchen. Die frisch geschlüpften Blätter wechseln ihre Farbe von zart-bronzefarben zu einem sommerlichen Grün. Im Herbst verfärben sich die Blätter des Katsurabaums erneut von gelb bis scharlachrot.

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Woher hat der Kuchenbaum seinen Namen?

Der Kuchenbaum verdankt seinen Namen seinen lecker nach Lebkuchen duftenden, herzförmigen Blättern. Gerade im Herbst, wenn der Baum das Laub abwirft, ist sein Duft besonders betörend und intensiv.

Welcher Standort eignet sich für einen Kuchenbaum?

Der Kuchenbaum macht sich am besten auf großen Rasen und in Kombination mit immergrünen Gehölzen wie Zierahorn oder Harlekinweide. Der Kuchenbaum liebt kühle, feuchte Standorte. Er bevorzugt einen lichten Schattenplatz in Ihrem Garten. Gut geeignet ist ein nährstoffreicher, saurer bis alkalischer Boden. Auch sandige und lehmige Bögen mag der Lebkuchenbaum. Achten Sie darauf, beim Pflanzen genug Abstand zu benachbarten Gehölzen zu halten. Wenn Sie nicht wissen, wie es um Ihren Boden steht, machen Sie eine Bodenanalyse.

Wie pflanze ich einen Kuchenbaum?

Der Kuchenbaum startet seine Karriere in Ihrem Garten als mehrstämmiger Strauch. Als junger Baum passt er sogar gut in einen Kübel. Als Drainage im Kübel verwenden Sie Kieselsteine oder zerbrochene Tonscherben. Ziehen Sie ihn als Hochstamm, dann entwickelt er eine prächtige Krone. Ausgewachsen erreicht der Baum eine Höhe von acht bis zehn Metern. In seiner Heimat hat er sogar eine Wuchshöhe von bis zu vierzig Metern. Er hat also das Zeug zum echten Hausbaum, inklusive Baumhaus für die Kinder.

Wie pflege ich den Kuchenbaum?

Der Lebkuchenbaum ist frosthart. Selbst als Kübelpflanze bleibt er im Winter gerne draußen. Arbeiten Sie im Frühjahr frische Komposterde und eventuell etwas Hornspäne in die Baumscheibe ein. Im Sommer braucht er viel Wasser – zum Beispiel aus der Regentonne. Sonst wirft er seine Blätter ab. Entfernen Sie hin und wieder abgestorbene Äste. Ansonsten kommt der Lebkuchenbaum ohne Baumschnitt aus und wächst zum prächtigen Hausbaum heran. Wer Platzmangel hat, stutzt höchstens die einjährigen Triebe in der Krone. Passen Sie auf, dass Sie wirklich die einjährigen Konkurrenztriebe und nicht den Leittrieb kappen. Ist der Kuchenbaum von der Verticilliumwelke befallen, entfernen Sie großügig die betroffenen Stellen. Ein Mittel gegen die Welke gibt es nicht.
Tipp: Wem ein Kuchenbaum einfach zu wenig ist, der zieht sich aus den getrockneten Samen in den Schoten den Nachwuchs selbst heran.

Kuchenbaum

Silke Orth

von

Das Paradies kann warten – ich bin im Garten.