Pilzkrankheit am Pfirsichbaum

Kräuselkrankheit bekämpfen und vorbeugen

Die Kräuselkrankheit am Pfirsichbaum verursacht ein Pilzerreger. Lesen Sie hier, wie Sie die Kräuselkrankheit bekämpfen.

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Kräuselkrankheit

Die Kräuselkrankheit ist ein echter Gärtnerfluch. Die Pfirsiche selbst sind eher selten betroffen.

Die Kräuselkrankheit am Pfirsichbaum ist eine echte Plage und sehr schwer zu bekämpfen. Neben Pfirsichbäumen trifft die Kräuselkrankheit auch Aprikosen- und Nektarinenbäume. Verursacher der Kräuselkrankheit ist ein Pilz. Dieser trägt den sprechenden Namen Taphrina deformans, denn er deformiert die Blätter betroffener Bäume. Der hartnäckige Pilz überlebt selbst strenge Winter. Im Frühjahr verteilt sich der Pilz mit Hilfe von Sporen auf den frisch austreibenden Blättern und befällt diese. Wenn Sie nichts unternehmen, droht dem Baum nach ein paar Jahren der Kahlschaden. Denn ein befallener Baum ist frostanfälliger und treibt immer weniger Blätter und Blütenknospen aus.

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Woran erkenne ich die Kräuselkrankheit am Pfirsich?

Die Kräuselkrankheit am Pfirsichbaum ist kaum zu übersehen. Die jungen Blättchen kräuseln sich bereits kurz nach dem Austrieb im April. Anschließend verdicken sie und entwickeln Pusteln an den Blättern. Gleichzeitig verfärben sich die Blätter von weiß über hellgrün bis rot. Nach kurzer Zeit vertrocknen die Blätter und sterben ab. Übrig bleiben dunkelbraun-schwarze Blattleichen und eingetrocknete Triebspitzen, die langsam herunterfallen. Je nach Witterung treiben Pfirsichbäume im gleichen Jahr ein zweites Mal aus. Doch die Ernte ist meist gering oder entfällt komplett.

Wie bekämpfe ich die Kräuselkrankheit?

Zupfen Sie als Sofortmaßnahme alle gekräuselten Blätter ab und entsorgen Sie diese mit den bereits heruntergefallenen Blättern im Hausmüll. Tragen Sie dabei zum Schutz Handschuhe. Schneiden Sie außerdem die befallenen Triebe mit einer Gartenschere bis ins gesunde Holz zurück. Den Blatt- und Astverlust gleichen Sie mit einem Naturdünger wie beispielsweise Brennnesseljauche aus. Eine Behandlung der Kräuselkrankheit mit einem Spritzmittel ist erst kurz vor dem nächsten Austrieb möglich. Es gibt biologische und chemische Mittel gegen die Kräuselkrankheit. Setzen Sie chemische Breitbandfungizide bitte nur ein, wenn alle anderen Mittel versagen.
Mit dem Spritzen beginnen Sie je nach Witterung Ende Dezember oder Anfang Januar. Voraussetzung ist eine Temperatur von über acht Grad Celsius. Insgesamt sind drei Behandlungen notwendig. Verteilen Sie das Mittel gegen die Kräuselkrankheit mit einem Drucksprüher. Bei Temperaturen unter acht Grad Celsius und Trockenheit warten Sie mit dem Spritzen. Das letzte Mal behandeln Sie Ihren erkrankten Baum, bevor die Knospen aufbrechen und die grünen Blattspitzen herauskommen.

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Wie beuge ich der Kräuselkrankheit beim Pfirsich vor?

Feuchtigkeit begünstigt das Wachstum von Pilzen. Wählen Sie deshalb für Ihren Pfirsichbaum einen luftigen und sonnigen Standort im Garten. Um der Kräuselkrankheit vorzubeugen, ist es hilfreich, wenn sie bei Ihrem Pfirsichbaum regelmäßig die Krone auslichten. Dadurch erhält der Baum mehr Luft und trocknet nach einem Regenguss schneller. Ein organischer oder mineralischer Dünger und ab und zu eine gute Portion frische Komposterde stärken Ihren Baum zusätzlich. Hilfreich ist es außerdem, ihn mit Meerrettich oder Knoblauch zu unterpflanzen. Probieren Sie einfach aus, was Ihrem Baum gut tut.

Was passiert, wenn ich die Kräuselkrankheit nicht behandle?

Ist ein Pfirsichbaum mehrere Jahre hintereinander von der Kräuselkrankheit betroffen, trägt er immer weniger Pfirsiche. Im schlimmsten Fall stirbt Ihr Pfirsichbaum komplett ab.

Mittel gegen die Kräuselkrankheit beim Pfirsich

Silke Orth

von

Das Paradies kann warten – ich bin im Garten.